Trabzonspor

Nach 1:1 in Gaziantep: Trabzonspor fühlt sich betrogen


Mit dem 1:1-Remis in Gaziantep hat Trabzonspor den zweiten Sieg in Folge um Haaresbreite verpasst. Nach einem eher ereignisarmen Spiel nahm die Partie erst in den Schlussminuten so richtig Fahrt auf. Die Platzverweise für Flavio und Gaziantep-Coach Marius Sumudica, der späte Ausgleich der Gastgeber per Foulelfmeter sowie Tumulte und verbale Auseinandersetzungen auf der Haupttribüne prägten am Ende die 90 Minuten. Besonders bitter für die Bordeauxrot-Blauen: Neuzugang Flavio wurde in seinen ersten drei Einsätzen bereits zweimal des Feldes verwiesen, verschuldete zudem zwei Elfmeter.

Harsche Kritik von Newton – zwei Transfers für Trabzonspor

Coach Eddie Newton musste seinen brasilianischen Mittelfeldspieler nach dessen Gelb-Roter Karte lange trösten. Den Schuldigen hatte der Brite aber bereits ausgemacht: „Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel, aber wir hätten den Sieg verdient gehabt. Heute gab es beschämende und für mich unverständliche Schiedsrichterentscheidungen. Vor dem Elfmeter gab es ein klares Handspiel, wie kann man das nicht pfeifen? Ich kann das nicht verstehen. Ein sinnloser Pfiff hat den kompletten Spielverlauf verändert. Und wieder haben wir durch eine Fehlentscheidung zwei Punkte verloren.“ Präsident Ahmet Agaoglu sah es ähnlich wie der Trabzon-Chefcoach und ergänzte: „Fragt mich nicht nach Dingen, die sowieso jeder gesehen hat. Natürlich werden wir auch auf unsere Fehler schauen. Aber es wird Zeit, dass sich die Beteiligten an einen Tisch setzen und sich selbst hinterfragen.“

In den letzten Tagen des Transferfensters kündigte der Trabzonspor-Boss indes zwei weitere Transfers an. Neben Angreifer Djaniny Semedo, der von Al-Ahli Dschidda nach Trabzon wechselt, soll nun doch auch Vitor Hugo den Pokalsieger verstärken. Während der 29-jährige Semedo bereits in Trabzon ist, wird die Ankunft von Hugo noch an diesem Wochenende erwartet.

Weitere Stimmen

Gabriel Margarit, Co-Trainer Gaziantep: „Wir freuen uns über den Punktgewinn. Nachdem unser Coach Änderungen am Spielsystem vorgenommen hat, wurden wir besser. Beim Platzverweis von Sumudica stand ich neben ihm. Er hat lediglich geschrien, dass es ein Elfmeter war. Ansonsten war da nichts. Eine Verwarnung hätte gereicht.“

Erce Kardesler, Trabzonspor: „Im Großen und Ganzen haben wir trotz einigen schlechten Phasen ein gutes Spiel gezeigt. Dann kamen ein Elfmeter und der bereits zweite Platzverweis in dieser Saison. Die Schiedsrichter sind in den kritischen Szenen nicht gerade auf unserer Seite. […] Es ist einfach und schwer zugleich, anstelle von Ugurcan Cakir zu spielen. Er legt die Messlatte sehr hoch, auf der anderen Seite muss man immer alles reinwerfen um ihn ersetzen zu können. Auch dank ihm werde ich mich noch weiterentwickeln.“

Joao Pereira, Trabzonspor: „Wir haben schlecht begonnen und in der ersten Hälfte einfach nicht ins Spiel gefunden. Anschließend sind wir in Führung gegangen. Trotz vieler Torchancen haben wir den Sieg verpasst. […] Wir wissen, dass uns bestimmte Personen nicht an der Tabellenspitze sehen möchten. Doch ich kann mich nur wiederholen: Wir werden sie enttäuschen müssen.“

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Erdem Ufak

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3 Kommentare

  1. Avatar
    3. Oktober 2020 um 17:37 —

    Es ist nur dann “Betrug” wenns die eigene Mannschaft trifft, wenn der Schiedsrichter den Gegner benachteiligt ist es natürlich kein Betrug dogrumu?

    Übrigens waren letztes Jahr die selben türkischen Schiedsrichter an der Pfeife, warum haben sie sich da nicht auch beschwert Hr. Agaoglu, kann es vielleicht daran liegen, das sie letztes Jahr von den Schiedsrichtern über alle Maßen bevorzugt wurden?

    Wenn ihnen die bisherigen Schiedsrichterleistungen nicht gefallen haben, kann ihr heutiger Torhüter Erce Kardesler gleich zum Hörer greifen und bei seinem großen Bruder Arda anrufen, der kann ja dann die restlichen Spiele von TS pfeifen, würden sie dann endlich Ruhe geben?

    Selbst wenn TS jedes Spiel vom Schiedsrichter einen Elfmeter geschenkt bekommen sollte, wird es für ihre Mannschaft trotzdem nicht reichen oder ist das letzte Jahr völlig an ihnen vorüber gegangen?

  2. Avatar
    3. Oktober 2020 um 12:07 —

    Die sollen sich mal nicht so anstellen. Selbst mit ein zwei kritischen Schiedsrichterentscheidungen sollte man als besseres Team mehr Tore machen als der Gegner. Es ist immer einfacher die Schuld bei jemand anderen zu finden, statt sich selbst an die Nase zu packen. Spielt besser und ihr gewinnt trotz Schiri. Fertig.

  3. Avatar
    3. Oktober 2020 um 10:46 —

    Irgendwie fühlen sich alle irgendwie betrogen ^^ Was ist da nur los… Man müsste mal wirklich bis in die Wurzel durchdringen und schauen, woran es liegt.

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