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Home»Türkei & Legionäre»TFF-Boss Nihat Özdemir spricht EURO 2028 als nächstes Ziel aus!
Türkei & Legionäre 7. August 2019

TFF-Boss Nihat Özdemir spricht EURO 2028 als nächstes Ziel aus!

Von M. Cihad Kökten05 Minuten Lesezeit
beIN SPORTS Nihat Özdemir TFF UEFA EURO 2028
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Am gestrigen Dienstagabend war der Präsident des türkischen Fußballverbandes, Nihat Özdemir, zu Gast beim türkischen TV-Sender „NTV“ und beantwortete die Fragen der Moderatoren Ridvan Dilmen und Murat Kosova. Der TFF-Präsident sprach hierbei Querbeet über die verschiedensten Themen: „Ich habe eine 25-jährige Vergangenheit im Fußball. Zuerst habe ich bei Ankaragücü angefangen und danach ging es zu Fenerbahce, als Ali Sen Präsident war. Danach habe ich an der Seite von Aziz Yildirim als Vizepräsident gearbeitet. Ich hab von vielen Personen Verschiedenes lernen dürfen. Man kann sagen, dass ich in der schwierigsten Phase tätig war. Wir haben den Manipulationsskandal erlebt und es war sehr schwierig. Ich werde nie vergessen, was sie Herr Dilmen damals alles getan haben. Sowohl für den türkischen Fußball als auch für Fenerbahce. Der türkische Fußball war am Ende. Danach kam Yildirim Demirören und hat mir gesagt, dass er dieses Chaos beenden wird. Dank ihm geht es wieder aufwärts“, so Özdemir zu Beginn der Sendung.

„beIN SPORTS-Problem gibt es schon seit einem Jahr!“

Im weiteren Verlauf erklärte der 69-jährige das Problem mit „beIN SPORTS“: „Dieses Problem gibt es schon seit einem Jahr und ist nicht von heute auf morgen entstanden. Die Vertreter des Senders hatten Demirören ihre Probleme und Verluste mitgeteilt. Türkei hat als Land viele schwierige Zeiten erlebt. Am 01. Juni wurden wir gewählt und am 02. Juni ging es direkt zum FIFA-Kongress nach Paris. „beIN SPORTS“ hat seinen Sitz ja auch in Paris und dort fingen die Gespräche an. Wir hatten noch eine Forderung über 200 Millionen TL, die wir dort auch erhalten haben und sofort an die Klubs weitergegeben haben. In den vergangenen zwei Monaten kamen wir 14 mal zusammen und haben Gespräche geführt. Letztendlich kamen wir am vergangenen Freitag zum Entschluss, dass wir eine zehnprozentige Minderung des aktuellen Vertrags vornehmen. Sie haben bereits die erste Zahlung überwiesen und wir den Vereinen.“

„Jeder kann mit einer Strafe rechnen!“

Danach teilte der TFF-Präsident die Details bezüglich den Strafen mit, falls die Limits von Zahlungen überschritten werden sollten: „Bei uns ist alles jedem zugänglich. Wir haben ein paar Änderungen bei der Lizenzvergabe vorgenommen. Falls einer diese nicht einhalten sollte, werden sie mit den Konsequenzen rechnen müssen. Für diese Sommertransferperiode konnten wir kein Limit für die Ausgaben festlegen, da wir neu im Amt sind. Aber ab Januar wird das auch kommen. Der Verband wird somit die Ausgaben der Vereine festlegen. Wir haben eine neue weiße Seite aufgeschlagen und werden diszipliniert und gerecht vorangehen.“

Auf die Frage welche Strafen die Vereine zu erwarten haben, entgegnete Özdemir: „Zuerst wird ein Verweis ausgesprochen. Danach können Lizenzvergaben an die transferierten Spieler verweigert werden oder sogar Punktabzüge folgen. Zurzeit brauchen zehn Mannschaften aus der Süper Lig mit keinen Umstrukturierungen zu rechnen. Mannschaften wie Basaksehir, Genclerbirligi und Sivasspor brauchen das nicht. In den nächsten zwei Wochen werden wir die Umstrukturierungen einleiten und so die neue Saison starten. Beispielsweise werden wir sagen, dass sie 300 Millionen ausgeben dürfen und nicht mehr. Im ersten Jahr dürfen sie dies zu 30% überschreiten und im zweiten Jahr nur noch zu 15%. Wenn das nicht klappen sollte, gibt es Punktabzüge. Sowohl im Meisterschaftsrennen als auch im Abstiegskampf ist ein Punkt von sehr großer Bedeutung. Dies wird ganz sicher durchgeführt. Die Lizenzvergabe ist unsere höchste Priorität.“

„Türkei wird unter den Top-10 sein!“

Auch zur Nationalmannschaft äußerte sich der frühere Fenerbahce-Pressesprecher und war guter Dinge: „Die neue Generation, welche mit Fatih Terim und Mircea Lucescu gestartet ist und nun in den Händen von Senol Günes fortgeführt wird, funktioniert richtig gut. Leute behaupten, dass ich Herrn Günes gesagt hätte, dass er dort hingehen soll oder dergleichen. Er plant alles selber und besucht die Vereine und spricht mit den Coaches. Die Spieler sind dadurch motivierter. Wenn wir es tatsächlich schaffen sollten an den nächsten Europameisterschaften teilzunehmen, dann werden wir unser Ziel von einer Top-10-Platzierung erreichen. Ich traue dieser Generation einiges zu. Zurzeit sind wir auf dem 37. Platz. Durch zwei Teilnahmen schaffen wir es schon unter die ersten 20. Vor fünf Jahren hätte auch keiner gedacht, dass Belgien jetzt auf dem ersten Platz sein würde. Ich denke, dass wir diese Generation nun auch erreicht haben.“ Özdemir fügte hinzu: „Ich bin der Meinung, dass wir wieder in Istanbul spielen sollten und habe diesbezüglich mit unserem Nationaltrainer gesprochen. Wir werden zunächst Spiele im Ülker-Stadion und im Vodafone-Park haben. Das Finalspiel gegen Island haben wir im Türk Telekom-Stadion angesetzt. Wir erwarten dementsprechend auch viel Unterstützung von den Istanbuler-Fans.“

Nächstes Ziel: EURO 2028!

Zu guter Letzt sprach der Boss des türkischen Fußballs das nächste große Ziel des Verbandes aus: „Eigentlich war ich bezüglich der EURO 2024 ziemlich zuversichtlich. Sogar Ali Koc ist hingereist und hat über die Finanzen unseres Landes berichtet. Ihr könnt euch sicher sein, dass das UEFA Champions League-Finale 2020 viel besser sein wird als das Finale in Madrid. Wir haben viel mehr Möglichkeiten als Madrid. Madrid besitzt nur einen Flughafen. Wir haben zwei. Die Arbeiten auf den Autobahnen gehen weiter, wo es auch besser sein wird. Dementsprechend ist unser nächstes Ziel die EURO 2028. Wir glauben, dass wir eine realistische Chance haben dieses Mal als Austragungsort gewählt zu werden.“ Özdemir weiter: „Nächste Woche steigt das Supercup-Finale im Vodafone-Park. Ein Tag davor ist der Gala-Abend. Da werden wir mit der UEFA einen Vertrag unterzeichnen. Wir werden in Urfa ein Jugendcamp bauen, wo auch viele syrische Kinder davon profitieren werden.“

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