Galatasaray

Levent Sahin wünschte längere Nachspielzeit – Sergen Yalcin kontert

Nach dem enttäuschenden 1:1-Remis gegen BtcTurk Yeni Malatyaspor gelobt Co-Trainer Dr. Levent Sahin Besserung. Auf der Gegenseite war auch Sergen Yalcin nicht vollends zufrieden.

Levent Sahin: “Die Nachspielzeit war zu kurz”

Lange schien es so, als würde Galatasaray den dritten Ligasieg in Folge einfahren. Doch kurz vor Ende schockte Guilherme die Gäste, traf zum Ausgleich. Dr. Levent Sahin, der aufgrund der Sperre von Chefcoach Fatih Terim als Co-Trainer das Sagen auf der Trainerbank hatte, war erwartungsgemäß nicht zufrieden mit dem Ausgang der Partie. „Wir waren das Team mit den besseren Chancen. Wenn wir unsere vorherigen Möglichkeiten genutzt hätten, wäre das Spiel anders verlaufen. Wir haben das Tor nach einer Standardsituation kassiert. Insbesondere hierbei müssen wir konzentrierter sein“, so der 46-Jährige. Zudem gab er an, im nächsten Spiel eine andere Startformation aufzustellen. Gleichzeitig verspricht Sahin Verbesserung: „In der nächsten Woche werden wir nicht wie heute auflaufen. Zu Belhandas Gesundheitsstatus können wir im Laufe der Woche mehr sagen. Wir werden nächste Woche ein besseres Spiel abliefern.“ Zwar wollte sich Sahin nicht all zu viel mit der Schiedsrichterleistung aufhalten, dennoch kritisierte er die Tatsache, dass es nur drei Minuten Nachspielzeit gab. Er stellte die Frage in den Raum, wie viel Nachspielzeit es gegeben hätte, wenn Galatasaray noch in Führung gewesen wäre.

Florin Andone glücklich über ersten Einsatz

Glücklich über seinen ersten Einsatz im gelb-roten Dress zeigte sich indes Angreifer Florin Andone. Mit seiner eigenen Performance und dem Ergebnis sei allerdings auch der Rumäne nicht zufrieden: „Ich bin sehr glücklich, mein erstes Spiel für Galatasaray bestritten zu haben. Das gleiche kann ich leider nicht über das Ergebnis sagen. Ich habe auch nicht die beste Leistung zeigen können. Trotzdem habe ich versucht, alles zu geben und meinem Team bestmöglich zu helfen.“ Dennoch ist die Leihgabe von Brighton & Hove Albion optimistisch: „Ich blicke voller Zuversicht in die Zukunft. Ich werde in Zukunft sicherlich Besseres hinkriegen und auch unser Team wird besser spielen. Trotzdem wäre ein Sieg natürlich von Vorteil gewesen.” Mit Ausreden möchte sich der Stürmer aber nicht aufhalten. Dies sei einem großen Team nicht würdig. Zudem sei ein Remis keine Katastrophe: „Wir müssen die erspielten Chancen nutzen. Wenn wir das zweite Tor erzielt hätten, wäre das gesamte Spiel anders verlaufen. Daran können wir nun nichts mehr ändern, das Spiel ist so geendet. Das ist nicht das Ende der Welt. Schließlich war das nicht das letzte Spiel, das wir gespielt haben. Wir müssen positiv denken. Wir müssen optimistisch bleiben und uns gut vorbereiten, um in Zukunft Siege einzufahren.“

Marcao: „Jeder Auswärtspunkt ist wichtig“

Auch wenn die drei Punkte zwingend als Marschroute vorgegeben waren, betonte Marcao dennoch die Wichtigkeit jedes Auswärtspunktes: „Das Gegentor war sehr unglücklich. Es war eine schlechte Flanke, die irgendwie vor einem freiem Spieler gelandet ist. Natürlich wollten wir gewinnen, aber man darf nicht vergessen, dass auch ein einzelner Punkt auswärts sehr wichtig sein kann. Nun ist es wichtig, sich gut auszuruhen und auf die kommende Begegnung vorzubereiten.“ Die Innenverteidigung um Marcao und Christian Luyindama steht seit Saisonbeginn in der Kritik. Angesprochen auf die aktuelle Leistung gab auch Marcao zu, aktuell nicht die beste Leistung abzuliefern: “Ich denke, dass man aktuell nicht sagen kann, dass Luyindama und ich vollkommen überzeugen. Aber ich denke, dass wir uns mit jedem Spiel ein wenig verbessern und eine bessere Leistung abliefern. Es gibt keine leichten Spiele.“ Der Brasilianer möchte seinen Blick nun auf das nächste Spiel richten. Nächte Woche empfangen die ,,Löwen” in der Türk Telekom-Arena den ewigen Rivalen Fenerbahce. „Nächste Woche haben wir ein sehr wichtiges Spiel vor uns. Uns erwartet das Derby. Mit unseren Anhängern im Rücken spielen wir noch besser”, gab der 23-Jährige zu verlauten.

