Besiktas bleibt Gruppenführer: „Unsere Führung geht weiter“
Besiktas hat in der Gruppe C des türkischen Pokals auswärts gegen Kocaelispor ein 1:1 erreicht. Nach dem Spiel ordnete BJK-Trainer Sergen Yalcin das Ergebnis nüchtern ein und betonte, dass die Ausgangslage in der Gruppe weiterhin positiv sei. „War ein herausforderndes Spiel. Kocaelispor ist ein gutes Team. Sie spielen aggressiv im Mittelfeld. Wir haben das Spiel mit Spielern begonnen, die zuletzt weniger Einsatzzeiten erhielten“, sagte er und fügte an: „In den letzten Augenblicken des Spiels kam es zu einem Unentschieden. Es scheint eine faire Punkteteilung zu sein. Unsere Gruppenführung geht weiter. Hoffentlich wird das weitere besser.“
„Pokalspiele sind wirklich hart“: Yalcin über den Spielverlauf
Auf der Pressekonferenz hob Sergen Yalcin vor allem den Charakter von Pokalpartien hervor. „Pokalspiele sind wirklich hart. Besonders schwierig sind Auswärtsaufgaben in Kocaeli. Eine Mannschaft, die die Raumaufteilung gut umsetzt und kämpferisch agiert. Es war heute ein schwieriges Spiel für uns“, erklärte der Coach. Er räumte zugleich ein, dass die Leistung nicht durchgehend überzeugend war: „Es ist schwer zu sagen, dass wir sehr gut gespielt haben. Aber wir haben gut gekämpft.“
Yalcin verwies darauf, dass Besiktas mit einer veränderten Besetzung gestartet sei und im Verlauf Anpassungen vorgenommen habe. „Wir sind mit anderen Spielern gestartet und Schritte unternommen, um das Spiel im Verlauf zu ändern“, sagte er. Der Trainer unterstrich zudem die Ambitionen des Klubs: „Eines unserer Hauptziele für diese Saison ist der Pokalgewinn, wir planen, so weit wie möglich zu kommen. Ich hoffe, dass uns dieser Weg gelingen kann.“
Elfmeter-Szenen im Fokus: „Es sieht aus wie ein Elfmeter“
Ein zentrales Thema waren die Strafstoßentscheidungen. Sergen Yalcin sprach offen über die Szene, die zum Elfmeter für Kocaelispor führte: „Kocaelispor traf die Hand von Ndidi, es sieht aus wie ein Elfmeter.“ Gleichzeitig zeigte er sich kritisch gegenüber der Bewertung der eigenen Strafraumszene: „Unsere Strafposition war weit weg. Ungesehen. Da muss es eine Fahrt geben. Du schaust besser als Fernsehen. Ich weiß nicht, wie zutreffend es ist, einen Kommentar abzugeben, aber … das Spiel ist vorbei. Ist es wichtig, wer Recht hat? Das Spiel ist vorbei.“
Lob für Kocaelispor: „Fans, Stat, alles ist wunderschön“
Trotz der hitzigen Diskussionen sparte Yalcin nicht mit Anerkennung für den Gegner und das Umfeld. „Kocaelispor hat gut gespielt. Kocaelispor ist ein gutes Team. Sie spielen gut im eigenen Stadion. Sie haben einen guten Kader aufgebaut. Eine der Mannschaften, die in der Liga sein sollten. Fans, Stadt, alles ist wunderschön. Wenn Sie möchten, dass ich das sage, dann habe ich es gesagt“, erklärte er.
Klare Ansage zu Transfergerücht: „Wir sind an keinem Fußballer interessiert“
Deutlich wurde Sergen Yalcin auch bei einer Frage zu möglichen Transferinteressen an Habip Ali Keita von Kocaelispor. Der Trainer reagierte direkt: „Wir sind an keinem Fußballer von Kocaelispor interessiert.“
Unruhe am Spielfeldrand: „Es kam mir seltsam vor“
Ein weiterer Punkt betraf die aufgeheizte Stimmung rund um das Spiel. „Ich verstehe nicht, wie es zu diesem Blutdruckanstieg kam. Es ist schön für die Fans, ins Spiel einzusteigen. Natürlich unterstützen die Kocaelispor-Anhänger ihr Team, ich kann sie verstehen, aber es ist nicht möglich, das Verhalten der gegnerischen Bank am Spielfeldrand zu verstehen“, sagte Yalcin und forderte Respekt: „Wir müssen einander respektieren. Wir trainieren Teams, wir spielen Fußball.“
Abschließend verwies der Coach auf die allgemeine Natur von Schiedsrichterentscheidungen: „Der Schiedsrichter kann Entscheidungen zu deinen Gunsten oder gegen dich treffen. Das haben wir schon oft gesehen. Es kann jedem passieren.“ Für Yalcin bleibt nach dem 1:1 vor allem eines entscheidend: Besiktas hält die Gruppenführung – und richtet den Blick auf die nächste Aufgabe am Wochenende gegen Corendon Alanyaspor.


