Besiktas

Besiktas: Amsterdam absoluter Angstgegner – Coach Yalcin: „Sind unzufrieden mit Teixeira“


Wieder nichts zu holen für den türkischen Meister Besiktas in der UEFA Champions League. Die Istanbuler verloren erneut nach einem ordentlichen Start, wie so oft in dieser Saison. Gegen Ajax Amsterdam mussten die Türken nach einer 1:0-Führung zur Halbzeit noch eine 1:2-Heimniederlage hinnehmen. Bislang verloren die „Schwarzen Adler“ vom Bosporus in ihrer Europapokal-Geschichte am häufigsten gegen Dynamo Kiew (sechs Mal). Allerdings gewann man in der Vergangenheit auch schon gegen die Ukrainer. Anders sieht es gegen Amsterdam aus. Gegen die Niederländer haben die Schwarz-Weißen nun alle sechs Vergleiche verloren. Ajax kann man daher wohl getrost als Angstgegner von Besiktas bezeichnen.

Europapokal-Krise hält an

Noch enttäuschender ist der Trend im Europapokal für den Klub vom Dolmabahce-Palast. Von den letzten acht Begegnungen auf europäischer Bühne verlor man sieben und holte ein Unentschieden. Von den vergangenen 18 Europapokalspielen gewann man lediglich zwei und musste 14 Mal den Platz als Verlierer verlassen. Besser sieht es konsequenterweise auch nicht für BJK-Trainer Sergen Yalcin aus. In insgesamt sieben Europapokalpartien an der Seitenlinie von Besiktas setzte es sechs Pleiten bei einem einzigen Unentschieden (1:1 gegen Rio Ave) für den 49-Jährigen. Besonders bitter: Besiktas verpasste in der Champions League-Gruppenphase Einnahmen von bis zu 11,2 Millionen Euro (ca. 151 Mio. TL), da es für jeden Gruppensieg 2,8 Millionen Euro (ca. 38 Mio. TL) gibt. Selbst bei einem Unentschieden hätte es 930.000 Euro (ca. 12,5 Mio. TL) gegeben. Die letzte Chance auf eine Prämie gibt es am 7. Dezember in Dortmund.

Kritik an Teixeira und Larin

Entsprechend unzufrieden ist Yalcin mit der Leistung seiner Schützlinge und vor allem auch von der Performance von Alex Teixeira, von dem man sich viel versprochen hatte: „Von Teixeira müssen wir ganz andere Dinge erwarten, da er ein besonderer Spieler ist. Er hat lange in China gespielt, das ist nicht leicht für ihn. Auch er muss sich zusammenreißen und sich ins Spiel integrieren. Vielleicht kann er in der zweiten Saisonhälfte seine früheren Leistungen abrufen und uns helfen“, so Yalcin nach der Pleite gegen Amsterdam. Die Niederlage gegen Ajax kommentierte Yalcin indes wie folgt: „Es war schön zu sehen, dass unsere Spieler trotz der Krise, in der wir uns befinden, so ein Engagement gezeigt haben. Unser Gegner hat seine Chancen genutzt. Hätten wir das zweite Tor erzielt, hätten wir das Spiel womöglich zu unseren Gunsten entscheiden können. Aber auf diesem Niveau wird so etwas bestraft. Für uns war es keine gute Champions League-Saison. Dieses Kapitel schließen wir für diese Saison. Jetzt müssen wir uns auf die Liga fokussieren und dort Wege finden, um zu gewinnen. Hätte Larin getroffen, wäre das Spiel wohl nicht mehr gekippt, denn von da zurückzukommen, ist nicht leicht. Wenn du eine Möglichkeit bekommst, musst du sie nutzen. Wir werden aktuell vom Pech verfolgt. Jeder Ball, der auf unser Tor kommt, ist drin. Und wir können die Dinger vorne nicht reinmachen.“

Yalcin ätzt gegen den VAR-Einsatz in der Süper Lig

Vielmehr als das Abschneiden in der „Königsklasse“ kritisierte Yalcin den Einsatz des Videoassistenten (VAR) in der türkischen Liga: „Der in der Schlussphase gegen uns gepfiffene Elfer im Galatasaray-Spiel, unser nicht gegebener Strafstoß gegen Alanya, weil der VAR sich nicht eingeschaltet hat, war gleich zu Beginn ein hundertprozentiger Elfer. Der VAR muss sich einschalten. Im Galatasaray-Match war der VAR bei der gleichen Szene sofort aktiv. Davor im Spiel gab es zwei glasklare Elfer für uns. Warum auch immer, ist der VAR bei uns nicht aktiv. Im TV werden die Szenen nicht gezeigt, sondern erst nach dem Spiel. Wir wollen die TFF-Aufnahmen. Sie sagen, der TV-Rechteinhaber hat die Aufnahmen gelöscht. Ein großer Klub wie Besiktas spielt so viele Spiele. Wir sind pausenlos im gegnerischen Strafraum und nicht in einer einzigen Szene wird vom VAR zu unseren Gunsten interveniert. Bei ausgeglichenen Spielen, in den Schlüsselmomenten, wird nie ein Elfmeter für uns gepfiffen“, machte Yalcin seiner Verärgerung Luft.

