Süper Lig

Basaksehir und Antalya beenden Durststrecke – Wichtige Siege für Kayseri und Genclerbirligi!


Yukatel Denizlispor – HES Kablo Kayserispor 0:1

Wie sagte Ex-Manchester United-Coach Sir Alex Ferguson einst so schön: „Statistiken sind wie Miniröcke – sie zeigen nicht alles.“ So in etwa kann man diesen legendären Spruch auf die Partie zwischen Yukatel Denizlispor und HES Kablo Kayserispor übertragen. Trotz mehr Ballbesitz (62 Prozent), mehr Abschlüssen (14), mehr Pässen (531), mehr gewonnenen Zweikämpfen (54 Prozent), mehr Torraumszenen (16), mehr Flanken (30) und einer besseren Passquote (86 Prozent) verlor die Heimmannschaft das so wichtige Kellerduell. Die Gelb-Roten aus Kayseri verbessern sich somit auf den vorletzten Tabellenplatz und haben nun die gleiche Punktzahl wie die „Hähne“ (13 Punkte). Zudem ist man endlich die „Rote Laterne“ los. Neues Schlusslicht der Süper Lig ist Büyüksehir Belediye Erzurumspor. Den Treffer des Tages für die „Wölfe“ erzielte Pedro Henrique in der 21. Minute nach schöner Vorarbeit durch den früheren englischen Nationalspieler Aaron Lennon. Ein paar Minuten zuvor war noch der Führungstreffer der Gastgeber von Hugo Rodallega aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt worden. Am Wochenende geht es für Denizlispor ans Schwarze Meer zu Caykur Rizespor, während Kayserispor Yeni Malatyaspor empfängt.

+++ Spieltag und Tabelle im Überblick +++
Aufstellungen

Denizlispor: Pantilimon – Bergdich, Özkal, Leismann, Lopes – Özdemir (46. Dossevi), Bakalorz (72. Sacko), Sagal, Niyaz, Mesanovic – Rodallega

Kayserispor: Alemdar – Behich, Kolovetsios, Sapunaru, Kvrzic – Campanharo, Ackah, Henrique (90. Parlak), Avramovski (76. Fernandes), Lennon (90. Korkmaz) – Alibec (82. Kanga)

Tore: 0:1 Henrique (21.)

Gelbe Karten: Özkal, Leismann (Denizlispor) – Alibec, Henrique, Ackah, Avramovski, Alemdar, Korkmaz (Kayserispor)


Medipol Basaksehir – Büyüksehir Belediye Erzurumspor 1:0

Nach sieben Spielen infolge ohne Sieg (vier Niederlagen und drei Remis) konnte Basaksehir die lange Durststrecke gegen BB Erzurumspor beenden. Frederik Gulbrandsen erzielte den Treffer des Tages kurz vor der Halbzeitpause. Zuvor hatte der Norweger noch eine Riesenchance liegen lassen. Mit seinem sechsten Treffer im 14. Spiel lässt der Ex-Salzburger seinen Meistertrainer Okan Buruk aufatmen. Auch im weiteren Verlauf hatten die Blau-Weißen keine Antwort auf das Spiel der Istanbuler. Der Meister hätte acht Minuten vor dem Ende alles klar machen müssen. Allerdings setzte Deniz Türüc im Eins-gegen-Eins mit Keeper Fabian Farnolle den Ball neben den Torpfosten. Der langersehnte Dreier katapultiert den Titelverteidiger somit vom 17. auf den 14. Tabellenplatz. Erzurumspor ist hingegen unter der Leitung von Neu-Coach Mesut Bakkal nun das neue Schlusslicht der Tabelle. Zudem bekommen es die Blau-Weißen am nächsten Spieltag mit Fenerbahce zu tun und stehen wieder vor einer Mammutaufgabe. Am kommenden Sonntag muss Basaksehir indes in der Hauptstadt bei MKE Ankaragücü ran.

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Aufstellungen

Basaksehir: Babacan – Kaldirim, Epureanu, Ponck, Türüc (89. Okechukwu) – Özcan, Tekdemir (88. Topal), Chadli (75. Aleksic), Kahveci, Visca (88. Ucar) – Gulbrandsen (66. Crivelli)

Erzurumspor: Farnolle – Schwechlen, Teikeu (81. Albayrak), Hatipoglu, Alkilic – Donald (65. Boumal), Celik (80. Karakullukcu), Novikovas, Obertan, Bassan (64. Kanak) – Gomes (65. Sismanoglu)

Tore: 1:0 Gulbrandsen (40.)

Gelbe Karten: Kahveci (Basaksehir) – Celik (Erzurumspor)


Genclerbirligi – Atakas Hatayspor 3:1

In den vergangenen beiden Spielen hatte Aaron Boupendza durch sechs Treffer auf sich aufmerksam gemacht. Auch am Mittwochnachmittag war es erneut der 24-jährige Gabuner, der die 1:0-Führung der Gäste in der 25. Minute mit einem sehenswerten Treffer herbeiführte. Der frühere Bordeaux-Spieler kommt in der Süper Lig nun auf zehn Tore in 14 Begegnungen. Allerdings sollte es im weiteren Verlauf nicht ganz so positiv für Hatayspor verlaufen. Genclerbirligi drückte noch vor dem Kabinengang auf den Ausgleichstreffer. Zunächst wurde noch ein Tor von Giovanni Sio aufgrund eines Handspiels zuvor annulliert. In der 42. Minute wurde Torwart Munir nach einem unerklärlichen Tritt ins Gesicht des Genclerbirligi-Spielers Arda Kizildag des Feldes verwiesen. Der Hauptstadt-Vertreter bekam daraufhin einen Strafstoß zugesprochen, den Robert Piris zum 1:1-Halbzeitergebnis verwandelte.

