Süper Lig

Meister der Loyalität: Türkische Fußballfans

Das meistbeachtete Spiel seit langem ließ die Herzen der türkischen Fußballfans höher schlagen. Das große Süper Lig-Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahce endete vor rund zwei Wochen mit einem 1:0 für „Cimbom“. Nicht nur für die Fans war es ein besonderes Spiel, sondern auch für Mesut Özil nach seinem Wechsel von Arsenal London zu Fenerbahce.

Özil spielte in der jüngeren Vergangenheit bei den Gunners keine wichtige Rolle mehr, wurde aber in der Türkei mit tosendem Applaus willkommen geheißen. Das Stadtderby fand im Ülker-Stadion statt, wobei der Heimvorteil für Fenerbahce ohne Zuschauer kaum eine Rolle spielte. Das war für die neue Mannschaft von Mesut Özil in diesem so wichtigen Derby besonders ärgerlich. Schließlich konnte sich Fenerbahce in der Vergangenheit immer auf die lautstarke Unterstützung seiner Anhänger verlassen.

Beim Wetten sollte man aber Emotionen wegschieben, um erfolgreich zu sein. Hier sollte man sehr gut überlegen auf welche Mannschaft man setzt, um einen Gewinn einzufahren. Mit einem 22bet Bonus hat man noch bessere Möglichkeiten einfach mal ein paar Euros mehr auf einen Spielausgang zu setzen und mit dem richtigen Näschen einen attraktiven Gewinn mitzunehmen. Nach dem Platzieren einer Wette kann man anschließend natürlich beim Spiel noch mehr mitfiebern. Hat man einen Tipp auf den Sieg der eigenen Lieblingsmannschaft abgegeben, dann kann man sich im Erfolgsfall übrigens gleich doppelt freuen.

Die Vereine aus Istanbul haben eine riesige Fanbasis

Vor allem die Klubs aus Istanbul genießen großes Ansehen und verfügen über eine riesige und eingeschworene Fangemeinschaft im ganzen Land. Die große Verbundenheit der Fans zu ihrem Verein ist aus Sicht der großen Vereine ein wichtiger Teil des Erfolgsrezeptes. Toni Schumacher, der mit der deutschen Nationalmannschaft Europameister wurde, spielte von 1988 bis 1991 für Fenerbahce. Er erinnert sich noch heute daran, in der Türkei nie das Gefühl eines Auswärtsspiels gehabt zu haben, weil Fenerbahce schon immer im ganzen Land auf zahlreiche Fanclubs zählen konnte. Damals war Schumacher vom ersten Tag der neue Held der Anhänger. Er wurde nicht nur sofort zum Kapitän ernannt, sondern führte das Team direkt in der ersten Saison zum begehrten Titel in der Süper Lig.

Die türkischen Fußballfans sind sehr emotional

In der Türkei ist es keine Seltenheit, dass türkische Fußballstars beim Betreten eines Restaurants von den Gästen und den Mitarbeiterinnen mit Applaus empfangen werden. Dass ein Fußballer in einem Restaurant für sein Essen bezahlen muss, kommt fast nie vor. Aber auch die Kehrseite der Popularität ist interessant. Wenn die Spieler keine Erfolge erzielen, kommt es durchaus vor, dass die Fans das Vereinsgelände stürmen, um ihren Vorbildern mal die Meinung zu sagen. Vor allem die Anhänger der drei großen Istanbuler Klubs sind besonders fanatisch.

Zur türkischen Fan-Kultur gehören Vereinslieder genauso dazu, wie das Abbrennen von Bengalos in den Stadien. Eigentlich sind solche Bengalos bereits seit 2001 in den Stadien verboten, aber trotzdem werden speziell bei den Derbys weiterhin zahlreiche Fackeln in den Stadien abgebrannt. Von seinen Erfahrungen erzählte auch Starspieler Lukas Podolski. Dieser berichtete, dass er in seiner Karriere noch nie so emotionale Fans wie in der Türkei erlebt hat. Podolski wird in der Türkei gefeiert.

In der Türkei wird man nicht einfach nur Fan eines Klubs, sondern kommt sozusagen schon mit dem Vereinswappen des Klubs auf die Welt. Viele Leute identifizieren sich komplett mit ihrem Lieblingsverein, was auch auf den Rängen zu vielen emotionalen Situationen führt.

Bei einem Derby sind die Straßen von Istanbul normalerweise von früh bis spät fest in den Händen der beiden Fangruppen. Das ganze Land scheint dann hier zusammenzukommen und das Derby zu verfolgen. Das zeigt sich schon an den vielen Fahnen, die unter anderem aus den Fenstern der Autos hängen und die Verbundenheit zum jeweiligen Verein verdeutlichen.

Leidenschaft im Lockdown

Was machen die Fans, die es gewohnt sind als laute Masse singend durch die Straßen zu ziehen, also jetzt während der Pandemie? Ganz genau: Der Spaß verschiebt sich ins Internet. Gemeinsames Fußballschauen mit Livechat und über 100.000 Teilnehmern ist zumindest ein kleiner Ersatz für die Anhänger und lässt fast so eine Stimmung wie im Stadion aufkommen.

Türkische Fans lassen sich ihren Spaß am Spiel auch durch den Lockdown nicht nehmen. Die Fußballfans verfolgen weiterhin die Spiele ihrer Lieblinge, auch wenn das nur am Fernsehgerät oder über das Internet möglich ist.


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