Fenerbahce

Ozan Tufan: “Haben viele Probleme, bin extrem unzufrieden”


Es war ein ereignisreicher Abend im Ülker-Stadion. Auf eine biedere erste Hälfte folgte ein fulminanter zweiter Durchgang – mitsamt Platzverweis und fünf Toren. Am Ende behielt das krisengebeutelte Fenerbahce die Oberhand. Kein Team in der Süper Lig beweist nach 29 Spieltagen bessere Comeback-Qualitäten als die Gelb-Marineblauen: Aus vier Spielen holte Fenerbahce acht Punkte durch Tore in der 90. Minute bzw. Nachspielzeit. Erwähnenswert nach dem 3:2 war auch die gerade mal erste Torvorlage von Hasan Ali Kaldirim in dieser Saison beim Führungstreffer von Vedat Muriqi. Der Kosovare hat indes seinen Karriererekord eingestellt und spielt mit bislang 15 Treffern und sechs Assists seine beste Profisaison.

Karapinar: „Wünschte, Emre spielt noch ein Jahr“

Trotz des Sieges war man im Fenerbahce-Lager nicht sonderlich glücklich, auch weil Mehmet Ekici mit einem Muskelfaserriss die nächsten Wochen verletzt pausieren muss. So erklärte Matchwinner und Doppelpacker Ozan Tufan: „Wir sind glücklich über den Sieg, aber wir haben schlecht gespielt. Aktuell tun wir uns extrem schwer, man sieht wie viele Probleme wir haben. Dennoch möchten wir die restlichen Spiele allesamt noch gewinnen.“ Interimscoach Tahir Karapinar ergänzte: „In puncto Kreativität waren wir nicht gut genug. Die Einwechselspieler hatten am Ende ihren Anteil, dass wir den Rückstand drehen konnten.“ Zum Thema Emre Belözoglu, der nach der Partie völlig aufgelöst in Tränen ausbrach, sagte Karapinar: „Ich wünschte mir, dass er noch ein Jahr dranhängt. Doch er hat extrem viel zu tun mit der Kaderplanung für das kommende Jahr. Er trainiert und schläft sehr wenig. Solche Spieler sind ein Gewinn für Fenerbahce.“

Malatyaspor kritisiert Töre-Platzverweis

Mit nur einem Sieg aus den letzten 14 Spielen läuft es für die Gäste aus Malatya derweil noch etwas schlechter. Auf den Sieg gegen Göztepe in der Vorwoche folgte am Samstagabend eine erneute Pleite. Geht es nach den Verantwortlichen der Gelb-Schwarzen, war der Schuldige mit Schiedsrichter Ali Sansalan schnell gefunden. „Wir würden gerne über das Spiel sprechen, doch da gibt es nichts mehr zu besprechen. Wir haben genug. Die Szene von Gökhan Töre war nicht mal ein Foul. Wie kann man da die zweite Gelbe Karte geben? Es geht nicht nur um diese Woche. Am Ende sind wir nur ein Anadoluteam. Aber auch wir haben drei Millionen Fans. Ist es nicht schade um sie“, so Präsident Adil Gevrek. Auch Hikmet Karamans Assistent Hasan Özer war der gleichen Meinung und empfand den Platzverweis für Töre als zu hart. Warum man trotz einer 2:1-Führung in der 91. Minute das Spiel dennoch verloren hat? Özer dazu: „Ich denke, bei den Toren hatten wir auch viel Pech. Der Platzverweis hat das Spiel entschieden. Bis dahin hatte Fenerbahce keine einzige Torchance.“

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Erdem Ufak

Erdem Ufak

Co-Owner/Chefredaktion GazeteFutbol

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