Fenerbahce

Fenerbahce-Youngster Ferdi Kadioglu: „Habe stets um meine Position gekämpft!“


Für 1,4 Millionen Euro im Sommer vor zwei Jahren geholt, sprang in seiner ersten Spielzeit für Fenerbahce nur ein Spiel mit 13 Einsatzminuten im türkischen Pokal heraus. Die Fans äußerten ihren Unmut und hatten sich eigentlich gewünscht, den talentierten Ferdi Kadioglu öfter auf dem Platz zu sehen. In seinen zehn Einsätzen in der (damaligen) U21-Abteilung der Süper Lig konnte er auch keine Scorerpunkte erzielen, so dass viele den damals 18-Jährigen bereits abschrieben. Es war wohl eine ganz schwierige Zeit in seiner Debütsaison, wie er zuletzt im Interview mit dem vereinseigenen Sender „FBTV“ verriet: „Das erste Jahr war wirklich nicht leicht für mich. Ich bin mit 18 Jahren hierher gekommen und durfte nur ein einziges Mal spielen. Für meine Entwicklung war das nicht sonderlich gut. Aber ich habe während dieser Zeit viele Erfahrungen machen dürfen, die mich geprägt haben.“

„Habe stets um meine Position gekämpft“

Der Youngster nahm sich im Sommercamp wohl reichlich was vor, was sich auch auszahlte. Mit wettbewerbsübergreifend 31 Einsätzen (1487 Minuten) sowie sechs Treffern und fünf Vorlagen spielte er sich in den Vordergrund. „In der vergangenen Spielzeit habe ich einen besseren Start erwischt. Dies hatte mich sehr glücklich gemacht, da ich einen guten Auftakt hinlegen musste. Aber im weiteren Verlauf habe ich nicht immer gespielt und war auch nicht immer im Matchkader. Trotzdem kann ich erhobenen Hauptes sagen, dass ich stets um meine Position gekämpft habe. Es wäre wichtig gewesen, dass die Mannschaft auch ihre Ziele erreicht. Hoffentlich wird dieses Jahr einiges anders ablaufen und es gelingt uns unsere Ziele zu erreichen. Für mich persönlich hoffe ich, dass ich die Mannschaft mit meinen Einsätzen und meinem Spiel auf diesem Weg unterstützen kann. Ich möchte natürlich noch mehr Einsätze bekommen, in denen ich Tore und Assists verbuchen kann. Natürlich werde ich auch noch Fehler machen, die mich jedoch weiterbringen werden. Wenn wir Meister werden möchten, müssen wir noch mehr Spiele gewinnen. Wir werden in dieser Spielzeit alles geben, um am Ende den Titel zu holen“, so der offensive Mittelfeldspieler über seine Ziele und die des Klubs.

Kadioglu versteht sich mit Neu-Coach Erol Bulut

Ein unterstützender Faktor für die ganzen persönlichen und gemeinschaftlichen Ziele ist sicherlich auch Neu-Coach Erol Bulut. Der aus Arnhem stammende Niederländer mit türkischen Wurzeln erklärte, dass er mit Bulut eine gute Kommunikation pflegt: „Die Vorbereitungen haben begonnen und wir haben einen guten Beginn hingelegt. Wir haben sehr viele Einheiten und Tests absolviert. Im Testspiel gegen Istanbulspor konnten wir 4:0 gewinnen. Wir haben auch aus diesem Spiel viele positive Dinge mitgenommen. Natürlich gibt es noch einige Sachen, bei denen wir uns verbessern können. Die Einheiten stärken uns bislang insbesondere auf körperlicher Basis. Unser neuer Trainer Erol Bulut spricht Englisch, was für mich von großer Bedeutung ist. Wir haben bislang einen sehr guten Dialog. Sein Staff ist auch wirklich hervorragend. Wir arbeiten unter einer guten Führung. Hoffentlich werden wir großartige Dinge auf die Beine stellen. Bulut hat speziell auf den Ausdruck „Wir“ aufmerksam gemacht. Denn: Wir sind eine Mannschaft und wenn wir etwas erreichen möchten, dann können wir das nur gemeinsam.“


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1 Kommentar

  1. 21. August 2020 um 23:22

    Sowie ich Ferdi verstanden habe, musste er sich beweisen in Form von Scorepunkten. Er musste also Tore und Torvorlagen erzielen, damit er überhaupt eine Chance bekommt.

    Das ist genauso wie, du hast 5-10 Jahre in irgendeinem Bereich studiert, findest dann aber nirgendswo einen Job, weil du keine Berufserfahrung hast. Wie soll man aber zu Berufserfahrung kommen, wenn man nicht eingestellt wird 😀

    Wenn Ferdi Kadioglu keine Einsätze bekommt, kann er auch keine Scorepunkte sammeln.

    Zudem finde ich es absolut Beleidigend, wenn Spieler wie

    Deniz Türüc, Dirar,Garry mehr Spielzeit bekommen aber nicht mehr Scoren können als ein Ferdi Kadioglu.

    Zum Vergleich, nur in der Liga hat

    Ferdi 903 Spielminuten
    Türüc hat 1550 Spielminuten
    Garry hat 1715 Spielminuten
    Dirar hat 2378 Spielminuten

    dabei hat Garry 9 Scorepunkte.
    Ferdi hat 8 Scorepunkte
    Türüc hat 4 Scorepunkte
    Dirar hat 2 Scorepunkte

    Also wenn ich Ferdi wäre, würde ich mir Blöd vorkommen.

    Das macht überhaupt keinen Sinn, Dirar,Garry,Türüc mehr Spielzeit zu geben, wenn diese nicht Scoren.

    Es wird bei Fenerbahce und bei Ersun Yanal nicht nach Leistung entschieden.

    Ich denke das die Großverdiener spielen müssen, damit die Ihren Gehalt rechtfertigen.