Galatasaray

Kommentar: Der letzte Warnschuss für Fatih Terim bei Galatasaray


Neigt sich eine Ära womöglich dem Ende entgegen? Der wohl erfolgreichste Trainer in der türkischen Fußballgeschichte erlebt seit nun zwei Jahren eine anhaltende Formkrise. Seien es Entscheidungen in taktischer Hinsicht oder auch fatale Aussetzer gegenüber Schiedsrichtern und Verband, welche am Ende immer wieder zu Sperren führen.

Nach dem eindrucksvollen Sieg gegen Erzrivale Fenerbahce in der Festung von Kadiköy sah es für die „Löwen“ eigentlich sehr gut aus. Auch die nächsten drei Spiele konnte Galatasaray für sich entscheiden. Nun standen die auf dem Papier einfachen Spiele gegen Ankaragücü, Sivasspor, Kayserispor, Rizespor und Hatayspor an. Für viele Fans und Experten war die Vorgabe mindestens zwölf Punkte zu holen und sich von der Konkurrenz abzusetzen. Allerdings passierte genau das Gegenteil. Lediglich vier Punkte konnte der Rekordmeister auf sein Punktekonto gutschreiben. Sollte Tabellenführer Besiktas am nächsten Spieltag gegen Alanyaspor gewinnen, so würde der Abstand bei noch neun verbleibenden Partien sechs Punkte betragen. Auch kann Fenerbahce mit einem Sieg gegen Denizlispor Galatasaray auf den dritten Rang zurückwerfen. Dabei war das Team von Fatih Terim vor ein paar Spieltagen noch Tabellenführer. Was ist seitdem passiert?

Taylan Antalyali – warum plötzlich Bankdrücker?

Taylan Antalyali wurde nach dem Derby gegen Fenerbahce plötzlich aus der Startelf genommen und auf die Bank beordert. Niemand wusste, warum der Shootingstar der laufenden Saison nicht mehr in der Startelf stand. War er verletzt? Falls ja, wieso stand er dann immer wieder im Kader? Etebo gab zwar immer wieder sein Bestes, aber das gewohnt spielerische Element fehlte fortan im Spiel der „Löwen“. Etebo war eher ein Balleroberer und kein klassischer Spielmacher, der aus der Defensive heraus das Spiel eröffnen konnte. Das Aufbauspiel mit Taylan in der Zentrale ist für das Spiel der „Löwen“ von immenser Bedeutung. Umso merkwürdiger war es, dass der 26-Jährige urplötzlich nicht mehr berücksichtigt worden ist. Von offizieller Seite wurde nichts bekanntgegeben. Die Aussage, dass er erschöpft sei und eine Pause benötigt, war bekannt. Fakt ist, dass das Spiel der Gelb-Roten ohne den 26-Jährigen von Spiel zu Spiel schlechter wurde. Nur Fatih Terim weiß, wieso er vier bis sechs Wochen ohne Taylan Antalyali spielen ließ.

Warum muss Belhanda zum Saisonendspurt hin gehen?

Die Vertragsauflösung von Younes Belhanda war im wahrsten Sinne des Wortes ein Schlag ins Gesicht von Fatih Terim. Trotz aller Kritik am Marokkaner war Belhanda für Terim eine sehr wichtige Figur im Spiel seiner Mannschaft. Der Mittelfeldspieler war mit dem Spielsystem von Terim vertraut und wusste genau was sein Trainer von ihm erwartet. Auch wenn Belhanda viele mäßige Spiele abgeliefert hat, war er in vielen Begegnungen der Garant für den Erfolg. Seine physische Präsenz sowie seine spielerischen Qualitäten sind nicht anzuzweifeln. Und sein Fehlen wird vor allem in dieser Phase der Saison deutlich sichtbar. Dass Belhanda mit seiner Kritik gegen den Vorstand einen Fehler gemacht hat, liegt auf der Hand. Den Marokkaner in dieser heißen Phase der Saison wegzuschicken, war und ist wie sich jetzt herausstellt ein fataler Fehler.

