Besiktas

Besiktas-Coach Avci: „Eine sehr schmerzhafte Phase“

Am Donnerstagabend trifft der sportlich und wirtschaftlich angeschlagene Istanbuler Traditionsverein Besiktas in der UEFA Europa League am zweiten Spieltag der Gruppenphase auf die Wolverhampton Wanderers aus England. Der 15-malige türkische Meister erlebt eine nie dagewesene Krise in der Liga. Nie zuvor ist man derart schlecht in eine Süper Lig-Saison gestartet. Auch zum Auftakt in der Europa League hat man sich nicht mit Ruhm bekleckert, als man in Bratislava eine bittere 2:4-Niederlage gegen den Außenseiter kassierte.

Avci mit Selbstreflexion

Der massiv in der Kritik stehende Neu-Trainer Abdullah Avci weiß um die Brisanz der aktuellen Situation bei Besiktas. Es müsse endlich eine Reaktion von der Mannschaft kommen, um die sportliche Talfahrt zu stoppen: „Das Leben bieten einem jeden Tag neue Chancen. Das Spiel gegen Wolverhampton ist solch eine Möglichkeit. Wir müssen bis zum Anpfiff sehen, wie es Burak Yilmaz geht. Er hat ohne Testspiele zu bestreiten, Pflichtspiele absolviert. Seine Werte werden uns über seinen Zustand Aufschluss geben.

Auch bei Ruiz werden wir schauen, aber spätestens am Wochenende ist er wieder einsatzbereit. Wir werden wohl auf drei oder vier Positionen rotieren. Ich hinterfrage mein Team. 14 Gegentore zuletzt, das geht einfach nicht. Das heutige Stellungsspiel sieht bei Ballbesitz und ohne ganz anders aus. Je nachdem nimmt man unterschiedliche Positionen ein. Ich bin der einzige Trainer, der bei fünf Mannschaften fünf verschiedene Systeme gespielt hat. Ich will da gar nicht weiter drauf eingehen. Wir durchleben eine schwere Phase. Ich hinterfrage meine Spieler und mich selbst“, so der 56-Jährige auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Europapokal-Begegnung.

Sportliches Loch: Hutchinson will positives Leuchtfeuer entfachen

BJK-Mittelfeldmotor Atiba Hutchinson hofft ebenfalls, dass die Mannschaft sich endlich mit einer guten Leistung und einem Erfolg zurückmeldet: „Wir wollen einen guten Start bei unserem erstes Heimspiel hinlegen. Im ersten Gruppenspiel haben wir nicht das gewünschte Resultat geholt. Mit einem Sieg zuhause wollen wir uns zurückmelden. Wir treffen auf einen ernstzunehmenden Gegner. Ich bin schon sehr lange bei diesem Klub. Es gibt immer Höhen und Tiefen. Im Moment erleben wir eine solche Tiefphase. Wir sind damit absolut unglücklich. Mit einem Sieg könnten wir schnell aus diesem Loch herauskommen. Das Spiel gegen Wolverhampton ist solch eine Gelegenheit. Wir müssen für uns und die Fans kämpfen. Der Funke muss schnell überspringen“, betonte der Kanadier die Bedeutung der Partie.

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Anil P. Polat

Anil P. Polat

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Hürriyet.de-Redaktion

2 Kommentare

  1. Avatar
    3. Oktober 2019 um 20:54

    Nach 10 Minuten voller Langeweile beim BJK Spiel habe ich dann zum Spiel Akbil:Gladbach umgeschaltet, weil ich das keine Sekunde länger ertragen konnte und nach 10 Minuten wusste ich auch, das die kein Tor schießen.

    Und jetzt haben sie sogar gegen Wolverhampton 0:1 verloren und es gab wieder keinen türkischen Europapokal Treffer, das ist doch ein Problem oder nicht? Wie sollen wir denn ohne türkische Tore den einen CL Direktquali Platz halten?

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      4. Oktober 2019 um 11:09

      Ganz einfach: Gar nicht.
      Der türkische Fußball ist am Boden und wird auch keinen Fuß fassen in Europa, da der Fisch vom Kopf her stinkt. Jeder der denkt der türkische Fußball hätte aktuell irgendeine Relevanz im internationalen Vergleich lebt in der Vergangenheit. Das wird sich meiner Meinung nach in absehbarer Zeit auch nicht ändern.