Süper Lig

Bursaspor-Kampagne: „Wieder an die Spitze“

Der finanziell krisengeschüttelte frühere türkische Meister Bursaspor wandelt auf Fenerbahces Spuren und versucht mit der Spenden-Kampagne „Yeniden Zirveye“ (= „Wieder an die Spitze“) Geld in die leere Vereinskasse zu spülen. Die erfolgreiche “FenerOl”-Spendenkampagne diente dabei als Vorbild. Der Süper Lig-Titelträger von 2010 war in der vergangenen Saison zum Leidwesen der treuen Fans des Klubs aus der Millionenstadt Bursa aus dem türkischen Oberhaus abgestiegen. Mit einem emotionalen Video ruft der grün-weiße Verein die Anhänger der „Krokodile“ auf, dem Verein zu spenden.

Symbolische Summen 

So erhält Bursaspor mit jeder Fan-SMS mit dem Inhalt „Bagis“ (= „Spende“), die an die Nummer 1963 gesendet wird (Gründungsjahr des Klubs) eine Summe von 16 TL (16 = Kennzeichen von Bursa). Bursaspor ist einer von nur drei türkischen Vereinen im Profibereich, der wegen der vorherrschenden wirtschaftliche Notlage noch keine Transfers tätigen konnte und lediglich Spieler abgegeben oder Jugend- und Amateurspieler in den A-Kader hochgezogen hat.

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Anil P. Polat

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Hürriyet.de-Redaktion

2 Kommentare

  1. Avatar
    8. August 2019 um 11:46

    Ihr kennt meine Meinung dazu, wenn Vereine bei ihren Anhängern nach Geld schnorren. Ich würde keinen einzigen Cent für den Verein hergeben, ich unterstütze den Verein schon indem ich jedes Jahr ein Trikot und ein T-Shirt kaufe. Wieso sollte ich dann noch Geld überweisen?
    Und selbst nach so einer Kampagne werden die Vorstände nicht schlauer, man macht immer noch die ein und die selben Fehler. Und ganz nebenbei, den Leuten in der Türkei geht es ohnehin schon scheiße genug und man zieht denen noch das Geld aus der Hosentasche.

    Kleine Spaßfrage: Wenn morgen die Schulden der türkischen Vereine gelöscht werden, sprich jeder Verein ist bei plus minus 0. Was denkt ihr wie lange das dauert, bis der erste Verein sich wieder verschuldet?

  2. Avatar
    8. August 2019 um 11:28

    Erstens, ist Galatasaray der Vorreiter wenn es ums anbetteln der eigenen Anhänger geht, ergo hat Bursa diese Aktion nicht bei Fenerbahce abgeguckt.

    Zweitens….Com on! Nenn es doch nicht “bağış”. Das klingt richtig nach betteln. Okey, faktisch gesehen handelt es sich hier um eine Bettelei, aber man kann es doch Marketing technisch verschönern. Nenn es doch lieber “destek” oder so ähnlich. So wirkt das alles etwas würdevoller.