Türkischer Fußball

Kurz & Kompakt: Metehan Güclü trifft erstmals für Paris!

Den Meistertitel konnte PSG am Mittwochabend noch nicht einläuten, dennoch hatte Youngster Metehan Güclü Grund zum Feiern. Der erst 20-jährige Angreifer wurde im Auswärtsspiel beim FC Nantes nach 74 Minuten für Kurzawa eingewechselt und erzielte prompt in seinem ersten Ligaspiel auch sein erstes Tor. Der türkische U19-Nationalspieler traf in der 89. Minute zum 2:3-Endstand. Superstar Mbappe gratulierte auch schon über die sozialen Netzwerke. Der Linksfuß hatte bei PSG zuletzt seinen ersten Profivertrag bis Sommer 2022 unterschrieben (GazeteFutbol berichtete hier).

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Thema Frankreich: Die türkische U17 hatte in den beiden Testspielen gegen die Franzosen keine Chance. In Clairefontaine gab es am Dienstag zunächst eine 0:1-Niederlage, am Donnerstagabend folgte ein 1:3. Den einzigen Treffer für die Türken erzielte Altinordus Polat Abay.

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Deutlich besser läuft es für die U15 der Türkei. Beim Vier-Länder-Turnier in Riva/Istanbul gab es für die Mannschaft von Mehmet Hacioglu zwei Siege aus zwei Spielen. Im ersten Spiel schlug man Litauen deutlich mit 6:2, anschließend besiegte man Albanien mit 1:0. Heute Nachmittag ab 13.00 Uhr geht es ins letzte Turnierspiel gegen Weißrussland.

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Ob es was mit dem Derby in Kadiköy am vergangenen Wochenende zu tun hat? Der TFF und MHK organisierten in dieser Woche ein Seminar für die türkischen Referees. Unter der Leitung von Ex-Schiedsrichter Baris Simsek wurde eine VAR-Schulung durchgeführt. Auch MHK-Boss Sabri Celik war anwesend. Es wurden u.a. Extremsituationen simuliert sowie die bestehenden Regularien aufgefrischt.

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Bursaspor-Präsident Ali Ay hat in einer Pressekonferenz Vorwürfe gegen seine Person vehement abgewiesen. Der Klubboss solle sich am Verein bereichert haben, lauteten die Anschuldigungen aus Teilen des Bursaspor-Umfelds. Ay dazu: „Ich gebe dem Klub jährlich um die zehn Millionen TL (ca. 1,5 Mio. EUR) aus der eigenen Tasche. Ihr alle liebt Bursaspor. Doch ich liebe Bursaspor noch viel mehr!“

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Zwischen 2006 und 2010 war Deivid de Souza bei Fenerbahce aktiv. Inzwischen ist der 39-jährige Brasilianer als Trainer tätig, seit Ende Mai 2017 allerdings ohne Verein. In seiner Freizeit sucht der ehemalige schussgewaltige Angreifer nun wohl nach neuen Spielern für seinen Ex-Klub. „Die Verbindung zu Fenerbahce blieb immer bestehen. Ich beobachte hier ein paar Spieler. Bei manchen Transfers haben wir auch zusammengearbeitet“, so Deivid gegenüber der heimischen Presse.

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Die Schlammschlacht zwischen den Titelrivalen Galatasaray und Basaksehir geht in die nächste Runde. Nach gegenseitigen Anschuldigungen und Vorwürfen zwischen Abdurrahim Albayrak und Göksel Gümüsdag hat Galatasaray mit einer öffentlichen Stellungnahme wieder Öl ins Feuer gegossen. Pikant: Der Titelkampf wird im Saisonendspurt nicht nur auf dem Rasen fortgeführt!

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Fenerbahce tritt die Reise nach Alanya stark ersatzgeschwächt an. Neben den gesperrten Roberto Soldado und Mehmet Ekici wird nun auch Victor Moses ausfallen. Der Nigerianer fehlt mit einer Leistenverletzung zwei Wochen lang.

