Fenerbahce

Nach 2:1-Sieg gegen Alanya: Fenerbahce nun Besiktas-Verfolger Nummer eins!


Zum Abschluss des 17. Spieltages kam es zum Top-Spiel zwischen Fenerbahce und Aytemiz Alanyaspor im Istanbuler Stadtteil Kadiköy. Die Hausherren fielen dabei mit schwachen Statistiken auf, aber hatten über die ganze Partie hinweg die besseren Chancen. Am Ende reichten diese aus, um mit einem 2:1-Sieg und 32 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz zu springen. Alanyaspor hingegen rutscht durch die Niederlage auf den vierten Rang ab. Am kommenden Montag geht es für den 19-maligen Meister ab 14.00 Uhr gegen Erzurum, während der Pokalfinalist der vergangenen Spielzeit drei Stunden später mit Kasimpasa einen weiteren Vertreter aus Istanbul zu Gast hat.

Ex-Stuttgarter Gümüs mit Führungstreffer

Ungewohnte Statistiken in der ersten Halbzeit der Begegnung: Die Gäste aus Alanya hatten im Ülker-Stadion sage und schreibe 73 Prozent Ballbesitz. Zudem spielten sie mit 262 Pässen und einer Passquote von 89 Prozent. Zum Vergleich: Fenerbahce hatte nur 70 Pässe und eine sehr niedrige Passquote von 65 Prozent (Negativrekord seit 2014/15) zu bieten. Trotz dieser krassen Unterschiede kamen beide Teams jeweils fünf Mal zu Torraumszenen. Und zum Pech des Mittelmeer-Vertreters gingen die Hausherren bei einem dieser Gelegenheiten in Führung. Nach zwölf Minuten hieß der Torschütze Sinan Gümüs. Der gebürtige Pfullendorfer bekam den Ball auf der linken Außenbahn und wollte flanken, aber seine Hereingabe zappelte sehenswert im Tornetz. Es entwickelte sich nach dem Gegentreffer zu einem klassischen Alanyaspor-Spiel der letzten Wochen. Viel Ballbesitz, aber im Grunde zu wenig Torgefahr. Trotz der schlechten Statistikausbeute waren die Gelb-Marineblauen dem 2:0 näher dran als die Auswärtsmannschaft dem 1:1-Ausgleichstreffer.

Valencia verschießt Elfer – Pelkas erhöht auf 2:0

Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff hätte es aber im Kasten der “Kanarienvögel” klingeln müssen. Nach einem Eckball bekam Davidson den Ball vor die Füße, setzte aber das Spielgerät im Eins-gegen-Eins mit Keeper Altay Bayindir über die Querlatte. Die Orange-Grünen intensivierten im Anschluss ihre Bemühungen und bestimmten die Partie. Doch etwas Nennenswertes sprang hierbei nicht wirklich heraus. Stattdessen hatten sie immer wieder mit Problemen in der eigenen Abwehrreihe zu kämpfen. In der 67. Minute kam es dann zu einem Abspracheproblem zwischen der Abwehr und Keeper Marafona, der infolgedessen Enner Valencia im Strafraum zu Fall brachte. Der Gefoulte trat selbst an und scheiterte am Alanya-Schlussmann. Die Freude der Truppe von Cagdas Atan sollte nicht lange währen. Nur drei Minuten später erhöhte Dimitrios Pelkas nach schöner Zusammenarbeit mit Ozan Tufan auf 2:0. Der Grieche wusste den portugiesischen Goalie im Vergleich zu seinem Teamkollegen zu überwinden.

Babacar ganz cool vom Punkt

Die Partie war aber noch nicht entschieden. Wie aus dem Nichts bekamen die Gäste einen Foulelfmeter zugesprochen. Sadik Ciftpinar schubste den zuvor eingewechselten Khouma Babacar während eines Freistoßes, woraufhin Referee Halil Umut Meler auf den Punkt zeigte. Erneut trat der Gefoulte höchstpersönlich an, aber der frühere Fiorentiner zeigte keine Nerven. Alanyaspor war nun endlich auch in der Partie. Vier Minuten vor dem Ende behielt Goalie Bayindir dieses Mal beim Kopfball des Senegalesen die Oberhand. Ferdi Kadioglu hätte in der Nachspielzeit alles klar machen können. Allerdings knallte der Youngster die Kugel an den Pfosten und ließ somit seine Mannschaft bis zum Schlusspfiff zittern.