Nach dem Seitenwechsel gab es erneut einen Elfmeter für die Rot-Schwarzen. Dieses Mal hieß der Übeltäter Alexandros Katranis, der Mattias Johansson im Strafraum zu Fall brachte. Piris durfte wieder ran und traf zum 2:1. Im Anschluss entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch. Sowohl die Truppe von Mustafa Kaplan als auch die Schützlinge des gebürtigen Kasselers Ömer Erdogan erspielten sich klare Torchancen. Die beiden Torhüter um Kristoffer Nordfeldt und Ersatzmann Akin Alkan stellten ihr ganzes Können unter Beweis. Sechs Minuten vor dem Ende erhöhte Genclerbirligi schließlich auf 3:1. Der Treffer von Sio besiegelte zugleich das Endergebnis.

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Aufstellungen

Genclerbirligi: Nordfeldt – Polomat, Toure, Johansson – Dikmen (92. Seyhan), Piris, Yilmaz (86. Berisbek), Candeias, Ayite (72. Furman) – Sio (90. Altiparmak)

Hatayspor: Munir – Katranis (62. Caytemel), Pablo, Billong (62. Örnek), Popov – Aabid, Ribeiro, Boupendza, Traore (45. Alkan), David – Diouf (37. Ilgaz)

Tore: 0:1 Boupendza (25.), 1:1 Piris (45./FE), 2:1 Piris (54./FE), 3:1 Sio (84.)

Gelbe Karten: Johansson, Dikmen, Ayite, Candeias, Sio (Genclerbirligi) – Pablo, Akintola (Hatayspor)

Rote Karte: Munir (43./Hatayspor)


Fraport-TAV Antalyaspor – Fatih Karagümrük 3:1

Im letzten Mittwochabendspiel bezwang Antalyaspor in den eigenen vier Wänden Fatih Karagümrük mit 3:1. Nach drei sieglosen Spielen infolge mit unter anderem der Schmach gegen Hatayspor (0:6) geht es für Coach Ersun Yanal und seine Schützlinge wieder aufwärts. Bereits gegen Rekordmeister Galatasaray hatte man mit einem defensiven Kollektivauftreten einen Punkt ergattern können. Nun konnte man gegen eine weitere Istanbuler Mannschaft den Platz als Sieger verlassen. Trotz eines Rückstands durch einen schönen Freistoßtreffer von Jure Balkovec (10.) und mit 39,3 Prozent weniger Ballbesitz gelang es dem Mittelmeer-Vertreter die Partie trotzdem zu drehen. In der 19. Minute glichen die „Skorpione“ zunächst mit einem Handelfmeter aus. Hakan Özmert trat an und leitete die Aufholjagd ein. In der 37. Minute war es dann Gökdeniz Bayrakdar, der die Begegnung noch vor der Halbzeitpause auf den Kopf stellte.

Nach dem Seitenwechsel hatten beide Mannschaften die Möglichkeit den einen oder anderen Treffer zu erzielen. Doch die Torhüter Emiliano Viviano und Ruud Boffin zeigten sich von ihrer starken Seite. 20 Minuten vor dem Ende setzte Eren Albayrak schließlich mit einem Weitschuss und der Hilfe des Pfostens den Deckel drauf. Durch den Sieg befreien sich die Rot-Weißen aus der Gefahrenzone und sind nun auf dem 17. Tabellenplatz (18 Punkte). Karagümrük hingegen ist jetzt seit drei Spielen ohne Sieg und befindet sich in einem kurzzeitigen Formtief. Mit 21 Punkten ist man nun auf dem neunten Rang zuhause. Am nächsten Spieltag müssen Nuri Sahin, Lukas Podolski & Co. bei Göztepe ran, während die Istanbuler um Lucas Biglia Ittifak Holding Konyaspor zu Gast haben.

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Aufstellungen

Antalyaspor: Boffin – Kudryashov, Naldo, Sari, Balci – Sahin (87. Podolski), Özmert, Amilton (90. Imeri), Bayrakdar, Sinik (64. Albayrak) – Orgill

Karagümrük: Viviano – Balkovec, Roco, Campi, Hedenstad (46. Civelek) – Ndiaye (82. Bertolacci), Altinay (53. Colak), Borini, Biglia, Ndao – Sobiech (66. Erdinc)

Tore: 0:1 Balkovec (10.), 1:1 Özmert (19./HE), 2:1 Bayrakdar (37.), 3:1 Albayrak (71.)

Gelbe Karten: Sahin (Antalyaspor) – Altinay, Roco, Colak (Karagümrük)

Rote Karte: Roco (84./Karagümrük)


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