Mert Günok glaubt an Ende der Negativserie

Torhüter Mert Günok ist derweil überzeugt, dass auch diese schlechte Serie irgendwann ein Ende finden muss: „Wir sind gut ins Spiel gestartet und haben das lange so fortgesetzt. Wir haben nach 90 Minuten verloren, weil auf diesem Niveau kleinste Fehler sofort bestraft werden. Der zweite Gegentreffer war etwas Pech. So ein Tor wollten wir nicht kassieren. Jeder negative Lauf hat irgendwann ein Ende. Ich denke, wir haben diese Signale gesendet. Wir haben versprochen aufzustehen. Mit dem kommenden Ligaspiel müssen wir eine positive Serie starten. Es ist wichtig zu spielen. Ich habe diese Einsatzminuten gebraucht. Ich weiß, dass ich besser werde, umso mehr ich spiele. Die Entscheidung liegt bei Sergen Yalcin. Wann immer er mir eine Chance gibt, werde ich alles geben. Ersin Destanoglu und ich haben einen guten Wettstreit. Ich habe gut gespielt, aber ich hätte lieber gewonnen. Nun müssen wir nach vorne schauen.“


GazeteFutbol gibt es jetzt auch als APP – Jetzt runterladen!


Schnäppchenjäger aufgepasst: Alle Türkei-Shirts in unserem EM-Shop sind im SALE. Dazu gibt es noch einen 20 Prozent-Rabattcode von uns: GF2020

Schaut rein 👉 https://gazetefutbol.de/shop/

Jetzt für 19,99 EUR

Jetzt für 19,99 EUR


Vorheriger Beitrag

EL: Fenerbahce will in Griechenland Revanche gegen Olympiakos

Nächster Beitrag

Volkan Uluc und Türkgücü München: Der richtige Mann am richtigen Ort?

4 Kommentare

  1. 25. November 2021 um 19:36 —

    Die Ausrede mit Teixeira und China ist lächerlich, ein Kim spielte bis heute noch nie in Europa und liefert ab.

    Teixeira kam um abzukassieren und das tut er nun. Unsere türkischen Club Bosse haben bis heute nicht begriffen das diese Söldner uns nur auf der Tasche sitzen. Der letzt Ü30er der wirklich viel gerissen hat und sein Geld absolut wert war ist und bleibt Mario Gomez

  2. 25. November 2021 um 18:42 —

    „Besiktas hat eine Ausnahme beantragt, damit Vida mitspielen darf. Er ist so hässlich, dass er normalerweise nicht spielen darf, weil Kinder zuschauen“, begann de Vos seine Übertragung beim niederländischen Sender Ziggo Sport.

    Der Spruch des Kommentators, der in den Niederlanden für seine durchaus umstrittene Art bekannt ist, löste in der kroatischen Heimat Vidas heftige Reaktionen aus. „Warum macht er diesen Job? Was für ein skandalöser Auftritt des Kommentators“, schrieb die Sportplattform Gol. „Der Sieg von Ajax wurde von einer schändlichen Leistung von Sierd de Vos überschattet.“

    Krass, heute mitbekommen das ist ja eine absolute Frechheit!

    • 25. November 2021 um 19:28

      Finde das mega witzig. Auch wenn es sehr verletzend ist. Ich glaube Vida kommt darüber hinweg, der tröstest sich dann mit dem Geld das er nach diesem Kommentar mit Sicherheit bekommen wird.

  3. 25. November 2021 um 14:01 —

    Schon klar ein Adler ist ein Vogel… aber diesen Vogel Sergen und seine unverschämte Art müssen wir abschießen…

    Es läuft nicht in der CL? Er stellt den Kader und die taktische Marschroute auf. Er stellt den Kader zusammen. Er stellt Spieler wie Ljajic aufs Abstellgleis und lässt sie weiter bezahlen. Und anstatt das er jetzt die Verantwortung übernimmt sucht er einen Schuldigen und das sind 2 seiner Spieler?

    Es läuft nicht in der Liga ? Der VAR ist schuld…

    Wie lange muss ich als Fan dieses Vereins das noch dulden… der soll sich verpissen… man kann doch wohl einmal einen Profi holen, oder?

Schreibe ein Kommentar