Trabzonspor

Trabzonspor-Präsident Agaoglu ist um den Markenwert des türkischen Fußballs besorgt

In letzter Zeit ist Ahmet Agaoglu öfters in den Medien vorzufinden. Nach der “EkoLig”-Veranstaltung stand der Trabzonspor-Präsident auch wieder vor den Kameras und beantwortete die Fragen der Reporter. Seine Aussagen widmete er insbesondere dem Markenwert sowie der Finanzlage des türkischen Fußballs: „Ich bin der Meinung, dass der Markenwert große Schäden erlitten hat. Es passiert vor unseren Augen. Jeder muss sich seiner Pflicht bewusst sein. In erster Linie die Herrschaften, die in der Führungsetage des Fußballs arbeiten. Sie müssen sehr vorsichtig sein. Nicht nur wir, sondern vor allem der türkische Fußballverband (TFF) muss unseren Fußball beschützen. Der türkische Fußball lebt von den TV-Rechten und den damit verbundenen Einnahmen. Das ist nicht wirklich gesund. Weil das Geld fließt, vertreten wir die Meinung, dass wir nicht noch weitere Möglichkeiten in Betracht ziehen sollten und lassen so die Tage verstreichen. Wir müssen den Markenwert steigern“, so der Geschäftsmann zu Beginn.

Die Einnahmen verdoppelt

Auf die Frage, wie die Bordeauxrot-Blauen es geschafft haben, ihre Finanzen wieder aufzubessern, entgegnete das Vereinsoberhaupt folgendermaßen: „Wenn Du 100 Lira an Einnahmen hast, dann darfst Du nicht 300 ausgeben. Leider war das über Jahre hinweg gang und gäbe. Wir haben lediglich versucht, einen Ausgleich zwischen den Einnahmen und den Ausgaben zu erzielen. Als ich noch Vizepräsident war, hatten wir den Klub mit 45 Millionen Dollar Schulden übernommen und mit sieben Millionen Dollar Schulden übergeben. Ein Rückgang der Schulden wurde das letzte Mal im Jahre 2003 verzeichnet. Als wir nun im April letzten Jahres den Vorstand übernommen haben, lagen die Schulden bei 185 Millionen Euro. So ein Betrag ist für Trabzonspor viel zu hoch. Für den Erfolg muss man Geld ausgeben oder Starspieler einkaufen, sagt man zu allem Überfluss auch noch. Die Einnahmen lagen letztes Jahr bei 160 Millionen Lira. Nun haben wir dies verdoppelt. Außerdem haben wir die Spielerkosten von 40 Millionen Euro auf 13 Millionen reduziert. Mit den letzten Transfers dann auch noch 20 Millionen Euro eingenommen. Im Fokus steht die Jugendabteilung. Ein Fußballklub kann nur Geld durch Einkauf und Verkauf von Spielern verdienen. Nicht durch Immobilien oder dergleichen. Beispielsweise haben wir letztes Jahr 14 Millionen Euro an Gewinn erzielt und nur drei Millionen Euro ausgegeben.“

„Das einzige Vermögen sind die Fans“

Im weiteren Verlauf unterstrich der 62-jährige Sportfunktionär in seinen Aussagen die Bedeutung der Fans: „Wir werden den Verkauf von Fanartikeln noch mehr in Angriff nehmen. Noch mehr Stores sind eines der Ziele. Während der Zuschauerdurchschnitt in der Türkei um neun Prozent gestiegen ist, haben wir eine Steigerung von 25 Prozent. Wir spielen vor 30.000 Zuschauern. Die Fans haben die Mannschaft akzeptiert und das ist von großer Bedeutung. Die Fans sind das einzige Vermögen für einen Verein. Außerdem haben wir einen Spieler aus unseren eigenen Reihen ins Ausland verkauft. So steigt zudem die Sympathie der Sponsoren für unseren Klub.“

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Der Stand der Verletzten

Sowohl in der vergangenen als auch in dieser Saison hatte Coach Ünal Karaman mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Im Gespräch mit den Medienvertretern verriet Agaoglu, dass es wieder aufwärts geht: „Nach der Länderspielpause wird außer Abdülkadir Ömür jeder wieder mit von der Partie sein. Caleb Ekuban hat in Italien die Reha absolviert und wird in zwei Wochen wieder einsatzbereit sein. Jose Sosa und John Obi Mikel ebenfalls. Daniel Sturridge hat mir zudem selber versichert, dass er gegen MKE Ankaragücü wieder auf dem Platz stehen wird.“

Kritik zum Europapokal-Auftritt

Die Kritik bezüglich dem Spieleraufgebot in der UEFA Europa League ließ den TS-Boss unbeirrt: „Es gibt Kritik zum Spiel gegen Krasnodar, dass wir mit unseren Reservisten aufgetreten seien. Ich lade sie hiermit dazu ein, unser Gedächtnis aufzufrischen. Vergangenes Jahr spielte Galatasaray gegen Benfica Lissabon. Uns wurde gesagt, dass sechs Stammspieler in Lissabon geschont werden würden. Benfica hat in Istanbul durch einen starken Auftritt gewonnen und die Medien haben dann gesagt, dass sie mit sechs 19-Jährigen gewonnen hätten. Nein es ist nicht so. Das ist die Mannschaft von Benfica, die über einen Spielerkader von 60 Mann verfügt. Ich habe es erst heute wieder in der Zeitung gelesen. Wir sind an achter Stelle bezüglich den Einsatzzeiten für jüngere Akteure. 17-18-Jährige sind nicht jung. Wenn sie es in dem Alter nicht schaffen zu spielen, dann sollten wir uns von ihnen verabschieden. Ich bin der Meinung, dass viele Mannschaften den Gedanken hegen sollten mehr 17-18-Jährige in ihren Reihen spielen zu lassen.“

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M. Cihad Kökten

M. Cihad Kökten

1 Kommentar

  1. Avatar
    14. November 2019 um 0:53 —

    Der wohl sympathischer Präsident aller Zeiten bei Trabzonspor. Ein Rückgang der Schulden wurde das letzte Mal im Jahre 2003 verzeichnet. Das ist echt hart das eine Mannschaft seine Schulden erst 2019 abbauen konnte. Ich frage mich was die Präsidenten vor ihm geleistet haben. Mit 185 Millionen Euro Schulden haben sie im Vergleich zu den Istanbuler Klubs kaum Schulden.Ich glaube die machen 1/3 von dem Umsatz,was Fenerbahce macht.Das man die Spielerkosten halbiert hat ist echt eine gute Arbeit.Trabzonspor hat momentan denn vollständigsten Kader von allen Mannschaften in der Süper Lig. Sollte man so weiter machen werden wir wirklich einen großen Rivalen haben in denn kommenden Jahren.

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