Nach dem Derby zwischen Besiktas und Galatasaray (0:1) hat der türkische Fußballverband (TFF) erstmals öffentlich auf die Forderungen der Schwarz-Weißen reagiert. TFF-Vizepräsident Mecnun Otyakmaz äußerte sich im Anschluss an die Auslosung des türkischen Pokal (zur Auslosung) zur aktuellen Situation und stellte klar, dass der Verband die Beschwerde von Besiktas ernst nehme (zum Nachlesen), gleichzeitig aber bestimmte Grenzen einhalten müsse.
TFF erklärt seine Haltung zu den VAR-Bildern
Im Mittelpunkt der Diskussion steht weiterhin die Frage nach den Videoaufnahmen rund um die umstrittenen Szenen des Derbys. Otyakmaz betonte, dass der Verband die Bilder nicht öffentlich weitergeben könne, zugleich aber offen für Transparenz gegenüber den Vereinen sei.
„Wir können diese Bilder nicht nach außen geben. Unsere Tür steht jedoch offen. Wer möchte, kann kommen und sie gemeinsam mit uns ansehen„, erklärte der TFF-Funktionär. Damit reagierte er direkt auf die Forderungen von Besiktas, die nach dem Spiel Einblick in bestimmte Aufnahmen verlangt hatten (mehr erfahren).
Vorschlag für mehr Transparenz im VAR-Raum
Otyakmaz ging in seinen Aussagen sogar noch einen Schritt weiter und brachte eine mögliche neue Lösung ins Gespräch. Demnach könnten künftig Vertreter der Vereine bei bestimmten Situationen im VAR-Raum anwesend sein.
„In der kommenden Phase kann ein Funktionär aus zwei Vereinen im technischen Bereich im VAR-Raum sitzen. Lassen Sie sie gemeinsam dort sein und die Szenen ansehen. Dann können alle sehen, was tatsächlich passiert“, sagte der TFF-Vizepräsident. Dieser Vorschlag soll nach seinen Worten dazu beitragen, das Vertrauen zwischen Verband und Vereinen zu stärken.
Antwort auf das Schreiben von Besiktas
Der Verband werde die offizielle Eingabe von Besiktas nicht ignorieren, betonte Otyakmaz weiter. Gleichzeitig machte er deutlich, dass eine Antwort in einer angemessenen Form erfolgen werde.
„Wir erfüllen unsere Aufgabe. Wir können die Schreiben von Besiktas nicht ignorieren. Natürlich werden wir darauf in einer passenden Sprache reagieren“, erklärte er. Gleichzeitig wiederholte er das Angebot des Verbandes, dass Vereinsvertreter jederzeit die Möglichkeit hätten, sich die betreffenden Szenen direkt beim Verband anzusehen.
Serdal Adali fordert Zugang zu den Aufnahmen
Zuvor hatte Besiktas-Präsident Serdal Adali seine Forderungen im Rahmen der Pokalauslosung erneut öffentlich formuliert. Aus seiner Sicht gehe es nicht um eine komplizierte oder ungewöhnliche Forderung, sondern lediglich um Transparenz.
„Wir wollten nichts Schwieriges. Wir haben nur um die Aufnahmen der Kameras im Flur gebeten. Es ergibt keinen Sinn, ständig im Fernsehen darüber zu sprechen. Alles, was wir wollen, sind diese Bilder. Mehr nicht“, sagte Adali und machte damit deutlich, dass der Verein weiterhin auf Einsicht in die entsprechenden Szenen drängt.
Der Derby-Nachhall bleibt ein großes Thema
Die Aussagen von Mecnun Otyakmaz zeigen, dass der Verband bemüht ist, die Situation zu beruhigen und gleichzeitig die institutionellen Regeln einzuhalten. Gleichzeitig bleibt der Konflikt rund um das Derby zwischen Besiktas und Galatasaray weiterhin eines der dominierenden Themen im türkischen Fußball.
Ob die angebotene Lösung des Verbandes ausreichen wird, um die Diskussion zu beenden, dürfte sich in den kommenden Tagen zeigen. Klar ist jedoch schon jetzt, dass die Debatte um Transparenz, VAR–Entscheidungen und Kommunikation zwischen Verband und Vereinen weiterhin hohe Aufmerksamkeit erhält.



2 Kommentare
Eigentlich muss die TFF für absolute Transparenz und Offenheit in seinen Institutionen sorgen indem sie die Vorgänge im VAR Raum live zum Spielgeschehen auf dem Platz einblendet damit wir alle wissen was zu bestimmten kritischen Szenen im VAR Zimmer besprochen und nach welchen Kriterien diese beurteilt werden um das gegenseitige große Misstrauen zu beenden.
Der größte Heulsusen-Jimnastik Club. In den nächsten Jahren werdet ihr sowieso nichts reißen.