Gedson Fernandes hat seinen Platz noch nicht gefunden

Gedson Fernandes ist ein riesiges Talent und für das Team ein großer Gewinn, jedoch hat es Terim bisher nicht geschafft die richtige Position für den Portugiesen zu finden. Bei seiner Ankunft spielte er zunächst auf der Achterposition, welche eigentlich seine angelernte Stammposition ist. Nach und nach musste Fernandes jedoch andere Rollen übernehmen. Mal auf der halbrechten Seite in einer Mittelfeldraute, mal 45 Minuten auf der Innenverteidigerposition wie gegen Hatayspor. Rein von seinen Qualitäten her wird der Portugiese im Laufe seiner Karriere das Prädikat „Weltklasse“ erhalten. Jedoch benötigt es eine geordnete Struktur für einen jungen Spieler seines Alters. Die Verantwortlichen von Benfica werden die Entwicklung von Fernandes sicherlich verfolgen und womöglich nicht in Betracht ziehen, ihr Juwel eine weitere Saison an Galatasaray zu verleihen, sollte sich seine Situation in Istanbul nicht verbessern.

Systemumstellung missglückt, Terim verzockt sich

Nachdem der Verein im Wintertransferfenster Mostafa Mohamed verpflichten konnte und dieser wie eine Bombe einschlug, kamen Fans und Experten aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Ägypter konnte auf Anhieb überzeugen und gab den Fans sofort das Gefühl lange Zeit auf der Stürmerposition keine Sorgen mehr haben zu müssen. Nach der Genesung von Falcao hatte Fatih Terim die Qual der Wahl. Auf wen sollte er setzen? Auf Falcao, der, falls er spielt, nahezu jedes Mal liefert oder auf einen aufstrebenden jungen Ägypter? Terim entschied sich für beide und wechselte im laufenden Wettbewerb auf ein 4-4-2. Das 4-4-2 hat mehrere Varianten. Fatih Terim favorisiert die Variante in der Rauteformation. In dieser Formation gibt es keine richtigen Flügelspieler. Das Mittelfeld wird mit einer Person vor der Abwehr, einem Spieler halblinks, einem Spieler halbrechts sowie einem klassischen Zehner, der hinter den Stürmern lauert und die Fäden ziehen soll, besetzt. Damit im Mittelfeld keine Unterzahl entsteht, muss einer der Stürmer seine Position verlassen und im Mittelfeld aushelfen. Ist dies nicht der Fall, hat die gegnerische Mannschaft stets Überzahl. Die Leidtragenden dieser neuen Ausrichtung sind Spieler wie Henry Onyekuru, Kerem Aktürkoglu, Ogulcan Caglayan oder auch Sofiane Feghouli, die allesamt richtige Flügelspieler sind und mit der 4-4-2-Raute keine Chance haben einen sinnvollen Platz im Team zu finden. Die Formation im 4-4-2 ist eine sehr effektive Waffe und benötigt mindestens ein Trainingslager, um damit vertraut zu sein. Damit in der Schlussphase der Saison zu beginnen war sehr riskant und ging in die Hose. Ein fataler Fehler, der auf die Kappe von Fatih Terim geht.




