Türkischer Fußball

Nach Falsch-Ticket-Skandal: Gümüshanespor-Präsident feuert Trainer Fatih Akyel

Heftige Vorwürfe, die gegenseitig zwischen Gümüshanespor-Klubchef Cengiz Firat und Trainer Fatih Akyel ausgesprochen worden, erschüttern den Verein aus der östlichen Schwarzmeerregion. Klubpräsident Firat beschuldigte Akyel des Betruges und der Veruntreuung von Geldern, die durch den Verkauf von gefälschten Tickets eingenommen worden seien: „Ohne meine Wissen hat er gefälschte Dauerkarten drucken lassen und diese an die Menschen verkauft. Und das Geld für den Verkauf von 1000 Exemplaren dieser Karten ist ebenfalls verschwunden. Es ist unmöglich, dass wir mit jemandem mit dieser Geisteshaltung zusammen arbeiten“, so der Gümüshane-Boss.

Akyel wehrt sich gegen Vorwürfe

Galatasaray-Legende Fatih Akyel, fünfmal mit den „Löwen“ türkischer Meister sowie UEFA Cup- und UEFA Supercupsieger, ließ die Beschuldigungen nicht auf sich sitzen und konterte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur “IHA” seinerseits mit schweren Vorwürfen: „Um Gümüshanespor zu helfen, wurden vom Vorstand Dauerkarten zur Verfügung gestellt und von allen in der Stadt verkauft. Davon wussten alle. Jetzt wird behauptet, sie wären gefälscht und man startet eine Diskreditierungskampagne gegen mich.“

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Wollte sich der Präsident die Taschen füllen?

Der 42-Jährige behauptete, dass Firat das Geld aus dem Verkauf der Tickets selbst einstreichen und sich damit absetzen wollte: „Unser Vizepräsident hat mit den 200.000 TL, die er zuvor bei der Bank abgehoben hat, die Gehälter des Personals, der Spieler und Trainer bezahlt und etwaige Verbindlichkeiten beglichen. Der Präsident versucht uns als Sündenbock darzustellen, da er es nicht geschafft hat, mit den Geldern zu flüchten. Solche Betrüger, wie er, schaden dem türkischen Fußball. Wenn die Tickets gefälscht waren, warum wurden sie dann an den Bürgermeister und Dekan der Universität verteilt, damit diese die Karten verkaufen?“

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Klubchef Firat soll alle belogen haben

Mehrmals habe Firat seinen Trainer Akyel und andere hinters Licht geführt und seine Versprechen nicht gehalten: „ Es begann mit dem Auswärtsspiel gegen Pendikspor. Er hat von seiner Befugnis Gebrauch gemacht und mich sowie einen unserer wichtigsten Spieler, unseren Kapitän Menderes Önkuzu nicht auf die Spielliste gesetzt. Wir waren im Stadion und konnten dem Team nicht helfen. Er hat alle angelogen, vom Bürgermeister bis zum Gouverneur. Er wurde vor einem Monat Präsident. Damals lag eine Transfersperre gegen uns vor. Er versprach, diese aufheben zu lassen und das Team zu verstärken. Ich sagte ihm, selbst, wenn das nicht klappen sollte, ist es wichtig unseren Kader zusammenzuhalten.“

Trainer deckt Machenschaften vom Vereinsboss auf

Akyel weiter: „Wir hatten 18 Spieler mit gültigen Lizenzen im Kader. Wenn jemand krank, verletzt oder gesperrt war, mussten wir mit 15 Mann antreten. Vier bis fünf Spieler wollten den Verein verlassen, da offene Gehaltszahlungen vorlagen. Er meinte nur ‚lass sie gehen’. Ich sagte abermals, dass neue Transfers nicht zwingend sind, aber dass wir unsere Spieler halten. Er hat alle belogen. Am Ende verloren wir vier unserer wichtigsten Spieler; Torwart, Innenverteidiger, Mittelfeld und Sturm. Am Freitag meinte er, er hätte die Transfersperre aufheben lassen und werde Spieler holen. Als ich seine Lüge aufdeckte, haben wir uns überworfen. {…} Solange wir solche Menschen nicht entfernen, können wir den türkischen Fußball nicht säubern.“

Drittligist Gümüshanespor spielt in der TFF 2. Lig Gruppe Weiß. Nach 21 Spieltagen befindet sich Gümüshane mit 18 Punkten auf dem 17. und damit vorletzten Tabellenplatz, damit folglich in akuter Abstiegsgefahr.

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Hürriyet.de-Redaktion

1 Kommentar

  1. Avatar
    4. Februar 2020 um 10:36 —

    oh gott wie peinlich….. wie wurde so ein dummkopf president des vereins…

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