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Sivasspor hat einen Ersatz für Robinho noch nicht gefunden. Eigentlich sollte Hugo Vieira diesen Part übernehmen. Der 30-jährige Portugiese wechselte in der Winterpause aus Yokohama/Japan nach Sivas, fiel seitdem aber mit einer Knieverletzung aus. Hakan Keles darf nun immerhin im Saisonendspurt auf ein Comeback seines Stürmers hoffen. Vieira soll kommende Woche wieder ins Training einsteigen.

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Malatyaspor gastiert am Samstagnachmittag bei den formstarken Bordeauxrot-Blauen aus Trabzon. Auf Grund der sehr überschaubaren Rückrunde der Gelb-Schwarzen eine regelrechte Mammutaufgabe für die Mannen von Erol Bulut. Sportdirektor Ali Ravci ist dennoch optimistisch. „Wir fühlen uns gut und wollen nochmal Selbstvertrauen vor dem Pokalspiel tanken. Für uns geht es jetzt erst richtig los!“

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Die Angehörigen der beiden Ankaragücü-Anhänger, die tödlich verunglückt waren, erhalten finanzielle Hilfe. Der TFF unterstützt die Hinterbliebenen mit jeweils 100.000 TL (ca. 15.300 EUR), Ankaragücü spendet jeweils 200.000 TL (ca. 30.600 EUR).

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Der Disziplinarausschuss PFDK hat wieder fleißig Geldstrafen verteilt. Betroffen sind u.a. die Erstligisten Fenerbahce (215.500 TL), Bursaspor (195.000 TL), Besiktas (150.000 TL), Kayseri (100.000 TL), Galatasaray (45.000 TL) und Trabzonspor (35.000 TL). Malatyaspors Erkan Kas muss derweil drei, Antalyaspors Chico zwei Spiele zuschauen.

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Antalyaspor-Coach Bülent Korkmaz hat die Leistung von Cüneyt Cakir im Champions League-Viertelfinale zwischen Manchester City und Tottenham (4:3) gelobt. „Man muss ihm gratulieren. Er hat eine fantastische Leistung gezeigt. Die letzte Szene im Spiel hat gezeigt, wie wichtig der VAR ist.“ Einen Seitenhieb konnte sich der Ex-Galatasaray-Kapitän nicht verkneifen: „Auch bei uns sollte es richtig angewandt werden. Dann bekommt auch derjenige Recht, der Recht hat.“

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Cenk Tosun wieder bei Besiktas? Unmöglich ist das nicht, zumal der türkische Nationalstürmer bei Everton derzeit überhaupt kein Land sieht. (Hier geht es zur Europa-Tour). Gegenüber dem Sportblatt „Fanatik“ erklärte Tosun jetzt: „Eventuell kreuzen sich unsere Wege wieder. Ich sage nicht, dass ich nie wieder in die Türkei zurückkehren würde. Im Moment bin ich bei Everton sehr glücklich. Ich möchte lange Jahre hier bleiben. Wenn die Zeit reif und die Premier League eine Nummer zu groß für mich ist, wieso sollte ich dann nicht zu Besiktas zurückkehren?“

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Das Beste kommt zum Schluss: Der FC Barcelona hat indirekt bestätigt, dass sich Trabzonspors Abdülkadir Ömür im Radar der Katalanen befindet. Auf dem türkischsprachigen „Twitter“-Account wurde Ömür zitiert, der sich ehrfürchtig über den spanischen Tabellenführer geäußert hatte. Die Antwort Barcelonas: „Wir haben in der Türkei Tausende Fans, Fußballschulen und wichtige Sponsoren. Wieso sollte es in der Barca-Historie keinen dritten türkischen Spieler geben?“ Bisher liefen Arda Turan (2015-2018) und Rüstü Recber (2003-2006) für die Katalanen auf.

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Erdem Ufak

Erdem Ufak

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