Galatasaray

Nach Pokalaus: Galatasaray-Coach Fatih Terim hinterfragt die Rolle des VAR

Wieder hat es in der Runde der letzten Acht gegen Alanyaspor nicht zum Weiterkommen gereicht. Bereits in der vergangenen Saison hatten die Orange-Grünen die Gelb-Roten in derselben Runde aus dem Pokal geworfen. Nach Fenerbahce hat sich mit nun mit Galatasaray ein weiterer Favorit bereits im Viertelfinale vom Ziraat Türkiye Kupasi verabschieden müssen. Durch die 2:3-Heimschlappe gegen den Mittelmeer-Vertreter geht es für den Rekordpokalsieger somit auch nur noch um die Meisterschaft in der Süper Lig.

Fernandes: „Hatten Pech vor dem gegnerischen Tor“

Die erste Hälfte verschliefen die “Löwen” komplett und mussten mit einem 0:2-Rückstand den Kabinengang antreten. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste nach einem Foulelfmeter auf 3:0 und zogen sich aufgrund der komfortablen Führung in ihre eigenen Reihen zurück. Coach Fatih Terim kann zumindest auf die starke zweite Halbzeit nach dem dritten Gegentreffer aufbauen. Der Gastgeber ließ mehrere Chancen liegen, scheiterte zwei Mal am Aluminium und konnte durch die Neuzugänge um Mostafa Mohamed und Gedson Fernandes zumindest auf 2:3 verkürzen. Fernandes, noch mit Hoffnungen auf eine EM-Teilnahme mit Portugal, sprach nach Spielende die unglückliche Chancenverwertung an. Dem Europameister von 2016 werden bei den EM 2020 Wetten erneut gute Chancen eingeräumt. „Wir wollten heute eigentlich ins Halbfinale einziehen. Leider liefen die Dinge nicht wie geplant. Zwar kamen wir zu vielen Gelegenheiten, hatten aber Pech vor dem gegnerischen Tor. Natürlich sind wir enttäuscht. Am Sonntag steht aber bereits das nächste wichtige Spiel an. Wir müssen das heute abhaken und nach vorne schauen”, so Fernandes.

Terim kritisiert die Schiedsrichterentscheidungen

Der “Imperator” nahm das Ganze nicht so gelassen wie sein portugiesischer Schützling und schimpfte über die Beschlussfassung des Unparteiischen: „Ich habe heute nicht rotiert, damit das gute Spiel fortgesetzt werden kann. Allerdings wäre es im Nachhinein vielleicht schlauer gewesen. Wir haben aus einer unnötigen Szene heraus den ersten Gegentreffer hinnehmen müssen. Danach kam auch schon das zweite Tor. Trotzdem denke ich, dass das Spiel in der zweiten Halbzeit wie Balsam auf der Seele unserer Fans war. Hier müssen wir ansetzen. Wir dürfen jedoch nicht mehr so viele Fehler machen. Ich gratuliere Alanyaspor zum Weiterkommen und wünsche ihnen viel Glück. Allerdings kann ich die Entscheidungen des Referees nicht nachvollziehen. Wir hätten kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit einen Strafstoß bekommen müssen. Stattdessen gibt es nach dem Seitenwechsel den Elfmeter für den Gegner. Wenn er da den Elfer gibt, dann muss er den zuvor auch geben. Ich verstehe nicht, wieso es den VAR überhaupt gibt. Es geht aber auch nicht darum, dass wir unbedingt einen Strafstoß bekommen hätten müssen, sondern viel mehr darum, was uns Abdülkadir Bitigen vermittelt. Auch werden in anderen Spielen ganze zehn Minuten als Nachspielzeit angezeigt. Aber hier endet das Spiel nach fünf Minuten.“

Rekord nach 18 Jahren: Alanya mit zwei Auswärtssiegen gegen Galatasaray

Auf der gegnerischen Seite war man nach dem Halbfinaleinzug und dem zweiten Auswärtssieg bei Galatasaray innerhalb einer Spielzeit mehr als zufrieden. Vor Alanyaspor gelang dies Caykur Rizespor in der Saison 2003/04. Trotzdem haderte Co-Trainer Semih Tokatli mit der Leistung seines Teams nach dem Seitenwechsel: „Bei uns geht es immer um den Sieg, egal wie der Gegner heißt. Natürlich sind wir glücklich, dass wir Galatasaray in ihrem eigenen Stadion bereits das zweite Mal in dieser Saison schlagen konnten. In der letzten Saison hatten wir sie auch im Viertelfinale des Pokals ausgeschaltet. Wir sind stolz auf unsere Spieler. Allerdings hat uns das Spiel unserer Mannschaft in der zweiten Halbzeit nicht gefallen. Wir hätten viel positiver auftreten müssen. Aufgrund des psychologischen Vorteils der 3:0-Führung haben wir leider ganz anders gespielt.“

Babacar träumt vom Pokalgewinn

Doppelpacker Khouma Babacar träumt indes vom Titelgewinn, gab aber auch zu, dass die Gelb-Roten ihnen große Probleme bereitet haben: „Wir wussten, dass es keine leichte Begegnung sein wird. Galatasaray ist eine sehr große Mannschaft und es ist wirklich nicht einfach auswärts gegen sie zu spielen. Eigentlich hatten wir einen komfortablen Vorsprung zu verwalten. Die zwei Gegentreffer haben uns vor gewaltige Probleme gestellt. Dementsprechend sind wir glücklich, dass wir am Ende siegen konnten. Wir möchten den Pokal gewinnen. Natürlich wird es nicht einfach. Allerdings sind wir eine gute und sehr energische Mannschaft. Wir werden alles dafür tun. Am Ende werden wir sehen was dabei herauskommt.“


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3 Kommentare

  1. Avatar
    12. Februar 2021 um 8:16

    Im Nachhinein erkennt er, dass er rotieren hätte sollen.. aber nicht aus Erschöpfung der Spieler oder taktischen Gründen? Er scheint dies echt nicht zu verstehen.

  2. Avatar
    12. Februar 2021 um 7:33

    Man sah die Müdigkeit der Spieler nur warum hat Terim nichts dagegen gemacht? Ein Taylan braucht seine Pause, genau wie Marcao. Ein Ömer Bayram macht seinen Job ja auch nicht schlecht und ein Luyindama genauso. Gerade Terim, der die Spieler jeden Tag sieht, hätte handeln müssen.
    Das wir aus dem Pokal ausgeschieden sind, ist für mich jetzt kein Weltuntergang. Vielmehr will ich die Meisterschaft sehen. Wir haben eben keinen allzu breiten Kader um mal häufiger zu rotieren.

  3. Avatar
    11. Februar 2021 um 17:01

    Jeder logisch denkende Mensch weiß doch das bei so einem Programm die Spieler ermüden da kann man doch dann rotieren, für mich völlig unverständlich zumal er die Jungs ja im Training sieht.

    Das war eine völlig inakzeptable erste Halbzeit und das hat Fatih Terim zu verantworten…

    Zu den Elfmeter Situationen, bei Emre Kilinc gibt es aufjedenfall eine Berührung da brauch man sich nicht wundern wenn das gepfiffen wird.
    Bei der Situation mit Marcao ist nicht genau zu erkennen ob er den Spieler berührt jedoch wurden immer die gleichen Kameraeinstellungen gezeigt.

    Alles in allem haben wir aber verdient verloren.