Eine bemerkenswerte Erklärung aus Brasilien sorgt rund um Galatasaray für Aufmerksamkeit. Der Erstligist Atletico Mineiro hat bestätigt, dass es konkrete Gespräche mit Lucas Torreira gegeben habe – inklusive einer vorläufigen Einigung. Am Ende scheiterte der Transfer jedoch am laufenden Vertrag des uruguayischen Mittelfeldspielers in der Türkei.
Atletico Mineiro bestätigt Verhandlungen
Sportdirektor Paulo Bracks sprach im Interview bei HGPlay TV offen über die Gespräche mit Lucas Torreira. Dabei machte er deutlich, dass der Klub den Transfer ernsthaft vorangetrieben habe und eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt worden sei. Entscheidend sei jedoch die vertragliche Situation des Spielers gewesen.
Bracks erklärte: „Ich hätte ihn gern geholt. Wir haben tatsächlich mit ihm verhandelt und sogar eine vorläufige Einigung erzielt, aber sein Vertrag in der Türkei hinderte ihn daran, hierher zu kommen.“ Gleichzeitig betonte er, dass man dem Spieler ein Projekt vorgestellt habe, das ihm eine größere Nähe zu seinem Heimatland und zur Nationalmannschaft ermöglicht hätte. Der Transfer sei jedoch „sehr schwierig“ gewesen, da Torreira bei Galatasaray eine zentrale Rolle einnehme.
Vertrag bis 2028 als klarer Faktor
Lucas Torreira besitzt bei Galatasaray einen Vertrag bis Sommer 2028. Diese langfristige Bindung stellte den wesentlichen Hinderungsgrund für einen Wechsel dar. In Brasilien wurde zudem berichtet, dass Renan Lodi, der bei Atletico Mineiro spielt, versucht habe, seinen Landsmann von einem Engagement in Belo Horizonte zu überzeugen. Letztlich blieb es jedoch bei Gesprächen.
Damit endet die Spekulation vorerst eindeutig: Eine Annäherung gab es, ein unterschriftsreifer Transfer jedoch nicht.
Özbek reagiert auf Gerüchte und TFF-Behauptungen
Parallel zu den Transferdiskussionen äußerte sich Dursun Özbek auf der ordentlichen Sitzung der Ratsversammlung (türk.: „Divan Kurulu“) zu mehreren aktuellen Themen. Dabei ging der Präsident von Galatasaray auch auf angebliche Aussagen im Zusammenhang mit einem Treffen mit TFF-Präsident Ibrahim Haciosmanoglu ein.
Özbek stellte klar: „Diejenigen, die dies sagen, kennen weder die Galatasaray-Vereinsgemeinde noch den Präsidenten von Galatasaray. Die Leute, die das sagen, sind unwissend.“ Er betonte, dass es in der Klubgeschichte Jahre ohne Meistertitel gegeben habe und solche Gedankenspiele nicht der Haltung des Vereins entsprächen. „Solche Dinge gehen Galatasaray nicht durch den Kopf“, sagte er wörtlich.
Sportlicher Fokus und strukturelle Projekte
Neben der Transferdebatte hob Dursun Özbek die sportliche Lage hervor. Galatasaray sei Tabellenführer in der Süper Lig und stehe vor wichtigen Aufgaben in der UEFA Champions League, unter anderem demnächst gegen Juventus Turin. Der Präsident rief die Fans dazu auf, die Mannschaft in den kommenden Partien geschlossen zu unterstützen.
Zugleich verwies Özbek auf laufende Infrastrukturprojekte wie die Arbeiten in Kemerburgaz, die Entwicklungen in Riva sowie die geplante Modernisierung des Stadions in Aslantepe. Investitionen seien notwendig, um langfristige Stabilität zu sichern und unerwünschte Zwischenfälle zu vermeiden.
Unterm Strich bleibt festzuhalten: Atletico Mineiro bestätigt eine konkrete Annäherung an Lucas Torreira, doch der langfristige Vertrag bei Galatasaray verhindert einen Wechsel. Gleichzeitig setzt die Klubführung sportlich wie strukturell auf Kontinuität und weist externe Spekulationen entschieden zurück.