Stephen Nzonzi prangert individuelle Fehler an

Der aktuell vielversprechendste Neuzugang ist Stephen Nzonzi. Die 30-jährige Leihgabe des AS Rom erweist sich als wichtige Stütze im zentralen Mittelfeld. Auch der Weltmeister von 2018 machte aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis. „Es gibt nicht viel zu sagen. Es ist schlecht, dass wir hier nur einen Punkt geholt haben. Wir waren am Schluss nicht konzentriert genug und haben individuelle Fehler gemacht“, so der 30-Jährige.

Sergen Yalcin ebenfalls nicht zufrieden

Auf der Gegenseite war Trainer Sergen Yalcin zwar glücklich über den späten Punktgewinn, aber dennoch nicht zufrieden mit dem Remis:  „Natürlich sind wir glücklich über das späte Ausgleichstor. Aber dennoch sind wir nicht zufrieden mit dem Remis. In den ersten 25 Minuten waren wir sehr gut. Die erste Chance, die wir zugelassen haben, hat zum Tor geführt. Danach waren wir phasenweise nicht gut. Im zweiten Durchgang standen wir insgesamt höher. Gegen ein qualitativ so gutes Team so zu spielen, ist nicht leicht.“

„Gökhan Töre hätte heute viel ausrichten können“

Aktuell hat BtcTurk Yeni Malatyaspor mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Auch diesen Umstand bewertete der 46-jährige Übungsleiter: “Zu Saisonbeginn hatten wir harte Europapokalspiele. Dadurch haben wir nun viele erschöpfte Spieler, wodurch sich eben Verletzungen ergeben haben. Gökhan Töre wird uns noch bis zur Länderspielpause fehlen. Er hätte heute viel ausrichten können. Auch Thievy Bifouma fehlt weiterhin. Moryke Fofana konnten wir ebenfalls nur kurz spielen lassen. Aber im Laufe der Saison kommt es regelmäßig zu Verletzungen. Wir haben keinen sehr breiten Kader. Dennoch werden wir mit den restlichen fitten Spielern unseren Weg gehen.” Zudem hatte Yalcin prompt eine Antwort für Levent Sahin parat, der die kurze Nachspielzeit anprangerte: „Hätte es lieber 10-15 Minuten Nachspielzeit gegeben. Das wäre ein Vorteil für uns“, so die kurze Antwort des ehemaligen Besiktas-Akteurs.

Guilherme hebt die Teamleistung hervor

Matchwinner Guilherme betonte, dass ein Punkt gegen einen Champions League-Teilnehmer sehr gut sei. Trotz seines wichtigen Treffers hob der offensive Mittelfeldspieler die Teamleistung hervor. „Wir standen sehr kompakt und haben gut gespielt. Ich habe einfach geahnt, dass der Ball dort landen wird. Ich bin froh, meinem Team mit dem Tor geholfen zu haben, aber jeder im Team hat heute seinen Teil zur Leistung beigetragen”, so der 28-jährige Brasilianer.

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Burak Aras

Burak Aras

4 Kommentare

  1. Avatar
    23. September 2019 um 15:30

    Leute das ganze kann doch nicht gut gehen. Wann haben wir 4-1-4-1 gespielt? Wer hat diese Taktik zum Leben gerufen?
    Spiel doch einfach 4-4-2 und gut ist.

    Nzonzi spielt komplett alleine als 6er. Er räumt alles weg was geht nur die anderen spielen komplett falsch. Warum spielt ein Adem Büyük die letzten Minuten als LV?
    Warum wechselt man einen Falcao in der 90min ein? Warum kommt andone raus dafür Jimmy? WARUM AMK?

    Wacht mal auf langsam und spielt Fußball. Spielt mit zwei Stürmern. Ich will gegen Fener den Emre Mor sehen. Der versucht mal jemanden auszudribbeln damit sein Partner mehr Platz hat.

