Besiktas

„Er sagte, dass er sich um seine Weinberge kümmern muss“ – und erteilte Besiktas eine Absage


Nachdem bekannt wurde, dass sich Besiktas noch in dieser Saison um einen neuen Trainer bemüht und nicht erst für den Sommer, brodelte die Gerüchteküche. Von Senol Günes und Riza Calimbay über Ibrahim Üzülmez kursierten so einige Namen in den Medien. Letzten Endes stellten die Schwarz-Weißen mit Valerien Ismael am gestrigen Freitagnachmittag ihren neuen Chefcoach vor (zum Artikel). Der Vertrag des Franzosen soll über 1,5-Jahre gehen, inklusive einer Option für ein weiteres Jahr. In der Pressekonferenz im Vodafone Park sorgte Präsident Ahmet Nur Cebi, der neben Sportdirektor Ceyhun Kazanci ebenfalls anwesend war, mit einer denkwürdigen Anekdote für einen kleinen Fauxpas.

Nach Pinheiro: Nächster Schock aus Portugal

Ismael war allerdings nicht der einzige Trainer-Kandidat auf der Besiktas-Liste. Neben den türkischen Trainern um Günes & Co. interessierte man sich dem Vernehmen nach auch für einen Trainer aus Portugal, wie der 63-jährige Geschäftsmann verriet. Bereits nach der Entlassung hatte man sich auch recht öffentlich und intensiv um die Dienste von Bruno Pinheiro bemüht. Eigentlich war man sich bereits einig und die Anhänger der „Schwarzen Adler“ verfolgten sogar die vermeintlich letzte Partie des 45-jährigen Übungsleiters an der Seitenlinie von GD Estoril Praia. Doch dann kam die Wende, als Pinheiro in der anschließenden Pressekonferenz eine unerwartete Absage erteilte. Nun folgte der nächste Schock seitens eines Portugiesen.

„Er sagte, dass er sich um seine Weinberge kümmern muss“

„Wir haben uns mit einem portugiesischen Trainer an den Verhandlungstisch gesetzt. Ich erinnere mich gerade nicht an seinen Namen. Für mich sind die Namen ohnehin nicht von Bedeutung. Ich schaue viel mehr darauf, ob er ein oder zwei Millionen Euro verdient. Er verlangte indes 4,5 Millionen Euro von uns. Außerdem ist er im Besitz von Weinbergen und richtete uns aus, dass er sich aktuell um diese kümmern muss. Er hätte das Trabzonspor-Spiel von der Tribüne aus verfolgt, wäre wieder nach Portugal zurückgekehrt, um seine Arbeiten an seinem Weingut zu erledigen und hätte uns erst viel später bezüglich seiner finalen Entscheidung unterrichtet. Daraufhin haben wir kurzerhand die Gespräche mit ihm beendet“, so Cebi während der Unterschriftzeremonie von Ismael.

Wer ist der gesuchte Trainer?

Aus der Presse konnte man während der Trainersuche lesen, dass man sich mit Nunuo Espirito Santo (ehemaliger Tottenham Hotspur-Trainer) und Leonardo Jardim (früherer AS Monaco-Trainer) aus Portugal in Verbindung gesetzt hätte. Zudem ist bekannt, dass sich Jardim intensiv mit der Weinherstellung auseinandersetzt. Doch wer genau der gesuchte Mann ist, kann keiner so wirklich sagen. Für einen Aufreger sorgte die Information des Vereinsoberhauptes dennoch. Ob es die feine englische Art war, es während der Vorstellung des neuen Übungsleiters zu erzählen, bleibt fraglich.





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1 Kommentar

  1. 26. März 2022 um 18:09

    Bei türkischen Präsidenten muss man sich immer am Kopf greifen. Was sind das für Aussagen? Wen juckt das ? Ausserdem respektlos sich den Namen nicht zu merken. Und zu sagen, Namen sind egal , hauptsache wichtig was er verdient….also wirklich. Der neue Trainer muss sich wohl sehr blöd vorkommen , nur die 3 oder 4te Wahl gewesen zu sein. Hat Ahmet Nur Cebi nicht verspeochen mit Karaveli die Saison zu beenden?