Galatasaray

Galatasaray-Coach Terim möchte Gruppensieger werden und kritisiert Ausländerregelung


Galatasaray ist der einzige türkische Lichtblick in dieser Europapokalsaison. Nach drei Spieltagen stehen die Gelb-Roten mit sieben Punkten an der Spitze ihrer UEFA Europa League-Gruppe E. Dies würden die „Löwen“ auch gerne bis zum Abschluss der Gruppenphase fortführen, wie Coach Fatih Terim am heutigen Mittwochnachmittag in der obligatorischen Pressekonferenz zu erkennen gab. „Keiner sollte ansatzweise einen Gedanken darüber verlieren, dass die morgige Begegnung leicht verlaufen wird. In Moskau ist unser Plan aufgegangen. Vielleicht haben wir sogar das schönste Tor des Abends erzielt. Doch ich denke, dass es dieses Mal noch schwieriger zugehen wird. Sie haben nur einen Punkt, aber theoretisch gesehen können auch sie es noch in die nächste Runde schaffen. Seit der Amtsübernahme durch Markus Gisdol haben sie nur gegen uns verloren. Das zeigt ihren Aufwärtstrend. Wenn wir gewinnen, hätten wir zehn Punkte. Nach uns spielen dann Olympique Marseille und Lazio Rom gegeneinander. Vielleicht reicht uns am nächsten Spieltag dann nur noch ein Punkt fürs Weiterkommen. Es wäre wichtig die Gruppe an der Spitze zu beenden. Schließlich muss der Zweite gegen einen Gegner aus der Champions League antreten und der Erste wäre schon durch.“

Terim mit Kritik an Ausländerregelung

Auch kritisierte der „Imperator“ wie schon seine anderen Trainerkollegen in der Türkei die Ausländerregelung: „Aktuell gibt es ein Galatasaray, das gewinnt, während die Rivalen verlieren. Das ungeschlagen und ohne ein Gegentor seine Gruppe in Europa anführt. Eine junge Truppe, die Aufmerksamkeit erregt und zum ersten Mal als Favorit in ein Europapokalmatch geht. Ich denke, dass diese Themen angesprochen werden und wir uns nicht mit Details außerhalb des Platzes beschäftigen sollten. Allerdings möchte ich mich noch zur Ausländerregelung äußern. Ich war damals einer der Initiatoren und man hat mich immer noch nicht verstanden, dass das Ziel dieser Regel 14 Türken waren. Die Ausländer spielten ohnehin schon. Mit Verboten kommen wir nicht weiter. Man darf nicht zwischen türkischen und ausländischen Spielern unterscheiden. Die Anadolu-Teams sind aufgrund der vorherigen Ausländerregelung in der Lage gewesen uns die Stirn zu bieten. Sie scouten Spieler zu erschwinglichen Preisen und schlagen uns und alle anderen überall. Es gibt mittlerweile keinen klaren Favoriten mehr vor den Spielen. Ich glaube nicht an die Vorstellung, dass türkische Fußballspieler nicht genug ausgebildet werden, wenn es keine Ausländerregelung gibt.“

Turan und Boey fallen weiterhin aus

Des Weiteren informierte der 68-jährige Übungsleiter die Medien bezüglich der langen Ausfälle um Arda Turan und Sacha Boey: „Ich glaube, Sprunggelenksverletzungen werden auf die leichte Schulter genommen. Arda erlitt eine schwere Verletzung. Er hat Schmerzen, wenn er anfängt zu laufen. In solch einem Fall gibt es eine sehr kleine Schwelle. Wenn wir diese Schwelle mit Schmerzen überwinden, können wir ihn sogar innerhalb von einer Woche ins Team aufnehmen. Es gab sicherlich Spiele, wo uns Arda auf dem Platz sehr geholfen hätte. Auch wenn er nicht spielt, tut er seine Pflicht sowohl im Training als auch in der Umkleidekabine. Wir haben ihn auch vermisst, hoffentlich ist er bald wieder da. […] Boey hatte bis zum Spiel in Marseille aufgrund seiner Muskelverletzung nicht gespielt. In Marseille hat er dann 65 Minuten sehr gut gespielt, ehe wir kein Risiko eingehen wollten und ihn ausgewechselt haben. Vor dem Spiel in Moskau hatte ich gesagt, dass er gegen Besiktas spielen könnte, weil er vor den letzten Tests stand. Bei dieser Art von Muskelverletzung sollten Körperreaktionen bei bestimmten Geschwindigkeiten genau beobachtet werden. Sacha verspürte während dieser Tests einige Schmerzen. Leider werden wir noch eine Weile auf ihn verzichten müssen. Er ist ein junger Spieler und wir haben hohe Erwartungen an ihn.“





Vorheriger Beitrag

Startschuss in der U19-Liga: Titelverteidiger Trabzonspor startet mit Kantersieg

Nächster Beitrag

Berke Özer zurück in Belgien: "Verspüre keinen Druck, sondern pure Unterstützung"

2 Kommentare

  1. 4. November 2021 um 9:19 —

    Wir haben es beantragt, dass wir heute Abend mit 100 Prozent der Fans spielen dürfen. Wurde natürlich abgelehnt. Dennoch werden wir unser Stadion so füllen, wie wir es wollen.

    Ich bin mal auf die Strafen gespannt. Vielleicht Zuschauersperre gegen Fener?

    Naja, heute müssen wir wirklich alles geben und wie gegen Lazio spielen. Wenn wir dann Effektiv sind, müssten wir gewinnen. Hoffentlich erwischen wir heute keinen schlechten Tag…

  2. 4. November 2021 um 8:56 —

    Gewinnen wir heute und Marseille verliert sind wir aufjedenfall in der nächsten Runde dann würden uns zwei remis gegen Lazio und Marseille für den Gruppensieg reichen.

    Hoffe heute spielerisch auf einen guten Sieg gegen Moskau

Schreibe ein Kommentar