Trabzonspor

Abdullah Avci: „Wir haben nur drei Punkte gewonnen, nichts weiter“


Im Lager von Trabzospor herrschte nach dem wichtigen 2:1-Sieg bei Titelverteidiger Besiktas große Freude. Das Team ist weiterhin ungeschlagen in der Süper Lig und auswärts sogar mittlerweile seit 377 Tagen und 24 Begegnungen (14 Siege, zehn Remis) ohne Niederlage. Zudem vergrößerte man den Abstand zum amtierenden Meister auf zehn Zähler. Nach langer Zeit herrscht bei den Bordeauxrot-Blauen wieder große und berechtigte Hoffnung auf die Meisterschaft. Doch die späte Gelb-Rote Karte von Stammkeeper Ugurcan Cakir und die Beleidigungen von den Zuschauerrängen trübten die Feierlaune etwas.

Avci kritisiert Zurufe der BJK-Fans von den Tribünen

Auch Cheftrainer Abdullah Avci dämpfte etwas die Euphorie und betonte, dass man noch keinen Titel sicher habe und lediglich eine Partie erfolgreich beendet hätte. Dazu kritisierte der 58-Jährige die BJK-Fans für ihr Verhalten: „Weder Ugurcan noch seine Mutter oder ich verdienen diese Behandlung. Ugurcan ist unser Nationaltorhüter. Ich war Trainer hier und habe großen Respekt vor Besiktas. Ich denke, es war ein emotionaler Ausbruch aus dem Augenblick heraus“, so Avci. „Wir haben gegen den Double-Sieger von vor fünf Monaten gespielt, der seinen Kader noch verstärkt hat. Aufs und Abs sind da ganz natürlich. Figuren wie Sergen Yalcin entstehen nicht leicht, er verdient viel Unterstützung und Rückhalt. Zum Spiel: Heute haben wir drei Punkte gewonnen, nichts weiter. Jeder stellt uns anders da, aber noch ist es ein langer Marathon. Es ist erst ein Drittel der Saison beendet. Besiktas wird wieder im Meisterkampf vertreten sein. Wir haben die Trabzonspor-Fans glücklich gemacht. Sie unterstützen uns sehr und verdienen diese Freude. Heute haben wir mit fünf türkischen Spielern begonnen. Wir haben einen fruchtbaren Boden in Trabzon, was die inländischen Spieler betrifft. Sie stammen aus Trabzon und sind emotional besonders engagiert. Ich versuche ihnen Balance beizubringen. Ein ruhiges, ausgeglichenes Spiel. Geduld wird uns zu weiteren Erfolgen führen. Heute haben wir nur drei Punkte gewonnen, drei wichtige Punkte.“

Kaderverstärkung soll im Januar kommen

Außerdem kündigte Avci weitere Transfers in der Winterpause an: „Es war vorherzusehen, dass wir uns vielen Chancen des Gegners gegenüberstehen. Umut Meras und Larin über links, Rosier über rechts haben viele Angriffe eingeleitet und Flanken geschlagen. Es war klar, dass man so Möglichkeiten zulässt. Heute waren sieben, acht Spieler von Besiktas nur zu 70-80 Prozent ausgeruht. Außer ihrem Stürmer waren sie in Bestbesetzung. Diese Reisen für sie sind nicht leicht. Ich denke, diesen Vorteil konnten wir etwas nutzen. Wir wollten sicherlich nicht durch die am Boden liegenden Spieler wie Hüseyin Türkmen oder Bakasetas Zeit schinden. Für mich ist nur wichtig, dass die Spieler ruhig und geduldig den Spielplan umsetzen. Noch haben wir Baustellen im Team. Wir arbeiten bereits mit Hochdruck an Transfers für den Winter. Für den zweiten Spielbereich suchen wir nach Spielern. Wenn wir soweit sind, werden wir uns dazu äußern.“

Spielerstimmen

Andreas Cornelius (Stürmer, Trabzonspor): „Heute haben wir eines der wichtigsten Spiele der Liga gespielt. Wir spielen um die Tabellenführung und haben wichtige drei Punkte geholt. Ich widme meinen Treffer meiner Frau und meinem Baby. Ich habe den Ball erst Nwakaeme gegeben, denn wenn er den Ball hat, laufen alle Gegenspieler auf ihn zu.“

Anthony Nwakaeme (Flügelspieler, Trabzonspor): „Als ich den Ball erhielt, habe ich nicht darüber nachgedacht, ob ich nochmal abspiele oder nicht. Es war eine spontane Entscheidung aus der Situation heraus. In diesem Moment war Cornelius plötzlich völlig frei und ich habe den Ball zu ihm rüber geschoben.“

Abdülkadir Ömür (Flügelspieler, Trabzonspor): „Wir wollten den Punkteabstand zu unserem Rivalen erhöhen. Selbst wenn wir verloren hätten, hätten wir die Tabellenführung nicht verloren. Aber wir haben uns daran gewöhnt, zu gewinnen. Wir haben uns gut vorbereitet und das Spiel gewonnen. Es macht keinen Unterschied, ob in- oder ausländische Spieler spielen. Es bringt uns Erfolg. Die Spiele im Vodafone Park verlaufen immer sehr schön. Wir haben großen Respekt vor Besiktas.“




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