Süper Lig

Adana Demirspor entlässt Trainer Samet Aybaba und holt Innenverteidiger Simon Deli

Bereits nach drei Spieltagen in der Süper Lig muss Trainer Samet Aybaba seine Koffer in Adana packen. Wie Adana Demirspor am Sonntagnachmittag bekanntgab, habe man sich mit sofortiger Wirkung vom 65-jährigen Übungsleiter getrennt. „Die Blauen Blitze“ sind in der laufenden Saison noch sieglos und haben aus den ersten drei Ligaspielen lediglich zwei Punkte geholt. Aybaba hatte „ADS“ in der vergangenen Spielzeit elf Spieltage vor dem Saisonende übernommen und den Mittelmeer-Klub zur TFF 1. Lig-Meisterschaft und damit zum Aufstieg in die erste türkische Spielklasse geführt. Insgesamt stand Aybaba 14 Partien an der Seitenlinie von Adana Demirspor und kam durchschnittlich auf 2,36 Punkte pro Partie.

Klubchef Sancak dementiert Balotelli-Spekulationen

Adana-Präsident Murat Sancak bestätigte, dass man bereits mit einigen Trainerkandidaten im Austausch stehe und dementierte zugleich, dass die Entlassung Aybabas mit Mario Balotellis Auswechslung und Ausraster im letzten Ligaspiel gegen Ittifak Holding Konyaspor zu tun hatte: „Wir führen mit in- sowie ausländischen Trainern Gespräche. Wir werden zeitnah eine Entscheidung verkünden. Wir wollen die Länderspielpause als Eingewöhnungsphase nutzen. Einige bringen die Entlassung mit Balotelli in Verbindung. Dies hat nicht das Geringste mit ihm zu tun. Balotelli ist ein sehr wichtiger Spieler. Es ist normal, dass ein Spieler wütend und enttäuscht reagiert, wenn er in der 55. Minute ausgewechselt wird. Das würde jedem Spieler so gehen. Man muss darunter keine Ursache suchen. Samet Aybaba ist für diese Stadt und den Verein ein wichtiger Trainer. Solche Trennungen sind normal in unserem Geschäft“, so Sancak gegenüber „A Spor“.

Auch in Sachen Transfers sei noch lange nicht Schluss fügte Sancak hinzu: „Wir warten auf Rückmeldung von Galatasaray bezüglich Yunus Akgün. Sollte es nicht klappen, werden wir einen weiteren Rechtsaußen holen. Zudem wollen wir einen türkischen Torhüter und Linksverteidiger verpflichten.“

Gerüchte um Montella und Sumudica

Es werden bereits die ersten Optionen gehandelt. Der türkische Sportjournalist Tunc Kayaci brachte so den Italiener Vincenzo Montella ins Gespräch. Der 47-Jährige ist derzeit vereinslos und trainierte zuletzt vor zwei Jahren den AC Florenz: „Adana Demirspor hat mit Montella eine Einigung erzielt. Während der Länderspielpause wird er das Team kennenlernen und bewerten“, so Kayacis Behauptung.

Sein rumänischer Kollege Emanuel Rosu berichtet derweil, dass sein Landsmann Marius Sumudica, der in der Türkei bereits Yukatel Kayserispor, Gaziantep FK und Caykur Rizespor coachte, von Funktionären Adana Demirspors kontaktiert wurde. Auch Sumudica ist aktuell vereinslos, da er bei seinem Arbeitgeber CFR Cluj freigestellt wurde: „Die Türkei ist meine zweite Heimat. Ich liebe das Land und fühle mich dort sehr wohl. Ich mag die Menschen und den Fußball. Ich fühle mich geehrt, dass ich mit einer Rückkehr in Verbindung gebracht werde. Belhanda und Balotelli müssen 90 Minuten auf dem Platz stehen. Es sind großartige Spieler, die jederzeit das Spiel mit einer Aktion entscheiden können“, soll Sumudica zu Rosu gesagt haben.

Adana Demirspor verstärkt Defensivzentrum

Derweil verkündete Adana Demirspor die Verpflichtung von Innenverteidiger Simon Deli vom belgischen Topklub FC Brügge. Der Abwehrspieler von der Elfenbeinküste hat in Adana einen Dreijahresvertrag unterzeichnet. Über die Ablöse für den 29-Jährigen liegen bislang keine Angaben vor. In der vergangenen Saison kam der 1.92 Meter große Defensivmann auf 33 Einsätze für Brügge und konnte dabei einen Treffer erzielen.

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5 Kommentare

  1. 30. August 2021 um 0:50

    War ja nicht anders zu erwarten… kaum 3 „Star“-Rentner im Verein und schon von Europa träumen, aber mindestens 4-5 Trainer in der Saison verballern. Soweit ich weiß ist auch Zidane aktuell vereinslos, könne sich den ja holen, aber vermutlich wäre er auch nach 3 spielen raus!
    Unprofessioneller Verein in einer unprofessionellen Liga!

  2. 29. August 2021 um 19:11

    Das habe ich längst erwartet. Samet ist ein Bauer. Dieser Verein strebt nach Glamour.
    Der Vereinspräsi dessen Namen ich nicht erwähne ist Ali Sen und Aziz Yildirim in einer Person. Sozusagen ein Mega Schweinepriester.
    Ich bin gespannt wie sich das entwickelt. Ihr könnt wenn ihr wollt die Özet’s auf Being Sports der letzten 2 Jahre ansehen. Der Mann hat diesen Verein auf biegen und brechen nach oben gekauft. Nebst eines overkill Kaders rochen die Spiele wo es nötig war übelst nach Schiebung.
    Insbesondere vorletzte Saison war das oftmals unverschämt.
    Das ist ein grundaus wiederlicher Verein.

    • 29. August 2021 um 20:35

      Ja, und zudem ist dieser Vereinspräsident auch ein big buddy von Präsident Erdowahn. Und wie wir wissen, geht ohne den sowieso nichts mehr in der Türkei.

      Der Sportchef, Korkmaz, ist sowieso der grösste Mafiosi und hat Clubs wie Antalyaspor fast in den Ruin getrieben.

  3. 29. August 2021 um 18:06

    Ich würde die türkische Süperlig als verrückteste Liga der Welt bezeichnen, soviele Irre wie da auf einem Haufen rumlaufen habe ich nirgends sonst auf der Welt gesehen.

  4. 29. August 2021 um 16:35

    Undankbarer Verein….!!!