Die Entscheidung beim Türkischen Fußballverband (TFF) ist offiziell gefallen. Nach einer richtungweisenden Sitzung der Führungsetage gab der Verband am Freitag das Ende der Zusammenarbeit mit Nationaltrainer Vincenzo Montella bekannt. Im Vorfeld der Sitzung herrschte erhebliche Unruhe innerhalb des Präsidiums. Verbandspräsident Ibrahim Haciosmanoglu lehnte die im Raum stehende Forderung nach der Einberufung eines außerordentlichen Wahlkongresses strikt ab und bekräftigte seinen Entschluss, sein Amt weiter auszuüben. Diese Haltung löste eine Rücktrittswelle im Gremium aus: Die TFF-Vorstandsmitglieder Mecnun Otyakmaz, Mustafa Bozbag, Zafer Bahadir Sarac, Bilal Arslan und Murat Sahin legten in der Folge geschlossen ihre Ämter nieder.
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Verband verkündet Trennung in knapper Stellungnahme
Direkt im Anschluss an das bewegte Treffen informierte der Dachverband die Öffentlichkeit über die personellen Konsequenzen an der Seitenlinie der Rot-Weißen. In der knappen offiziellen Mitteilung des Verbandes bezüglich des italienischen Übungsleiters hieß es unmissverständlich: „Es wurde beschlossen, die Zusammenarbeit mit unserem Nationaltrainer, Herrn Vincenzo Montella, nicht fortzusetzen.“ Damit zog die Verbandsspitze die Konsequenz aus dem enttäuschenden Abschneiden in der UEFA Nations League A, in der die rot-weiße Auswahl unter der Regie des Italieners in vier Begegnungen punktlos geblieben war.

Die Ärä Montella in Zahlen und Erfolge sowei Misserfolgen
Unter der Leitung von Montella absolvierte die türkische Nationalmannschaft 40 Länderspiele und verzeichnete in diesem Zeitraum 21 Siege, fünf Unentschieden sowie 14 Niederlagen, bei einen Torverhältnis von 66:58. Mit dem 52-jährigen Italiener an der Seitenlinie qualifizierte sich die Türkei für die EURO 2024 und erreichte das EM-Viertelfinale. Zudem gelang der erstmalige Aufstieg in die Liga A, der höchsten Spielklasse der UEFA Nations League und nach 24 Jahren die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026, wo man jedoch bereits nach den ersten beiden Gruppenspielen vorzeitig aus dem Turnier ausschied. Zuletzt hagelte es in der Gruppe 1 der UEFA Nations League vier, teils klare Niederlagen gegen Italien (zweimal) sowie Frankreich und Belgien.

Arda Turan als Wunschkandidat: Doppelfunktion mit Schachtjor Donezk im Gespräch
Parallel zur Bekanntgabe der Trennung ist beim Verband bereits die Entscheidung über den präferierten Nachfolger gereift. Türkischen Medienberichten zufolge fasst der TFF eine Verpflichtung von Arda Turan als neuen starken Mann auf der Trainerbank ins Auge. Die Überlegungen der Verantwortlichen konzentrieren sich dabei auf ein außergewöhnliches Modell: Der 39-jährige Ex-Nationalspieler soll nach den Vorstellungen der Verbandsführung ein Doppelmandat ausführen und parallel zu seiner Aufgabe als Cheftrainer beim ukrainischen Spitzenklub Schachtjor Donezk auch die türkische A-Nationalmannschaft betreuen.