Yedlin & Saracchi: Schwachstelle Außenverteidiger

Die Abgänge von Yuto Nagatomo und Mariano konnte Galatasaray in den vergangenen zwei Jahren nicht kompensieren. Spieler wie Saracchi, Emre Tasdemir, Martin Linnes oder auch Neuzugang Yedlin sind entweder immer wieder verletzt oder in ihrem Können sehr limitiert. Einer der Grundpfeiler neben dem starken Mittelfeld waren die ständig angreifenden Außenverteidiger. Nagatomo und vor allem Mariano waren für Terim sehr wichtige Spieler und hatten als Außenverteidiger auch ihren Anteil am Spielaufbau. Mit den aktuellen Spielern ist dies nicht möglich, das Spiel von Galatasaray ist zu statisch. Saracchi und Yedlin sind offensiv zwar bemüht, jedoch höchstens Durchschnitt und defensiv sogar noch schwächer. Viele Teams haben das erkannt und greifen die „Löwen“ über die Schnittstellen an, die immer wieder anfällig sind. Wie auch Hatayspor beim 1:0. Wieder war es Saracchi, der seinen Gegenspieler aus den Augen verlor. Dessen Vorlage konnte Diouf zur Führung verwerten. Eine Schwäche, für die Fatih Terim bisher keine Lösung finden konnte.

Zu viele Nebenkriegsschauplätze: Fatih Terim hat seinen Fokus verloren

Kommen wir zum Hauptproblem von Galatasaray. Der erfolgreichste Trainer in der türkischen Fußballgeschichte zeigt allmählich zu viele Schwächen. Terim ist ein Trainer, der in der Vergangenheit besonders in der Endphase einer Saison aufblühen konnte. Er ist ein Genie darin den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen und mit provokativen Aussagen den Gegner einzuschüchtern. In den letzten zwei Jahren hat der „Imperator“ diesen Fokus allerdings aus den Augen verloren. Viel mehr beschäftigt Terim die schlechten Leistungen der Schiedsrichter. Immer wieder bekommt er Sperren vom Verband wegen Aussagen, die am Ende dann doch zu weit gehen für jemanden, der ohnehin schon etliche Male wegen ähnlicher Vergehen bestraft worden ist. Auch wenn diese Strafen mit Gerechtigkeit oftmals nichts zu tun haben, so ist es nun mal Fakt, dass Fatih Terim anfängt seiner Mannschaft mit seiner ständigen Abwesenheit zu schaden.

Ein weiteres Problem sind seine personellen und taktischen Entscheidungen. Nehmen wir die letzten zwei Meisterschaften. Galatasaray hatte einen Matchplan. Ein Dreier-Mittelfeld, das nicht nur physisch, sondern auch spielerisch sehr effektiv gewesen ist. Spieler wie Fernando, Younes Belhanda oder Badou Ndiaye waren Spieler, die passsicher waren und gutes Pressing ausüben konnten. Obwohl Terim im Moment ein ähnliches Spielermaterial besitzt, ist es kaum bis gar nicht zu erkennen, was das Team derzeit spielt. Zumeist war es die individuelle Qualität von Spielern wie Feghouli, Mohamed, Falcao oder der Innenverteidiger um Marcao und Donk, die für die Siege verantwortlich waren.

Für viele Fans stellt sich schon seit längerem die Frage, wie es mit der Motivation und dem Willen von Fatih Terim steht. Es ist augenscheinlich, dass der Coach seinen Fokus verloren hat und viel mehr Abseits des Platzes mit dem TFF oder sogar mit dem eigenen Vorstand im Clinch steht. Noch ist die Meisterschaft nicht entschieden. Und ein Trainer wie Fatih Terim steht in der Pflicht das letzte Funken Feuer in sich noch mal auflodern zu lassen. Die Mannschaft ist durchaus in der Lage eine Siegesserie zu starten und am 40. Spieltag im heimischen Türk Telekom-Stadion ein Endspiel gegen Besiktas zu erzwingen. „Wind und Wellen sind immer auf der Seite des besseren Seefahrers“, besagt ein Sprichwort von Edward Gibbon. Jetzt muss Terim nur noch beweisen, dass er der bessere Seefahrer als Sergen Yalcin ist.


