Türkischer Fußball

MHK-Boss Yusuf Namoglu tritt zurück!

Mit der Einführung des Videobeweises (VAR) sollte den türkischen Unparteiischen in der Spor Toto Süper Lig ursprünglich unter die Arme gegriffen werden. Doch wie in den europäischen Top-Ligen auch, entfachte der VAR stattdessen viele unverhoffte kontroverse Diskussionen. Vor allem die unterschiedlichen Regelauslegungen der Schiedsrichter sorgten dafür, dass die Stimmung zwischen den Schiedsrichterausschüssen und den jeweiligen Klubs gekippt ist – insbesondere in der Türkei. Viele Vereine sahen sich in den letzten Wochen und Monaten gezwungen, auf die zum Teil falschen Schiedsrichterentscheidungen mit öffentlichen Statements zu reagieren, darunter auch die „Großen Vier“ der Liga, Besiktas, Fenerbahce, Galatasaray und Trabzonspor.

Namoglu bestätigt Rücktritt

Der immer größer werdende Druck hat schließlich dafür gesorgt, dass das gesamte Gremium (neun Angestellte) des türkischen Schiedsrichterausschusses (MHK) zurücktreten muss. Vorsitzender Yusuf Namoglu bestätigte heute gegenüber dem türkischen TV-Sender „NTV“ den Rücktritt mit folgenden Worten: „Morgen [Donnerstag] werden wir unser Amt niederlegen. Der gesamte Ausschuss tritt zurück.“ Namoglu weiter: „Wir haben uns bei unserer Arbeit von niemandem reinreden lassen. Die Schiedsrichter haben Fehler gemacht, auch wir haben Fehler gemacht. Doch wir waren immer ehrlich und aufrichtig. Daher kleben wir auch nicht an unseren Stühlen.“

VAR-Protokolle dürfen nicht an die Öffentlichkeit

Auf Grund der vielen strittigen Entscheidungen seitens des Videoassistenten wurde von den türkischen Klubs verlangt, die Gesprächsprotokolle zwischen Schiedsrichtergespann und den Video-Schiedsrichtern zu veröffentlichen. Das sei laut Namoglu jedoch nicht möglich. „Wir haben eine Vereinbarung mit dem IFAB (International Football Association Board). Erst wenn diese Regelung geändert wird, ist so etwas möglich.“ Die türkischen Referees nahm der 72-Jährige dagegen in Schutz: „Falsche Entscheidungen werden nicht bewusst getroffen, das hat am Ende mit der Schiedsrichter-Qualität etwas zu tun. Fehler wird es immer wieder geben, deswegen wurde der Videobeweis eingeführt. Ich möchte nur daran erinnern, wie die Karriere von Deniz Ates Bitnel wegen einem schlechten Spiel ein Ende nahm. Das müssen wir in Zukunft unbedingt verhindern.“



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Erdem Ufak

Erdem Ufak

3 Kommentare

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    14. Februar 2019 um 9:07

    Was den Rücktritt vom MHK und Namoglu betrifft so denke ich das das ein grober Ablenkungsversuch vom TFF ist bzw. von Yildirim Demirören. Auch die Entlassung von Mircea Lucescu würde ich als Ablenkungsversuch von Demirören bezeichnen um vom tatsächlichen Tagesgeschehen bzw. Skandal abzulenken.

    Lt. radyospor und Cumhuriyet will nämlich Turkcell und die Yildirim Gruppe ( Besitzer Yildirim Demirören ) die Wettgesellschaft iddaa übernehmen. Um von dieser illegalen und kriminelllen Übernahme anzulenken wurde in so kurzer Zeit Lucescu entlassen und musste auch der MHK zurücktreten.

    Ich finde es wie gesagt in höchstem Maße illegal und kriminell, wenn der amtierende TFF Präsident Hauptinhaber von iddaa der größten Sportwettengesellschaft des Landes wird und immer noch TFF Präsident bleiben darf. Der muss sofort zurücktreten, da es hier einen groben Interessenkonflikt gibt.

    Stellt euch vor der DFB Präsident wäre Inhaber von Betwin, sowas ist doch unvorstellbar oder? Aber genau das passiert gerade in der Türkei, also sowas ist absolut illegal und kriminell.

    Link:

    http://www.cumhuriyet.com.tr/haber/spor/1241505/iddaa_da_ihale_gunu_Demiroren_istifa_edecek_mi_.html#

  2. Avatar
    13. Februar 2019 um 17:14

    Ich kann über türkische Schiedsrichter nicht ein einziges positives Wort hier reinschreiben. Meiner Meinung nach sind sie arrogant, überheblich, parteiisch, opportunistisch, schlecht ausgebildet und kennen nicht mal die Fussballregeln.

    Außerdem sind sie mir alle höchst unsympathisch, nicht ein einziger aktiver wie ehemaliger Schiedsrichter ist mir auch nur ansatzweise sympathisch. Ich kann weder Firat Aydunus, noch Cüneyt Çakir, Hüseyin Göcek, Alper Ulusoy, Bülent Yildirim, Ahmet Çakar oder Erman Toroglu ausstehen.

    Wie gesagt sind sie für mich alle gleich arrogant und unsympathisch, mir fällt hier auch kein einziger ein der sympathisch wäre.

    Das türkische Schiedsrichter trotz VAR immer noch kein anständiges Spiel leiten können liegt an den von mir genannten Gründen.

    Bei mir genießen türkische Schiedsrichter keinerlei Sympathie, das sie in jedem Stadion von A-Z beleidigt werden haben sie sich selbst zuzuschreiben. Wer sich auf dem Spielfeld ordentlich benimmt sei es nun ein Trainer, Spieler oder Schiedsrichter wird auch in der Türkei im Normalfall nicht beleidigt.