Fenerbahce

Ali Koc: Drei Trainerkandidaten für Fener – vorerst kein Auslands-Transfer

Erstmals wurde die Mitgliederversammlung von Fenerbahce online abgehalten. Neben diversen Mitgliedern und Vereinsfunktionären kam dabei auch Klubboss Ali Koc zu Wort und äußerte sich unter anderem zur anstehenden Trainersuche: „Derzeit führen wir Gespräche mit drei Trainern. Wir wollen einen jungen, hungrigen Coach. Einen, der die Liga kennt oder sich schnell der Süper Lig anpassen kann“, so Koc. Namen nannte der Vereinspräsident allerdings nicht, führte lediglich das Trainerprofil aus. „Einer zwischen 40 und 50 Jahren, der verschiedene Spielausrichtungen parat hat und diese umsetzen lassen kann. Außerdem soll er für eine gesunde Konkurrenz innerhalb des Teams sorgen. Jeder Spieler muss das Gefühl haben, dass er die Chance hat zu spielen.“


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Fenerbahce sucht neue Spieler in der Türkei

Der 53-Jährige erklärte weiter, dass der Transfersommer in der Türkei erwartungsgemäß beschwerlich verlaufen werde. Die Zeiten von internationalen Stars, die im Spätherbst ihrer Karriere mit horrenden Gehältern in der Süper Lig anheuern, seien endgültig vorbei, so Koc. Etwas überraschend verkündete der Klubboss auch, dass die Verpflichtung von Spielern aus dem Ausland zunächst zweitrangig sei. „Derzeit konzentrieren wir uns bei den Transfers auf den inländischen Markt. Transfers von ausländischen Spielern haben wir vorerst verschoben und warten auf die Anordnungen der FIFA. Wir erwarten, dass Spielerverpflichtungen bis Ende Oktober getätigt werden können.“

beIN SPORTS verweigert Zahlungen an die Klubs

Eine Stellungnahme gab es von Koc auch zur finanziellen Situation bei den Gelb-Marineblauen. „Die Spielergehälter wurden bis Februar ausgezahlt. Es stehen keine offenen Zahlungen aus. Nun möchten wir Gespräche mit unseren Spielern bezüglich Gehaltskürzungen führen. Keiner von ihnen verdient jährlich mehr als drei Millionen Euro. Wir müssen es hinbekommen, dass wir diese Zahlen noch weiter nach unten schrauben.“ Kritik gab es vom Fenerbahce-Präsident abschließend für den TV-Rechteinhaber der Süper Lig: „BeIN SPORTS hat die Klubs seit der Ligaunterbrechung nicht mehr ausgezahlt. Uns betrifft das eher weniger, da unsere Einnahmen gepfändet werden. Aber insgesamt ist das eine sehr unbefriedigende Situation.“


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Erdem Ufak

Erdem Ufak

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