    Kein einziger hat ein Steilpass gespielt. Alle Bälle gehen zurück und unsere Abwehr muss das Spiel aufbauen. Kein Wunder dass Lyundama einfach nach vorne geht, aber was soll der Typ machen?
    Marcao ist wie ne tickende Zeitbombe. Der Typ ist einfach ultra schlecht. Warum lässt man nicht jemanden aus der Jugend spielen? Was kann dieser Marcao was die Jugendspieler nicht können?

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      23. September 2019 um 16:16

      Ich sag’s dir der Co-Trainer ist ein ahnungsloser Vollidiot. Er hat absolut keine Ahnung wie man ein Spiel liest und wie man handeln muss. Gleiches gilt für Sas und Davala auch.
      Ich verstehe auch nicht warum man einen Andone rausholt, wenn sowieso nur noch 3 Minuten zu spielen sind. Lass ihn doch einfach drinne. Für mich gibt es da eine Regel, wenn man 1-0 führt und der Sack nicht zu ist, darf man den Stürmer auch nicht rausholen. Yoksa iste böyle agzi acik kalirsin ortada.

      Ich hätte auch lieber einen Emre Mor gesehen, anstatt Adem Büyük. Zumindest hätte ich ihn eingewechselt. Stattdessen saß er 90 Minuten auf der Bank. Warum weiß nur der Co-Trainer.

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    23. September 2019 um 14:24

    Das ist so peinlich.. Wie kann man sich über die Nachspielzeit beschweren.. Als hätten wir deswegen 2 Punkte verloren..

    Marco gehört für mich in die zweite türkische Liga. Der typ ist ein unruhefaktor Ala Danny. 0 Intelligenz 0 Sicherheit 0 Zweikampf erhalten 0 decision making 0 stellungsspiel. Der typ ist der schlechteste innenverteidiger der letzten 45 Jahre das schwöre ich euch.

    An dieser NIEDERLAGE gibt es einen schuldigen und der saß auf der Tribüne. Wie kannst du die halbe Mannschaft rotieren obwohl wir kein Team sind? Es hätte die gleiche Mannschaft wie gegen brügge spielen müssen. Wie soll sich ein Team denn sonst einspielen? Das gleiche Team müsste auch im pokal antreten wie lernt man sivh denn kennen? Indem man die Partie von außen verfolgt oder wenn das Team spielt? Falcao in der 90 zu bringen ist eine riesen Schweinerei warum kriegt er so ein Haufen Kohle? Um sich die Eier warm zu sitzen in malatya? Wie kann man in so einer wichtigen Phase seine nicht eingespielten Spieler schonen? Nächste Woche wartet fener auf uns und unser falcao wärmt sich die Eier ne Woche davor auf. Ich hätte mir ein 442 gewünscht für andone UND Falcao. Und zwar mindestens 70 Minuten danach kannste falcao Runter nehmen. Ihn aber schonen kann nicht euer Ernst sein?

    Aber was erwarte ich schon. Unser Team ist ja mit einem Punktgewinn in brügge zufrieden. (Terim seine Worte) wir können ebenso richtig stolz auf den auswärtspunkt sein!! Danke marcao! Wenn unser Team schon so ein mindset hat dann fliegen wir dieses Jahr richtig aufs maul.

    Für mich komplett unverständlich wie man als Meister mit einem. Punkt glücklich sein muss. Marcao gehört zu fenerbahce abgeschoben. Ich trag ihn auch huckepack persönlich über die Brücke bis kadiköy

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      23. September 2019 um 14:42

      Dass das Team nicht eingespielt ist, liegt einfach daran, das die Transfers alle in letzter Sekunde durchgeführt wurden. Es gab kein Trainingscamp für Falcao, Lemina und Co. Und jetzt müssen sich die Spieler einfach im Training besser kennenlernen und so schnell wie möglich einspielen. Das wird eben noch paar Wochen dauern.
      Und genau deswegen hasse ich es, wenn alle Transfers am Ende der Transferphase durchgeführt werden. Dadurch entstehen eben diese Nachteile. Ich wünsche mir seit Jahren, dass wir die Transfers so schnell wie möglich durchführen, heißt in den ersten beiden Wochen und fertig. Das Team kann ich im Trainingscamp einspielen und lernen sich so auch privat besser kennen. Aber darauf kann ich vergebens warten und hoffen.

      Nun dauert es eine Weile bis die Spieler zu 100% ein Team werden. Ich sage es dir, das wird noch 3-4 Wochen dauern. Irgendwie müssen wir dieses Derby gewinnen, danach kommt schon Paris!