Ein Punkt in Antalya, aber zwei Punkte fühlen sich wie Verlust an
Fatih Tekke, Trainer von Trabzonspor, sprach nach dem 1:1 auswärts bei Hesap.com Antalyaspor von einem „enttäuschenden Abend“ und stellte klar, wie schwer die verpassten Zähler wiegen. Er betonte, dass seine Mannschaft „zwei sehr wertvolle Punkte“ verloren habe und die Partie aus seiner Sicht ein Spiel gewesen sei, „das wir heute gewinnen mussten“.
Zwei Gesichter: schwache erste Hälfte, bessere zweite Hälfte
Tekke erklärte, seine Mannschaft habe die erste Hälfte „so verloren gesehen wie das Spiel selbst“. Gleichzeitig hob er hervor, dass er mit dem Auftreten nach der Pause zufrieden gewesen sei – mit dem Spiel, dem Willen und der Intensität in der zweiten Hälfte. Genau diese zweite Halbzeit hätte aus seiner Sicht auch den Sieg hergeben können.
Mehr Qualität gefordert: Talente müssen stärker in den Vordergrund
Der Trainer formulierte seine Erwartung deutlich: Mit den Möglichkeiten und dem Kader müsse „mehr qualitativ hochwertige Arbeit“ sichtbar werden. Er gratulierte Antalyaspor zwar zum Ergebnis, blieb aber dabei, dass seine Mannschaft mit mehr Klarheit und Qualität im eigenen Spiel die Partie hätte entscheiden können – zumal „harte Spiele“ bevorstehen.
Unterbrechungen als Ärgernis: „Ich bin mit der Atmosphäre nicht zufrieden“
Tekke stellte klar, dass er keine Diskussion über einzelne Strafraumentscheidungen führen wolle und dem Schiedsrichter dazu nichts vorwerfe. Unzufrieden zeigte er sich jedoch mit dem generellen Spielfluss. Aus seiner Sicht wurde die Begegnung zu häufig unterbrochen, besonders bei Situationen, die das Spiel „stoppen“ und unnötig „unterbrechen“ sollten. Zwar werde das Uhrzeichen gemacht, doch das führe seiner Einschätzung nach nicht zu einer wirklichen Kompensation. Er betonte, er meine damit nicht nur dieses Spiel, aber „dieses Spiel war so unangenehm“.
Die negativsten Momente: vergebene Chancen und ein verschossener Elfmeter
Auf die Frage nach den größten negativen Momenten nannte Tekke zwei Punkte: die nicht genutzten Chancen und den verschossenen Elfmeter. Er machte dabei deutlich, dass man die Partie nicht über „90 Minuten“ pauschal bewerten könne, aber dass gerade die „talentierten Spieler“ mehr Verantwortung übernehmen müssten. Der verschossene Strafstoß habe aus seiner Sicht ein mögliches Spielbild verändert: Hätte der Elfmeter gesessen, wäre der Gegner eher aufgegangen, und seine Mannschaft hätte „die Positionen einfacher“ finden können. Tekke brachte es auf eine Kernformel: „Es ist ein Problem, nicht zu produzieren oder in der Frontregion zu produzieren.“
Personal: Muci nicht auf seiner natürlichen Position, Umut Nayir mit Einsatz
Tekke erklärte zudem, dass Ernest Muci diesmal nicht auf einer gewohnten Position eingesetzt worden sei. Gleichzeitig hob er hervor, dass auch Neuzugang Umut Nayir versucht habe, sein Bestes zu geben.
Transfergerüchte als Störfaktor? Tekke sieht eher ein Selbstvertrauens-Thema
Auf die Frage, ob Transfergerüchte Spieler beeinflussen könnten, antwortete Tekke sinngemäß, dass es dafür keinen konkreten Ansatz gebe. Er betonte, diese Spieler seien „sehr wertvolle Spieler“, die beobachtet und begehrt würden – in einem System, in dem Statistiken weltweit gespeichert seien. Ob Transferfragen oder „absurde Nachrichten“ manchmal Verwirrung stiften könnten, räumte er als theoretische Möglichkeit ein, blieb aber bei seiner Diagnose: Entscheidend seien eher Themen auf der Ebene von Wille, Intensität und „ein bisschen mehr Selbstvertrauen“ – und dafür trage das Team selbst die Verantwortung.
Bus-Vorfall vor dem Spiel: Tekke spielt es herunter
Angesprochen auf den Vorfall vor der Begegnung – ein Gegenstand soll den Mannschaftsbus getroffen haben – antwortete Tekke knapp: „Der Wurf stammt von einem Kind. Nichts sehr Wichtiges.“ Er betonte, es bestehe keine Notwendigkeit, solche Dinge größer zu machen.
Weitere Trennung kurz vor Antalyaspor-Spiel: Cihan Canak zu Genclerbirligi
Unabhängig von der sportlichen Analyse gab es rund um Trabzonspor auch Personalbewegungen: Kurz vor dem Spiel wurde eine weitere Trennung in der Winter-Transferperiode bekannt. Der Klub meldete, dass der 21-jährige Flügelspieler Cihan Canak für den Beitritt zu Genclerbirligi Ankara engagiert wurde. Damit kam es im Januar in Trabzon bereits zur sechsten Trennung, nachdem bereits mehrere Spieler den Kader verlassen hatten.


