Nach den hochemotionalen Begleiterscheinungen des Derbys am neunten Spieltag der Trendyol Süper Lig zwischen Galatasaray und Fenerbahce hat der Disziplinarausschuss des türkischen Fußballverbandes (PFDK) hart durchgegriffen. Der Türkische Fußballverband (TFF) gab die offiziellen Beschlüsse auf seiner Website bekannt. Im Fokus der Entscheidungen stehen empfindliche Nachspiele für die beiden Profis Abdülkerim Bardakci und Archie Brown sowie umfangreiche Geldstrafen und Blockverbote für beide Istanbuler Großklubs.
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Zwei Spiele Sperre für Abdülkerim Bardakci
Für Innenverteidiger Abdülkerim Bardakci von Galatasaray setzte es eine Sperre von zwei Pflichtspielen sowie eine Zwangszahlung von 67.000 Türkischen Lira. In der Urteilsbegründung begründet der PFDK den Schritt konkret: „Es wurde beschlossen, den Spieler ABDÜLKERİM BARDAKCI von GALATASARAY A.S. aufgrund seiner Beteiligung an einer körperlichen Auseinandersetzung gemäß den Artikeln 45/1-a und 35/4 der Fußballdisziplinarordnung (FDT) unter Anwendung von Artikel 12 der FDT nach Ermessen und im Ergebnis mit einer Sperre von ZWEI PFLICHTSPIELEN sowie einer GELDSTRAFE VON 67.000 TL zu belegen.“
Drei Spiele Zwangspause für Archie Brown
Noch härter traf es Abwehrspieler Archie Brown auf Seiten von Fenerbahce. Der Abwehrakteur wurde für drei Pflichtspiele gesperrt und muss zusätzlich eine Geldstrafe von 100.000 Türkischen Lira berappen. Die Verbandsmitteilung zitiert das Urteil wie folgt: „Es wurde beschlossen, den Spieler ARCHIBALD NORMAN BROWN von FENERBAHCE A.S. aufgrund seiner Beteiligung an einer körperlichen Auseinandersetzung gemäß den Artikeln 45/1-a und 35/4 der Fußballdisziplinarordnung (FDT) mit einer Sperre von DREI PFLICHTSPIELEN sowie einer GELDSTRAFE VON 100.000 TL zu belegen.“

Strafen gegen Trainerstab und Funktionäre
Neben den Aktiven auf dem Rasen wurden auch Offizielle sanktioniert. Galatasaray-Trainer Serhat Dogan muss wegen fehlender Akkreditierung in Sperrbereichen eine Strafe von 50.000 Türkischen Lira zahlen und erhielt wegen unsportlichen Verhaltens gegenüber einem Gegenspieler ein Tätigkeitsverbot von 21 Tagen. Die Stellungnahme führt aus: „Es wurde beschlossen, den Trainer SERHAT DOGAN von GALATASARAY A.S. wegen eines Verstoßes gegen die Vorschriften durch den Aufenthalt in Bereichen, für die er keine Akkreditierung besaß, gemäß Artikel 46/1 der FDT nach Ermessen und im Ergebnis mit einer GELDSTRAFE VON 50.000 TL zu belegen. Darüber hinaus wurde beschlossen, den Trainer SERHAT DOGAN von GALATASARAY A.S. aufgrund seines unsportlichen Verhaltens gegenüber einem Spieler der gegnerischen Mannschaft während derselben Begegnung gemäß Artikel 36/1-c der FDT mit einem TÄTIGKEITSVERBOT VON 21 TAGEN zu bestrafen.“ Bei Fenerbahce wurde Funktionär Ahmet Aytar aus analogem Grund ebenfalls mit 50.000 Türkischen Lira belegt: „Ferner wurde beschlossen, den Funktionär AHMET AYTAR von FENERBAHCE A.S. wegen eines Verstoßes gegen die Vorschriften durch den Aufenthalt in Bereichen, für die er keine Akkreditierung besaß, gemäß Artikel 46/1 der FDT nach Ermessen und im Ergebnis mit einer GELDSTRAFE VON 50.000 TL zu belegen.“

Sanktionen hagelt es für Galatasaray: Geldstrafen und gesperrte Tribünenblöcke
Für Galatasaray fallen die kollektiven Geldstrafen besonders üppig aus. Wegen beleidigender Fangesänge im Wiederholungsfall muss der Klub 500.000 Türkische Lira zahlen. Die Dauerkarten und Tickets für zahlreiche Blöcke der Nordtribüne (105, 106, 107, 108, 204, 205, 206, 207, 406, 407, 408, 409), der Osttribüne (102, 111, 112, 113), der Südtribüne (119, 120, 422, 0423, 424), der Westtribüne (102) sowie der West-VIP-Tribüne (VIP 100) werden für das kommende Heimspiel gesperrt. Hinzu kommen 560.000 Türkische Lira für Ausschreitungen im Stadion, 500.000 Türkische Lira wegen einer zu hohen Anzahl an Einlaufkindern, 280.000 Türkische Lira, weil ein verwiesener Akteur in der Mixed Zone Interviews gab, und weitere 280.000 Türkische Lira wegen der Anzeige eines nicht beim Verband registrierten Gästelogos auf den Anzeigetafeln.
Auch Fenerbahce zahlreich bestraft
Ebenso trifft es Fenerbahce spürbar. Wegen Gesängen der Anhänger beim Auswärtsspiel verhängte der Verband eine Strafe von 350.000 Türkischen Lira und sperrt die Blöcke 418, 419 und 420 des Gästeblocks für die nächste Auswärtspartie. Für Krawalle gab es 560.000 Türkische Lira, für unsportliches Betragen der Mannschaft 87.500 Türkische Lira und zusätzlich 280.000 Türkische Lira, da auch bei den Gelb-Marineblauen ein verwiesener Akteur nach der Partie Aussagen vor der Presse tätigte.



