Trabzonspor

Trabzonspor-Coach Abdullah Avci bestätigt Interesse an Ex-Spieler Edin Visca

Eine tapfere Leistung von Altay gegen Tabellenführer Trabzonspor am Dienstagabend, die jeden Fußballfan in der Türkei anerkennend nicken ließ. Der Ägäis-Vertreter hatte einen strikten Plan von seinem Chefcoach Mustafa Denizli aufgesetzt bekommen. Von der ersten Sekunde an zeigten sie auch, wie gut sie vorbereitet sind und zwangen den unangefochtenen Spitzenreiter fast in die Knie. Mit einem Traumtor von Cebrail Karayel aus 26 Metern ging die vermeintliche Party für den Izmir-Klub los. „Wir haben wirklich alles gemacht, um Trabzonspor zu schlagen. Spielen tun wir gut, aber wir kassieren zu einfache Gegentreffer. Ich habe zwar ein Tor gemacht, aber am Ende hat es keine Bedeutung. Lieber hätten wir gewonnen, anstatt dass ich einen Treffer erziele. Gegen Kasimpasa steht uns nun ein Endspiel bevor“, brachte der 27-jährige Außenverteidiger seinen Unmut zum Ausdruck.

Keeper Cakir: „Tolles Gegentor kassiert“

Selbst von Nationaltorhüter Ugurcan Cakir bekam Karayel nach Abpfiff den nötigen Respekt erwiesen: „Ich danke meinen Mitspielern. Heute hat jeder wirklich alles gegeben. In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut, obwohl wir wussten zu was Altay in der Lage ist. Nach dem Seitenwechsel haben wir uns besser organisiert. Wir sind nach einem Rückstand zurückgekommen. Ich habe ein wirklich tolles Gegentor kassiert. Meiner Meinung nach der schönste Treffer des Spieltags. Die drei Punkte waren Gold wert. Gratulation auch an Andreas Cornelius.“ Der Däne ist aktuell in bestechender Form und sorgte im Alsancak Mustafa Denizli-Stadion mit seinem Doppelpack für den Unterschied. In den letzten sieben Ligaspielen traf er sechsmal und legte einen weiteren Treffer auf. „Wir wussten, dass es kein leichtes Match werden wird. Mit den Einwechslungen haben wir die zweiten 45 Minuten gut begonnen. Ich gratuliere dem gesamten Team. Zudem bin ich sehr glücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte und wir den Sieg eingefahren haben“, so Cornelius.

Denizli trauert der Niederlage hinterher

Altay-Trainer Mustafa Denizli wirkte nach der Begegnung sehr mitgenommen. Nichtsdestotrotz konnte der 72-jährige Taktikfuchs auch Erkenntnisse für die Zukunft mit auf den Weg nehmen. „Trabzonspor ist eine gute Mannschaft und führt die Liga mit großem Abstand an. Trotzdem hätte diese Partie so nicht enden dürfen. Alles lief nach unserem Plan und wir waren am Drücker. Kurzzeitig dachte ich mir, dass ich über ein Remis sehr enttäuscht gewesen wäre, da fiel dann auch gleich das 1:2. Wir haben einfach das Tor nicht getroffen und taten uns bei den finalen Pässen schwer. Wahrscheinlich waren diese Details am Ende ausschlaggebend. Viel gibt es nicht zu sagen. So sehr wir uns über den Fußball heute freuen, so sehr trauern wir der Niederlage hinterher. Allerdings haben wir heute das langfristige Erfolgsrezept dieser Mannschaft aufgezeigt. Wir müssen immer so auftreten.“

Avci deutet Transfers an – Interesse an Visca 

Neben den bereits getätigten Aussagen seiner Schützlinge sprach Abdullah Avci auf der gegnerischen Seite über mögliche Transfers im Winter: „Unsere Transferplanungen gehen weiter. Wir denken noch an zwei weitere Spieler. Gerne hätten wir einen Linksverteidiger und einen Flügelspieler, der in der Lage ist, Tiefenläufe zu machen und Qualitäten im Eins-gegen-Eins hat.“ Auf die Frage, ob es sich beim Außenbahnspieler um seinen Ex-Spieler Edin Visca handelt, entgegnete der 58-jährige Übungsleiter: „Visca ist ein sehr wertvoller Spieler. Mittlerweile sind die Trainer der gegnerischen Mannschaften meine früheren Spieler. Am nächsten Spieltag wird es Emre Belözoglu sein. Vor zwei Wochen war es Nuri Sahin. Das sind Coaches, die Qualität bringen werden. Auch aus diesem Grund ist ein Transfer von Visca nicht gerade einfach. Wenn Sie mich fragen, ob ich einen Spieler wie Visca haben wollen würde, würde ich keinen Hehl daraus machen. Aber so einen Spieler würden die meisten Klubs haben wollen. Es gibt aber viel zu viele Details, die passen müssten, damit so ein Deal zustande kommt. Ich mag ihn. Allerdings müssen wir jetzt erst einmal gewinnen und dann können wir schauen, wie sich alles entwickelt.“





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