Galatasaray

Fatih Terim: “Verzeiht uns dieses Jahr, liebe Galatasaray-Fans!”


Jean Michael Seri legte nach der 1:3-Niederlage gegen Trabzonspor bewusst den Finger in die Wunde, als er sagte: „Unsere Leistungen vor und nach der Pandemie-Pause gehen unglaublich weit auseinander. Vielleicht sind wir an einen Punkt angelangt, an dem wir uns selbst hinterfragen sollten. Galatasaray darf so nicht auftreten!“ In der Tat gehört der türkische Rekordmeister zu den Teams, die nach dem Süper Lig-Restart massiv enttäuschten. Seit sechs Spielen wartet man inzwischen auf einen Sieg. Die Quittung für den Leistungsabfall: Die „Löwen“ werden im kommenden Jahr aller Voraussicht nach nicht an der UEFA Champions League teilnehmen, müssen nach den schlechten Resultaten im Saisonendspurt nun sogar um einen Europa League-Platz bangen.

Terim versteht Feghoulis Platzverweis nicht

Auf Grund der immensen Personalsorgen betrachtete Chefcoach Fatih Terim die Niederlage gegen Trabzonspor recht nüchtern. Ausschlaggebend für den Spielverlauf sei der Platzverweis von Sofiane Feghouli gewesen. „Eigentlich haben wir und die Zuschauer ein tolles Spiel verpasst. Denn bis zur 30. Minute hatten alle viel Spaß. Mit einer völlig unerwarteten Aktion musste Soso dann vom Platz. Danach war klar, dass es nicht einfach wird mit zehn Mann 65 Minuten gegen Trabzonspor zu bestehen. Vor allem bei dieser Hitze und Luftfeuchtigkeit.“ Den Titelkampf erklärte der „Imperator“ schließlich für beendet: „Diese Saison kamen sehr viele Dinge zusammen. Ich bitte unsere Fans um Verzeihung, dieses Jahr werden wir ohne Titel beenden. Inzwischen haben uns die Teams hinter uns auch eingeholt. Doch wir sind Galatasaray und werden bis zum Ende alles geben.“

Marcao vermisst das Spielen vor den Fans

Innenverteidiger Marcao, nach Verletzungspause gegen Trabzonspor zurück in der Startelf, gab sich wie sein Trainer ebenfalls kämpferisch und erklärte nach dem Schlusspfiff: „Es ist nie einfach, nach Verletzungen wieder das erste Mal zu spielen. Galatasaray spielt immer um zu gewinnen und gibt niemals auf. Daher sind wir natürlich enttäuscht. Wir haben noch vier Spiele vor uns und möchten die Saison mit zwölf Punkten so gut es geht zu Ende bringen.“ Der Brasilianer machte noch darauf aufmerksam, wie sehr man den Support der eigenen Anhängerschaft im Türk Telekom-Stadion vermisse: „Das soll keine Ausrede sein, ist aber ein ganz wichtiges Detail. Die Fans sind unser zwölfter Mann und unsere treibende Kraft im Spiel. Doch damit müssen wir jetzt klarkommen und die Situation so akzeptieren, wie sie ist.“

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Erdem Ufak

Erdem Ufak

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