Trabzonspor

Avci weist Kritiker zurecht: „Verstehe die Untergangsstimmung nicht, alles läuft nach Plan“

14 Punkte Vorsprung hat Trabzonspor auf Verfolger Fenerbahce bei noch fünf zu absolvierenden Partien, wobei die Gelb-Marineblauen den Rückstand mit einem Sieg über Göztepe nochmals auf elf Zähler verkürzen könnten. Trotz vier sieglosen Spielen in Folge ist dem Schwarzmeerklub die Meisterschaft somit eigentlich nicht mehr zu nehmen. Es sei denn, Trabzonspor schafft es nicht, vier Punkte aus den letzten fünf Spielen zu holen.

Abdullah Avci demonstriert Gelassenheit

Nach dem 1:1-Remis im Heimspiel gegen VavaCars Fatih Karagümrük nahm sich Trabzon-Coach Abdullah Avci die Kritiker vor, die sein Team seit einigen Wochen in einer Krise wähnen wollen: „Vor diesem Spiel haben wir fünf Punkte gebraucht, jetzt sind es vier. Es ist nichts verloren und wir stehen auch nicht in irgendeiner Weise unter Stress. Ich kann die Untergangsstimmung aktuell nicht verstehen. Heißt das jetzt, dass unsere Verfolger all ihre Spiele gewinnen und wir keine vier Punkte holen werden? Ich denke nicht. Wir sind eine gute Mannschaft. Womöglich gewinnen wir das nächste Auswärtsspiel und die Sache ist endgültig gegessen.“ Avci weiter: „Unser Spiel in der zweiten Halbzeit war meisterlich. Die Statistiken, der gegnerische Strafraum, Flanken und Torchancen. So spielt ein Meister. Wir haben keinerlei Selbstzweifel.“

Volkan Demirel noch ohne Niederlage gegen Trabzonspor

Eine bemerkenswerte Statistik kann auf der Gegenseite Karagümrük-Coach Volkan Demirel aufweisen. Der 40-jährige Ex-Torwart hat in seiner bisherigen Laufbahn noch nie gegen Trabzonspor verloren – weder als Profi noch als Coach (25 Spiele, 14 Siege, 11 Unentschieden). Atilay Canel, der bei den Istanbulern üblicherweise die Pressekonferenzen abhält, sprach nach dem 1:1 in Trabzon sogar von zwei verlorenen Punkten. „Es war ein Taktik-Kampf. Wären wir bei unseren Vorstoßen etwas präziser, hätten wir den zweiten oder dritten Treffer machen können. Heute haben vier Spieler gefehlt. Vor allem Emre Mor haben wir vermisst. Daher sind wir glücklich mit dem einen Punkt. Dennoch glaube ich, dass wir heute näher am Sieg dran waren.“

Spielerstimmen

Stefano Denswil (Trabzonspor): „Ich habe gespaltene Gefühle, denn wir wollten unbedingt die drei Punkte. Heute haben wir alles versucht, es hat nicht gereicht. Trotz gutem Beginn haben wir die erste Halbzeit mit einem Rückstand beendet. Im zweiten Durchgang haben wir früh getroffen und hatten danach genug Chancen auf den Siegtreffer.“

Serkan Asan (Trabzonspor): „Trabzon ist ungeduldig, das wissen wir. Auch wir möchten so schnell wie möglich Meister werden und warten, bis es offiziell wird. Wir sind ja schon 2010/11 Meister geworden, haben damals aber unseren Pokal nicht bekommen. So wie die ganze Stadt warten auch wir sehnsüchtig darauf.“

Emiliano Viviano (Fatih Karagümrük): „Vor allem in der zweiten Halbzeit mussten wir leiden. Trabzonspor kam mit aller Macht, doch das war klar. Ich sage es schon seit Saisonbeginn: Trabzonspor steht verdient ganz oben. Sie sind der verdiente Meister. Wir für unseren Teil haben heute alles gegeben.“

Vitor Hugo (Trabzonspor): „Ich freue mich über mein Tor, doch noch viel mehr hätte ich mich über einen Sieg gefreut. Aber ich hatte heute Spaß an unserem Spiel. Wir haben alles versucht, der Lucky Punch hat leider gefehlt. Uns allen ist klar, dass wir den Meistertitel schon geholt haben. Jetzt konzentrieren wir uns auf das Pokalspiel unter der Woche.“

Edin Visca (Trabzonspor): „30 Torschüsse und ein überlegenes Spiel. Manchmal will der Ball eben nicht rein. Auch das gehört dazu. Meiner Meinung nach haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Wir müssen unsere Ernsthaftigkeit bewahren und uns von Stress fernhalten. Jetzt zählt nur das Pokalspiel. Wir wollen das Double.“





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2 Kommentare

  1. 16. April 2022 um 12:58 —

    Genau deswegen ist Avci für mich ein Loser Trainer…

    Sry, klar haben sie diese Saison den besten Fussball gezeigt. Doch zum Schluss verkackt er immer, wenn es mal gut läuft. Was wäre, wenn Gala, Besiktas und Fener ganz nah dran wären??? Dann würde er safe verkacken. Und damit meine ich nicht, dass sie nur Meister werden, weil die anderen schlecht sind.

    • 18. April 2022 um 13:28

      Ich vertrete die gleiche Meinung 👍

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