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5 Kommentare

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    7. April 2021 um 13:34 —

    Warum Ozornwafor nicht spielen darf, wenn die ganze Hintermannschaft ausfällt bleibt mir ein Rätsel. Die paar Minuten die ich den auf dem Platz gesehen habe, haben mir gut gefallen. Ich dachte immer “nunja, jetzt sieht doch jeder, dass der Typ eine Wand sein kann” und prompt ist er wieder aussortiert..
    Zum Glück konnte ich seit langem am Wochenende das Spiel gegen Hatay nicht live gucken, mir blieb wohl einiges erspart 🙂

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    6. April 2021 um 22:43 —

    Zu wenig Qualität ! Zu wenig Tempo ! Keinen Torgefährlichen Mittelfeldspieler ! Hüftsteife iv die einen sehr behäbigen spielaufbau haben und dadurch das komplette Spiel statisch werden lassen. Keine außenverteidiger mit Tempo ! Beide Stürmer zu ähnlich um mit einer doppelspitze zu spielen. Der Verein ist mehr Schein als sein. Die paar Titel haben viel übersehen lassen, aber das war nur wegen der noch schwächeren Konkurrenz.

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    6. April 2021 um 6:54 —

    Nach knapp 2 Wochen melde ich mich auch endlich zurück. Nach dem Rize Spiel habe ich mich nur noch für die Nati-Spiele angemeldet und kommentiert. Der Grund: Mir geht GS einfach auf die Nerven. Die Niederlagen gegen Rize, Sivasspor, Ankaragücü und neulich gegen Hatayspor sorgen bei mir einfach für schlechte Laune. Da melde ich mich bei den sozialen Netzwerken ab, der Fernseher bleibt aus und es wird nicht über GS geredet.
    Ich hatte vor Wochen hier kommentiert, dass wir 3 Pflichsiege einfahren müssen und dann gegen Hatay uns einen Patzer erlauben können. Ich hatte aus diesen 4 Spielen mindestens 10 Punkte erwartet. Das Resultat lautet dann 4 Punkte und verdammt schlechte Leistungen die mir schlaflose Nächste bereitet haben. Gegen Hatay habe ich nach dem 1-0 ausgemacht, ich wollte erst gar nicht gucken weil die Aufstellung schon das Endergebnis gespoilert hatte.
    Zu den Vorwochen bezüglich Streitigkeiten mit FB will ich auch nichts schreiben. Das ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Man kann da von Glück reden, dass Transfermarkt und Co. keine Artikel dazu geschrieben haben und die deutschen Fans nicht wissen, was in unserem Land so abgeht. Das ist genau der Grund warum ich demnächst kürzer treten will. Für mich war die letzte Woche die Eisspitze des gesamten türkischen Fußballs. Diese Streitigkeiten haben dafür gesorgt, dass ich dem türkischen Fußball endgültig den Rücken zugekehrt habe.
    Ich will noch einige Worte über GS schreiben und besonders über Terim. Jeder Spieler/Trainer sollte irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist, einfach aufhören und die Schuhe an den Nagel hängen. Lieber sollte es dann selbstständig passieren, als wenn man seine Karriere in den Dreck zieht. Terim sollte also erkennen, dass er es einfach nicht mehr drauf hat und zum Saisonende endgültig aufhören. Okan Buruk wartet nur so auf den Anruf und reibt sich die Hände.
    Terim hat uns immer wieder in Stich gelassen, in dem er unnötig Sperren kassiert und in den wichtigsten Phasen der Saison nicht am Seitenrand stehen kann. Das wie vielte mal ist das eigentlich jetzt in seiner dritten Amtszeit?
    Nicht nur, dass Terim auf taktischer Ebene nichts auf die Reihe kriegt, nein selbst die Transfers und die einfachsten Dinge wie Aufstellungen kriegt er nicht mehr hin.
    Ein Gedson beispielsweise, was viele nicht wissen, muss in jedem Spiel mindestens 75. Minuten auf dem Platz stehen. Er darf vorher nicht ausgewechselt werden! Dabei hat er noch kein bisschen überzeugt, geschweige denn mal irgendetwas gezeigt, was seinen Startelf Einsatz berechtigt. Marcao und Luyindama spielen seit Wochen grottenschlechten Fußball und sind die hauptschuldigen, warum wir gegen Teams wie Ankaragücü und Co. verloren haben.
    DeYedlin und Saracchi spielen unterdurchschnittlich und sind trotzdem gesetzt. Der beste Mann bzw. der Spieler der aktuell die beste Form hat wird durch Etebo ersetzt und keiner kann erklären wieso. Taylan war im Mittelfeld unser Motoröl der alles zum bewegen gebracht hat.
    Wir gewinnen das wichtigste Spiel in der Saison gegen FB und verlieren anschließend gegen die vermeintlichen Absteiger. Nehmen die Big Point aber verschenken die einfachen Punkte, als ob wir Robin Hood wären.
    Terim kann von Glück sprechen, dass BJK verloren hat und somit unsere Minimalchance am Leben bleibt. Erreichen wir das Minimalziel Platz 2 nicht, wird er definitiv nicht bleiben. Sein Platz und sein Vertrag stehen sowieso in den Sternen geschrieben, da zum Saisonende Wahlen sind und keiner weiß, wer der neue Präsident des Teams wird und ob dieser überhaupt mit Terim zusammenarbeiten möchte.

