Trabzonspor

Antalyaspor verurteilt Platzsturm: Gewalt gegen Spieler überschattet Trabzonspor-Meisterschaft


Nach dem 2:2-Unentschieden in Trabzon kritisierte Fraport TAV Antalyaspor die Sicherheitsvorkehrungen im Medical Park-Stadion. Der Mittelmeer-Klub, der nun seit 13 Spielen in der Süper Lig ungeschlagen ist, gratulierte Trabzonspor zunächst für den Gewinn der türkischen Meisterschaft und wünschte den Bordeauxrot-Blauen viel Erfolg in der kommenden Europapokal-Saison. Doch das eigentliche Anliegen der „Skorpione“ war der Platzsturm während des Spiels. Dabei sollen Antalyaspor-Spieler wie Torhüter Ruud Boffin von Trabzonspor-Fans angegriffen und geschlagen worden sein. „Kein Fußballer sollte auf dem Fußballfeld geschlagen werden“ erklärte Antalyaspor mit einem offiziellen Statement und verurteilte die Aktionen. Die Security habe die Lage absolut nicht im Griff gehabt, erklärte der Verein.

Schutz nicht gewährleistet

Noch bevor die Begegnung offiziell beendet wurde, stürmten Anhänger der Gastgeber in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Platz. Bereits hier habe es am Schutz der Spieler gemangelt, so Antalyaspor. Die Partie hätte eigentlich noch gut drei Minuten weitergespielt werden müssen, doch Schiedsrichter Atilla Karaoglan beendete die Partie wenige Momente nach dem Wiederanpfiff und es kam erneut zum Platzsturm. Dieses Mal, um den Titelgewinn zu feiern. Aber selbst beim Verlassen des Stadions habe es Faustschläge und Attacken vor und im Tunnel gegeben, berichtet Antalya weiter. Der Klub kritisiert scharf, dass es gut fünf Minuten zuvor ähnliche Szenen gab, aber durch die Sicherheitskräfte nichts unternommen wurde beziehungsweise nicht die nötigen Schutzvorkehrungen für die Gäste getroffen worden seien.

Antalyaspor pocht auf Strafen

Der Verein betonte, dass man alle Schritte des Fußballverbandes (TFF) verfolgen werde und auf eine entsprechende Strafe poche. Am 22. September 2013 kam es im Derby zwischen Besiktas und Galatasaray im Atatürk-Olympiastadion ebenfalls in der zweiten Minute der Nachspielzeit zu einem Platzsturm der BJK-Fans. Der damalige Referee entschied den Regeln folgend auf Spielabbruch. Die Begegnung wurde später am grünen Tisch mit einem 3:0 für Galatasaray gewertet. Allerdings hat der Unparteiische Karaoglan in Trabzon die Begegnung nicht abgebrochen, sodass lediglich mit einer Geldstrafe zu rechnen ist.





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4 Kommentare

  1. 1. Mai 2022 um 17:36 —

    Ich habe mir das ganze Spiel angeschaut und es war am Ende nur noch fremdschähmen auf höchstem Niveau! Ich gratuliere TS aber was das am Ende war nur noch peinlich. Okay nach so einer langen Zeit wieder Meister werden aber dann stürmen und Spieler verprügeln, dass geht mal gar nicht. Deswegen wird Türkei nie sich weiter entwickeln. Und ich habe Nuri Sahin noch nie ausrasten gesehen, aber das die Türken in der Türkei auch das hinbekommen, war nur eine frage der Zeit.
    Zu Abdullah Avci sage ich nur das er ein Angsthasen Trainer ist und er mir schon immer unsympathisch war. Der war FT 2.0 nur agro und am rumfluchen.
    Unsere Liga ist ein Witz!

  2. 1. Mai 2022 um 15:37 —

    Welch eine falsche Berichterstattung…. krass und das bei einem Meisterschaftsspiel, ist da etwa ein TS Gegner am Werk gewesen?

    Zunächst einmal, haben die Zuschauer den Platz in der 95ten Minute gestürmt, nicht wie im Bericht erwähnt in der 2ten Minute der Nachspielzeit

    Zudem hätte der Schiri meiner Meinung nach maximal noch eine halbe Minute länger spielen lassen müssen, es war schließlich schon 95:00 auf der Uhr beim Sturm.
    Er hat aber nach dem Anpfiff ganze 2 Minuten spielen lassen und nicht wie in dem Bericht geschrieben „wenige Momente“.
    Woher der Berichterstatter hier die skandalöse Berichterstattung „Die Partie hätte eigentlich noch gut drei Minuten weitergespielt werden müssen,“ sich herzaubert ist mir ein Rätsel.

    Ist ja fast schon genau so wie in BEYAZ TV hier geworden, bzw. noch schlimmer…

    Zusammengefasst: 5 Minuten Nachspielzeit angezeigt, Platzsturm in der 95ten Minute… Wiederanpfiff 2 Minuten spielen lassen, ergibt ca. 7 Minuten nachgespielte Zeit…

    PS: Die Zitate aus dem Bericht, welche evtl. korrigiert werden.

    „stürmten Anhänger der Gastgeber in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Platz.“
    „Die Partie hätte eigentlich noch gut drei Minuten weitergespielt werden müssen,“
    „doch Schiedsrichter Atilla Karaoglan beendete die Partie wenige Momente nach dem Wiederanpfiff“

  3. 1. Mai 2022 um 15:26 —

    Richtige Neandertaler!!! Warum wurde damals eig Passolig eingeführt?! Spielabbruch wäre völlig legitim gewesen!

  4. 1. Mai 2022 um 14:26 —

    Hab das Spiel nicht gesehen aber das klingt absolut assozial und ist nicht zu entschuldigen das muss eine heftige Strafe für den Verein geben.
    Schade das solche Szenen dann eine Meisterschaft überschatten hoffe hier auf eine entsprechende Reaktion seitens des TFF.
    Dennoch Gratulation an die TS Mannschaft für den Süpee Lig Titel diese Saison

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