Süper Lig

Rassistische Beleidigungen überschatten Malatya-Erfolg in der Europa League

Der Saisonstart ist für die Gelb-Schwarzen aus Malatya vorerst geglückt. Mit dem 1:0-Sieg bei Olimpija Ljubljana fuhr die Mannschaft von Trainer Sergen Yalcin den ersten Europapokalsieg in der Vereinshistorie ein und machte somit den Einzug in die dritte Qualifikationsrunde der UEFA Europa League perfekt. Am kommenden Donnerstag geht es für den letztjährigen Tabellenfünften nun zum serbischen Traditionsklub Partizan Belgrad. Eine Woche später kommt es zum Revancheduell in Malatya.

Yalcin wettert: „Farnolle wurde rassistisch beleidigt!“

Die Freude über den Einzug in die nächste Runde trübten jedoch nicht hinnehmbare Vorfälle im Stozice-Stadion. Trainer Yalcin beklagte sich nach der Partie über rassistische Beleidigungen des Ljubljana-Anhangs gegenüber Torhüter Fabien Farnolle. Der ehemalige Besiktas-Profi wetterte: „Die Spieler sind eigentlich auf jeglichen Druck gut vorbereitet. Auch ich. Doch für das, was nach dem Spiel passiert ist, sollte man sich schämen. Am Ende des Tages sind wir hier um Fußball zu spielen.“ Yalcin führt aus: „Es gab rassistische Anfeindungen gegen unseren Torwart. Jetzt sitzt er in der Kabine und weint. Anscheinend hat man immer wieder Affenlaute gemacht und ihn damit schwer beleidigt. Dass so etwas in Europa passiert, ist unglaublich.“

Rassismus: UEFA versteht keinen Spaß

Auf Seiten der Gastgeber war man nach dem Ausscheiden noch zu keiner Stellungnahme bereit. Klar ist aber: Sobald Rassismus im Spiel ist, versteht der europäische Fußballverband UEFA keinen Spaß. Neben einer empfindlichen Geldstrafe dürfen sich die Slowenen zumindest mal auf einige „Geisterspiele“ in der kommenden Europapokalsaison einstellen. Trainer Yalcin blieb daher zunächst nichts anderes übrig als sich auf das Sportliche zu konzentrieren. „Ich denke, dass wir ein gutes Spiel gezeigt haben. Nachdem unser Gegner dezimiert war, ging das Spiel nur in eine Richtung. Am Ende haben wir viel Risiko auf uns genommen, ich habe drei offensive Spieler eingewechselt. Aber wir hätten auch ausscheiden können. Ich beglückwünsche meine Mannschaft.“ Mit dem Ausscheiden müssen sich nun die Gastgeber aus Ljubljana auseinandersetzen. Doch nicht nur damit: Nach dem unschönen Rassismus-Vorfall dürfte das letzte Wort diesbezüglich noch nicht gesprochen sein.

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Erdem Ufak

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2 Kommentare

  1. Avatar
    3. August 2019 um 3:52

    Ich hätte da direkt Mal auf die Bühne wo die Affenlaute herkamen eine Bombe draufgeschmissen. Elende Hunde. Ich erwarte das jeder einzelne rassistische Fan dafür bestraft wird.

  2. Avatar
    2. August 2019 um 17:26

    Also Rassisten kann ich überhaupt ned abhaben, egal ob in Deutschland der Türkei oder in irgendwo in der osteuropäischen Pampa….

    Was heißt denn hier “Geisterspiele” die WiXXXer musst du lebenslang bei solchen Vorfällen aus den euopäischen Wettbewerben verbannen ansonsten ist die UEFA Kampagne “no to racism” absolut heuchlerisch, lächerlich und nicht ernst zu nehmen.

    Die richtigen Affen sitzen bei solchen Vorfällen sowieso auf der Tribüne oder etwa nicht?