    Wie gesagt trete ich erst mal kürzer und schaue mir die Entwicklung der türkischen Liga eher “offline” an. Da sehe ich momentan einfach schwarz und keine rosige Zukunft. Aktuell schaue ich mir nur noch die spanische und italienische Liga an und bin besonders von Atalanta Bergamo angetan.

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      6. April 2021 um 15:47

      Ach, Kubi… Das gleiche hatte ich auch geschrieben. Das die Geschehnisse der letzten Wochen auch mir den letzten Spaß am türksichen Fussball genommen haben. Fussball ist im türksichen Fussball kein Thema mehr…

      Versuch es bisschen optimistisch zu sehen. Trotzdessen, dass wir seit einem längerem Zeitraum nicht so gut sind, spielen wir dennoch oben mit. Letzte Saison haben wir schlecht gestartet. Zur Rückrunde fingen wir plötzlich an mega zu spielen. Wie ein Wirbelwind haben wir alles weggefegt. Das Spiel gegen Sivas in Sivas. 2-2, wie stark wir waren… Dann kam Corona und die Unterbrechung. Und wir wurden rausgerissen. Ich lege meine Hand ins Feuer und behaupte einfach mal, dass wir safe Meister geworden wären… Klar, man sollte jetzt nicht von früher sprechen.

      Aktuell sind wir wirklich in einem großen Tief drinnen. Terim weiß nicht, wie wir da raus kommen sollen. Eher im gegenteil. Einen Fernandes einfach in die IV zu packen hindert uns eher daran, nach vorne zu kommen. Warum er Ozornwafor nicht vertraut ist mir ein Rätsel. Dann verkauf den Jungen doch, statt ihm Hoffnungen zu machen. Aber stell dir mal vor, wenn wir gut drauf wären… Und da habe ich Hoffnungen. Wir haben keine 20-30 Spieler transferiert… Oder Alles nur mit Leihspielern gespickt… (Onyekuru und Mohamed zähle ich nicht dazu, da sie garantiert gekauft werden). Irgendwann endet dieser ganzer Rotz wieder (Auch wenn man bestimmt wieder was anderes findet um zu diskutieren -.-) Dann kommt vielleicht Buruk. Und er muss nur noch sein System integrieren und einige neue Spieler einbauen. Immer nach vorne schauen 😉 Stell dir mal vor, kommende Saison sind wir eingespielt und gehen richtig ab:

      ———————-Musi———————
      Yedlin———?————-Marcao——–?
      ———————Taylan——————–
      ———Fernandes———Lemina———
      Fegouhli——-Mohamed——–Onyekuru

      Dazu noch Akgün, Ogulcan, Emre Tasdemir, Akbaba, Omar, Kilinc, Emin Bayram, Donk, Kerem, Maybe Falcao…

      An sich kein schlechter Kader… Was wir aktuell auch nicht so sehr haben. Eigentlich reicht der für die Meisterschaft. Die Einstellung ist nur nicht die richtige…

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    5. April 2021 um 17:56 —

    Zu Taylan: Angeblich soll er angeschlagen gewesen sein. Ready zu spielen, doch Terim wollte es nicht riskiseren. Außerdem hatte er die meisten Minuten auf dem Buckel, sodass Terim ihn eine Pause gönnen wollte. Leider ging die Pause zu lange, sodass unser Mittelfeld sehr wacklig wurde.

