Trabzonspor

Trabzonspor-Trainer Karaman: „Hätten aggressiver agieren können“

Nach der für viele überraschenden Heimniederlage gegen Göztepe (zum Spielbericht) bemühte sich Trainer Ünal Karaman um einem Erklärungsversuch und räumte taktische Defizite ein: „Auch wenn es so aussah, als sei der Ball meist in unserem Besitz gewesen, so verlief das Spiel dennoch nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. In der zweiten Halbzeit zeigten wir mehr Einsatzwillen. Doch wir konnten unsere Möglichkeiten nicht verwerten. Aus diesem Grund sahen wir uns am Ende diesem Resultat gegenüber.“

Karaman begründet Hosseinis Rolle als Reservist

Warum der 53-jährige Übungsleiter in der Innenverteidigung Ivanildo Fernandes den Vorzug vor Majid Hosseini gab, begründete der Karaman wie folgt: „Unsere gestandenen Spieler aus der Vorsaison, die den Großteil unserer Leistungen schultern, kennt jeder. Die Neuen sind bemüht, sich ebenfalls anzuschließen. Da Göztepe über schnelle Spieler in der Offensive verfügt, haben wir auf Ivanildo Fernandes’ Schnelligkeit vertraut und ihn aufgestellt. Im ersten Durchgang blieb er hinter den Erwartungen zurück. In der zweiten Spielhälfte fing er sich.“

Rotation nicht Ursache für Pleite – Fehlende Härte eventuell schon

Seine Wertung zu einer vermeintlich nicht gegebenen Elfmeterszene in dessen Mittelpunkt Trabzons Norweger Alexander Sörloth stand, behielt Karaman trotz Rückfrage für sich. Dass man trotz kaum zugelassener Chancen dennoch einen Gegentreffer kassierte, selbst nicht traf und am Ende dadurch knapp verlor, kommentierte der Chefcoach der Bordeauxrot-Blauen wiederum schon: „Dieser Umstand betrübt uns. Aber man darf das nicht auf die Rotation schieben oder an einem Mangel an individuellen Fähigkeiten festmachen. Das ist eine Situation, die das Team als Kollektiv betrifft. Vielleicht hätten wir in der Abwehr etwas härter und aggressiver auftreten können. Die vielen Verletzungen haben uns natürlich vor zusätzliche Probleme gestellt. Die Rotation ist aber nicht der Hauptgrund. Wir sind das Team, dass diese am wenigsten praktiziert.“

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Interimscoach Arican stolz auf sein Team

Bei Göztepe war man hingegen zufrieden mit den gewonnen drei Auswärtspunkten. Zumal man in der Tabelle einige Plätze gutmachen und die Abstiegszone zumindest vorübergehend verlassen konnte. Der Ägäis-Vertreter wurde von Interimstrainer Suat Arican an der Seitenlinie betreut, nachdem „GözGöz“ sich unter der Woche von Chefcoach Tamer Tuna getrennt hatte: „Trabzonspor ist ein Team, das zuhause vor allem in der ersten halben Stunde sehr druckvoll und torgefährlich auftritt. Das wussten wir und traten entsprechend mit einem anderen System an. Wir konnten gemeinsam nicht besonders viel trainieren, doch der Einsatz der Spieler, hat dieses Defizit wettgemacht. Borges hat einen großen Beitrag zum Erfolg geleistet. Unser Kapitän Beto hat unglaublich gespielt. Ich gratuliere meinen Spielern und bitte die Göztepe-Fans, diese Spieler zu unterstützen. Denn sie sind unser Ein und Alles und können alles erreichen. Ich bin stolz auf sie.“

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