Fauxpas in der Live-Sendung vor der Europa-League-Auslosung
Bei der Auslosung zur Playoff-Runde der UEFA Europa League, in der auch der Gegner von Fenerbahce ermittelt wurde (mehr erfahren), sorgte ein Satz von Giorgio Marchetti für Aufsehen. Der stellvertretende Generalsekretär der UEFA sprach im Vorfeld über die Ligaphase und lieferte dabei eine Information, die in der Übertragung sofort als Fehler auffiel.
Marchettis Aussage zur „Unbesiegbarkeit“ hält der Prüfung nicht stand
Marchetti erklärte, es sei in dieser Saison keinem Team gelungen, die Ligaphase ohne Niederlage zu beenden. Er sagte dazu: „Die Tatsache, dass keines der 36 Teams den Titel der Unbesiegbarkeit verteidigen konnte, ist ein Hinweis darauf, was für ein schwieriger und umkämpfter Wettbewerb es ist.“
TRT reagiert sofort: Viktoria Pilsen blieb ungeschlagen
Der Fehler blieb in der Live-Übertragung nicht stehen. Der Sender TRT bemerkte die Ungenauigkeit und verwies umgehend auf Viktoria Pilsen. Der tschechische Vertreter beendete die acht Spiele umfassende Ligaphase mit drei Siegen und fünf Unentschieden und blieb damit ohne Niederlage. Pilsen belegte in der Ligaphase Platz 14 und war damit auch als möglicher Gegner von Fenerbahce im Lostopf relevant.
Fenerbahces Gegner heißt dennoch Nottingham Forest
Unabhängig vom Patzer stand nach der Auslosung der sportliche Ausgangspunkt fest: Fenerbahce wurde dem Premier League-Klub Nottingham Forest zugelost. Die Ziehung erfolgte durch den ehemaligen türkischen Nationalspieler Ilhan Mansiz, womit das englische Team in der Playoff-Runde zum Gegner der Gelb-Marineblauen wurde.
Warum der Moment so viel Aufmerksamkeit bekam
Der Vorfall wirkte vor allem deshalb so groß, weil er ausgerechnet in einem Segment passierte, das die Auslosung einordnen sollte. Wenn eine zentrale Statistik wie „kein Team blieb ungeschlagen“ sofort widerlegt werden kann, fällt das Publikum automatisch auf jede weitere Aussage sensibler. Für Fenerbahce bleibt sportlich jedoch entscheidend, dass mit Nottingham Forest ein klarer, physisch intensiver Gegner wartet – und nicht die Frage, wer in der Ligaphase ohne Niederlage blieb.