+++ Spieltag und Tabelle im Überblick +++
Aufstellungen

Fenerbahce: Bayindir – Erkin, Ciftpinar, Tisserand, Sangare – Gustavo, Tufan, Valencia (75, Kadioglu), Pelkas (87. Aziz), Gümüs (61. Yandas) – Thiam (75. Samatta)

Alanyaspor: Marafona – Moubandje, Tzavellas, Caulker, Juanfran (71. Bingöl) – Kutlu (82. Pektemek), Siopis (60. Ucan), Davidson (71. Babacar), Bakasetas, Karaca – Bareiro

Tore: 1:0 Gümüs (12.), 2:0 Pelkas (70.), 2:1 Babacar (81./FE)

Gelbe Karten: Thiam, Tekin, Tisserand, Gümüs, Bulut (Fenerbahce) – Davidson, Tzavellas, Kutlu, Marafona, Atan (Alanyaspor)

Besondere Vorkommnisse: Valencia verschießt Strafstoß (67./Fenerbahce)


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3 Kommentare

  1. Avatar
    8. Januar 2021 um 0:07 —

    Respekt an Besiktas und Fenerbahce
    Haben am Anfang geschwächelt und mischen jz oben mit.
    In meinen Augen die beiden Vereine, die dieses Jahr das Rennen machen.
    Galatasaray spielt unter Terim einfach einen Scheiß Fußball und das nicht seit gestern. Die Saison als man IBB nach 9pkt Rückstand noch einholte war meines erachtens nach Glück. Schon damals hat die Mannschaft so gut wie null funtioniert. Durch Elfmeter, Mitroglus Zor und Onyekuru damals Meister geworden.
    Seit Sneijders abgang nur kack Fußball
    Besiktas nimmt seit Wochen die Liga komplett hops
    Fener schwechelt mir jedoch ein wenig zu oft, weshalb ich BJK eher als Favorit sehe.

    Angeblich ist Özil fix
    Spielerisch guter Transfer, ansonsten nicht gerade wünschenswert aufgrund der aktuellen Finanzlage des Klubs

  2. Avatar
    7. Januar 2021 um 21:54 —

    Das Spiel hätte gar nicht so knapp enden müssen, wenn dieser Vollpfosten und Schwachmat Valencia den Elfmeter verwandelt hätte.

    Schon beim Anlaufen haben ich mir gedacht, was wird das denn jetzt, ich meine das war doch voll die Pussy Aktion und natürlich hat er dann auch den Elfmeter verkackt.

    Wieso zum Geier muss der gefoulte selbst zum Elfmeter antreten, ich meine diese Fussball Binsenweißheit muss doch auch irgendwann zum letzten FB Spieler durchgedrungen sein oder nicht?

    Also dieser Valencia ist für mich voll die Pussy, der braucht in Zukunft beim Elfmeter nicht mehr zum Punkt gehen, gibts denn echt keinen einzigen Alpha im FB Team der mal einen Kack Elfmeter sicher verwandeln kann oder wie?

  3. Avatar
    7. Januar 2021 um 20:02 —

    Verdienter und sehr wichtiger Sieg. Jedoch kann diese Spielweise keinen fb wirklich gefallen haben. So viele Fehlpässe und so wenig Ballbesitz .
    Ich glaube weil bulut hatte Angst, gegen die konterstarke Mannschaft aus Alanya ausgekontert zu werden. Anders kann ich mir diese defensive Strategie nicht ausdenken. Naja das Ergebnis spricht jedoch für den Trainer. Aber denke nicht, dass diese Taktik lange gut hält und niemanden aus fb Sicht gefällt dieser fussball

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