    Belhanda??? Euer ernst? Ok, er hatte einige Tore und Vorlagen. Doch für welchen Preis? Tausende Fehlpässe, Rote Karten bei wichtigen Spielen, Lustlosigkeit, Provokationen und und und. Außerdem bleibe ich dabei, dass ich denke, dass er nicht nur wegen seinen Aussagen raus gekickt wurde. Das waren bestimmt Ansammlungen von Aktionen der letzten Jahre. Deshalb kann ich nur sagen: Zum Glück sind wir ihn los.

    Systemumstellung: Da gebe ich euch zum Teil Recht. Da ich nämlich das 4-4-2 System bevorzuge. Natürlich verbirgt sich da immer ein hohes Risiko, wenn man das mitten bzw. kurz vor Ende der Saison umstellt.

    Außenverteidiger: Da gebe ich euch recht. Bis auf das mit Mariano… Habt ihr die letzten 1 1/2 Jahre nicht verfolgt? Der hat doch ncihts mehr geschissen bekommen. Schlechte Flanken, schlechte Pässe und schlechte Verteidigung… Ein Saracchi hat sich einfach nciht weiter entwickelt. Eher im gegenteil. Anfangs fand ich ihn noch recht gut. Bis zu seiner großen Verletzung. Danach ging die Kurve nur runter… Bei Yedlin habe ich noch Hoffnung. Er muss nur etwas ruhiger spielen.

    Und euer lezter Pkt: Da gebe ich euch komplett Recht… Leider hat Terim und Cengiz (Vorstand) komplett Ihr Ziel verloren… Cengiz hat wie die Konkurrenz angefangen gegen die Rivalen zu schießen… Terim beschäftigt sich gefühlt mehr mit den Schiris, als mit seinen eigenen Spielern. Ich gebe zu, dass wir die letzten Wochen häufiger verpriffen wurden. Da kommt mir der Tritt an Luyindama (Kopf) in den Sinn. Nur haben wir bei den Niederlagen komplett schlecht gespielt, sodass der Schiri keinen Einfluss drauf hatte…

    Diese Saison sind wir einfach zu unkonstant. Paar Wochen spielen wir solide und holen die Pkt. Und zack, hören wir auf damit und lassen uns über mehrere Wochen gehen… Besiktas hatte einen richtig miesen Start. Danach haben sie sich aufgerappelt und haben von Woche zu Woche ihr Ding durchgezogen. Und das fehlt uns. Außerdem fehlt die richtige Einstellung. Das letzte Spiel hat uns gezeigt, dass einige Spieler sich nicht anstrengen. Außerdem werden solche Spieler (Babel, Belhanda etc.) jeder Woche eingesetzt. Warum wird immer ein Babel eingewechselt. Bis auf diesen Luck-Treffer vor ein paar Wochen hat er uns doch ncihts gezeigt. Ich habe das Gefühl, dass ihm alles andere bis auf seine 3,5 Mil. egal sind.

    Wenn wir uns wieder aufrappeln würden, und die letzten Spiele den Hintern aufreißen, könnten wir es noch schaffen. Da vertraue ich unserem Team und Terim. Nur müssen die sich jetzt komplett darauf fokussieren und sich nicht mehr ablenken lassen. In der Türkei können wir am besten mit so einer Situation umgehen. Nur sieht es echt schwer aus, auch wenn Besiktas so langsam locker lässt.

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