USA warnen vor der Türkei: US-Medien sehen schwerere WM-Gruppe nach Kosovo-Sieg
Der 1:0-Erfolg der Türkei gegen den Kosovo und die damit verbundene WM-Qualifikation nach 24 Jahren (zum Nachlesen) haben nicht nur im eigenen Land für große Euphorie gesorgt. Auch in den USA wurde die Rückkehr der Milli Takim mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Vor allem die neue Konstellation in Gruppe D sorgt dort für Unruhe, denn mit der Türkei ist aus amerikanischer Sicht ein Gegner hinzugekommen, der die Ausgangslage deutlich verändert.
Die Türkei verändert die Perspektive der Gastgeber
Nach dem Erfolg gegen den Kosovo steht fest, dass die Türkei bei der Weltmeisterschaft 2026 in einer Gruppe mit den USA, Paraguay und Australien antreten wird. Genau dieser Umstand fand in der ausländischen Presse große Beachtung. Besonders aus den Vereinigten Staaten kam eine Reaktion, die deutlich macht, wie ernst die Teilnahme der Türkei inzwischen genommen wird.
Im Mittelpunkt steht die Einschätzung, dass die Gruppe des Gastgeberlandes mit der türkischen Qualifikation deutlich schwieriger geworden ist. Was zuvor von manchen Beobachtern als vergleichsweise angenehme Konstellation bewertet wurde, wird nun wesentlich vorsichtiger eingeordnet.
US-Bericht spricht von höherem Schwierigkeitsgrad
Ein Bericht von The Athletic hob hervor, dass die WM-Gruppe der USA mit dem Einzug der Türkei spürbar an Schärfe gewonnen habe. Dort hieß es: „Die Türkei hat die WM-Gruppe D der USA komplettiert und den Schwierigkeitsgrad der Gruppe erhöht.“ Schon diese Formulierung zeigt, dass die türkische Nationalmannschaft in den Vereinigten Staaten nicht als gewöhnlicher Teilnehmer betrachtet wird.
Besonders auffällig ist dabei, dass die Einschätzung nicht nur auf den Namen der Mannschaft, sondern auf die konkrete Turnierlage zielt. Indirekt wird deutlich: Aus Sicht der Gastgeber ist die Gruppe nicht mehr nur eine Aufgabe, die man kontrollieren kann, sondern eine Konstellation, die deutlich mehr Risiko birgt.
Aus dem „leichten Weg“ wurde ein echtes Problem
Noch klarer fiel die Analyse in der weiteren Einordnung aus. „Ein Team aus Australien, Paraguay und dem europäischen Playoff-Sieger bedeutete Experten zufolge einen traumhaften Weg oder sogar einen leichten Sieg für die USA.“ Doch genau dieses Bild hat sich mit dem Einzug der Türkei verändert.
Der Bericht formulierte es unmissverständlich: „Allerdings bestand die Gefahr, dass die Türkei durch einen Playoff-Sieg an der Gruppe D teilnehmen würde. Und am Dienstag wurde es Realität.“ Diese Passage macht deutlich, dass die Türkei in den amerikanischen Überlegungen schon vor dem entscheidenden Spiel als problematischster möglicher Ausgang wahrgenommen wurde.
Die Türkei reist nicht mehr als Außenseiter zur WM
Damit zeigt der Blick in die USA vor allem eines: Die Türkei wird international nicht mehr nur als emotionaler Rückkehrer zur Weltmeisterschaft betrachtet, sondern als sportlicher Faktor, der selbst für ein Gastgeberland unangenehm werden kann. Der Respekt vor der Mannschaft ist spürbar, noch bevor das Turnier überhaupt begonnen hat.
Nach dem 1:0 gegen den Kosovo hat sich die Lage in Gruppe D also nicht nur formal verändert. Sie hat auch die Wahrnehmung verschoben. Für die USA ist das Albtraumszenario aus Sicht vieler Beobachter eingetreten, für die Türkei ist genau das ein starkes Signal: Die Milli Takim fährt nicht nur zur WM 2026, sondern bereits jetzt mit wachsendem Respekt der Konkurrenz im Gepäck. Das letzte Aufeinandertreffen mit den USA am 7. Juni 2025 gewann die Türkei in East Hartford mit 2:1.


