Süper LigTrabzonspor

Süper Lig-Saison 2019/2020 trägt den Namen Cemil Usta

Der türkische Verband hat die Namensgebung für die Saison 2019/2020 bekanntgegeben. Die Spielzeit trägt den Namen von Trabzonspor-Legende Cemil Usta, bekannt unter dem Spitznamen „Dozer Cemil“.

Usta in guter Gesellschaft

Nachdem in den vorherigen Jahren schon (verstorbene) Persönlichkeiten wie Süleyman Seba (2014/15), Hasan Dogan (2015/16), Turgay Seren (2016/17), Ilhan Cavcav (2017/18) und Lefter Küyükandonyadis (2018/19) geehrt worden, die sich um den türkischen Fußball verdient gemacht haben, fiel die Wahl für die kommende Saison auf Cemil Usta. Usta verstarb bereits 2003, wurde aber zeitlebens als einer der größten Kapitäne in der Vereinsgeschichte von Trabzonspor betrachtet. Seine vorbildlichen und höflichen Umgangsformen sowie seine Bescheidenheit wurden stets positiv hervorgehoben. Daher erntete Usta aus allen Fanlagern viel Zuneigung und Respekt.

Kurzporträt: Cemil Usta

Usta wurde am 1. Januar 1951 in Trabzon geboren. Mit dem Fußball begann er 1967 beim Sebat Jugendklub. 1970 wechselte er zu Trabzonspor. Damals spielten die Bordeauxrot-Blauen noch in der zweiten Liga. In der Saison 1973/74 gelang Usta mit Trabzon schließlich der Aufstieg in die Süper Lig. 1975/76 und 1976/77 feierte Usta mit Trabzonspor back-to-back-Meisterschaften in der türkischen Liga. Diese Zeit ging auch als „Anadolu-Revolution“ im türkischen Fußball in die Sportgeschichtsbücher ein. 1976 war Usta der Siegtorschütze beim unvergessenen 1:0-Triumph von Trabzonspor gegen den FC Liverpool im Pokal der Landesmeister (dem Vorgängerwettbewerb der UEFA Champions League, Anm. d. Red.).

Klub-Ikone in Trabzon: Cemil Usta

Den Spitznamen „Dozer“ bekam Usta aufgrund seiner Robustheit und Härte im Spiel verliehen. Usta war viele Jahre Spielführer des Schwarzmeer-Klubs und spielte auch für die türkische Nationalmannschaft (zwei Länderspiele). Das wohl legendärste Zitat Ustas: „Ich bin der Kapitän von Trabzonspor. Den Verein zu verlassen und hinter dem Kapitän eines anderen Klubs aufs Spielfeld hinauszugehen, passt nicht zu mir“, wird wohl für immer in den Gedächtnis der türkischen Fußball-Fans bleiben. Nach seinem Karriereende 1978, das ihm mit einem Abschiedsspiel ehrenvoll bereitet wurde, übernahm Usta einen Trainerposten in der Jugendabteilung von Trabzonspor, wo er viele Talente förderte und dem Nachwuchs in Trabzon die Liebe zum Fußball vermittelte. Usta verstarb am 15. März 2003.

Usta war viele Jahre Kapitän der Bordeauxrot-Blauen

Vorheriger Beitrag

Gegen Bayern München - Das Sommerprogramm von Fenerbahce

Nächster Beitrag

Rize-Boss Hasan Kartal: „Ali Koc hat wegen Vedat Muriqi angerufen“

Anil P. Polat

Anil P. Polat

Chefredaktion GazeteFutbol
Hürriyet.de-Redaktion

Keine Kommentare

Schreibe ein Kommentar