Türkischer Fußball

EM-Quali: Türkei mit Kantersieg gegen Moldawien

Die Türkei hat einen perfekten Start in der EM-Qualifikation für die EURO 2020 hingelegt. In Eskisehir gewann die türkische Elf auch das zweite Gruppenspiel in der Gruppe H. Vor einer lautstarken Kulisse und großartiger Atmosphäre im Stadion besiegte das Team von Nationaltrainer Senol Günes Moldawien souverän mit 4:0.

Türkei mit Doppelschlag

Die türkische Nationalmannschaft hat seine ersten Pflichtaufgaben im Zuge der EM-Qualifikation für die Endrunde 2020 erfüllt. Nach dem 2:0-Erfolg am vergangenen Freitag in Albanien, war die türkische Auswahl auch am Montagabend erfolgreich. Gegen Moldawien begann das Spiel zunächst verhalten. In der sechsten Minute wurde Cenk Tosun nach einem Zuspiel von Burak Yilmaz wegen vermeintlichem Abseits zurückgepfiffen. In der Folge dauerte es eine Weile bis die Partie Fahrt aufnahm, doch dann ging es Schlag auf Schlag. Nach einer spektakulären Vorlage von Hakan Calhanoglu per Fallrückzieher erzielte der aufgerückte Hasan Ali Kaldirim (24.) das 1:0 für die Türkei. Es war das erste Tor des Linksverteidigers von Fenerbahce in seinem 30. Länderspiel. Nur 120 Sekunden später zappelte Ball erneut im Netz der Moldauer. Nach einem schnellen Angriff über Calhanoglu passte Kapitän Yilmaz den Ball über links in den Strafraum und fand mit Tosun (26.) einen dankbaren Abnehmer, der auf 2:0 für die Halbmond-Nation erhöhte.

Calhanoglu scheitert am Pfosten

Und die Hausherren hielten das Tempo aufrecht und kamen weiter zu zahlreichen Chancen. Italien-Legionär Merih Demiral probierte es mit einem hohen Ball hinter die Abwehr der Gäste, wo Tosun nach einer perfekten Ballannahme per Brust direkt abzog und Moldawiens Torhüter Alexei Coselev zu einer Glanztat zwang. In der 44. Minute fuhr die türkische Mannschaft nach einer Balleroberung im Mittelfeld einen schnellen Konter über Calhanoglu und Tosun. Am Ende traf AC Mailand-Profi Calhanoglu unglücklich nur den Pfosten. In der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte kam Tosun zweimal zu gefährlichen Kopfball-Möglichkeiten, die beide nur mit Mühe von Coselev entschärft werden konnten. Zur Halbzeit stand es 2:0 für die Türkei.

Yilmaz vergibt Elfmeter – Türken bauen Führung aus

Nach dem Seitenwechsel ging es ähnlich ereignisreich wie im ersten Durchgang weiter. In der 52. Minute brachte Artiom Rozgoniuc Gegenspieler Yilmaz im eigenen Sechzehner zu Fall. Schiedsrichter Sergii Boiko zeigte auf den Punkt. Der Gefoulte trat selbst zum Elfmeter an, doch Coselev parierte den Strafstoß zur Ecke. Die Erleichterung währte allerdings nicht lang. Den folgenden Eckstoß von Deniz Türüc beförderte Tosun (54.) per Kopf in die Maschen und markierte das 3:0 für die Türken. Türüc (58.) traf nach einer schönen Kombination zwar wenig später auch das Tor. Doch der Mittelfeldspieler aus Kayseri befand sich im Abseits. Dafür glänzte Türüc einige Minuten danach erneut als Vorbereiter. Nach seiner punktgenauen Flanke köpfte Kaan Ayhan (70.) die Türkei zum 4:0. Für den Bundesliga-Spieler von Fortuna Düsseldorf war es ebenfalls seine Tor-Premiere im Nationaltrikot. Die Türkei vergab noch einige weitere Gelegenheiten, so dass der Endstand schließlich 4:0 lautete. Damit weist die Türkei nach zwei Gruppenspielen sechs Punkte in der EM-Qualifikation auf.

Aufstellungen

Türkei: Günok – Celik, Demiral, Ayhan, Kaldirim – Toköz (84. Belözoglu), Tekdemir, Türüc (78. Karaca), Calhanoglu (66. Yazici) – Tosun, Yilmaz

Moldawien: Coselev – Jardan, Rozgoniuc, Posmac, Reabciuk – Ionita, Carp (46. Turcan), Cebotaru, Ginsari (73. Antoniuc), Graur – Ambros (57. Nicolaescu)

Tore: 1:0 Kaldirim (24.), 2:0 Tosun (26.), 3:0 Tosun (30.), 4:0 Ayhan (70.)

Gelbe Karten: Reabciuk, Ionita (Moldawien)

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Anil P. Polat

Anil P. Polat

Stellvertretender Chefredakteur GazeteFutbol
Hürriyet.de-Redaktion

2 Kommentare

  1. Avatar
    27. März 2019 um 11:12 —

    Ich würde den Sieg jetzt nicht so hochjubeln. Klar ist ein 4:0 Sieg schön, aber der Gegner war halt Moldawien. Einen hohen Sieg hatten wir lange nicht mehr, deswegen schön mal wieder so was zu erleben.
    Rein spielerisch hat mir das Spiel mega Spaß gemacht. Mit Lucescu hätten wir glaube ich nicht so hoch gewonnen und bestimmt nicht so schönen Fußball gespielt.
    Der Sieg hätte gerne noch höher ausfallen können, Cenk und Burak hatten ja noch in der ersten Halbzeit einige Chancen gehabt.

    Jetzt geht es in paar Wochen gegen Frankreich, da bin ich echt gespannt wie wir auftreten werden. An einen Sieg denkt keiner, mir ist nur wichtig, dass man sich den Hinter aufreißt und für das Trikot und für die Fans spielt.

  2. Avatar
    25. März 2019 um 23:44 —

    Endlich wieder Siege…!!

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