Fenerbahce

Kruse: “Wenn es um Geld gehen würde, wäre ich in China!”

Mit einem Wechsel von Max Kruse zum Bosporus hatten in Deutschland die Wenigsten gerechnet. Schließlich beendete der Routinier die vergangene Bundesligasaison mit überzeugenden elf Treffern und neun Torvorlagen in 32 Spielen. Trotz diverser Angebote aus Europa hat sich Kruse doch für die Türkei entschieden. „Für mich muss mehr passen als nur die Gegenwart. Ich habe auf mein Gefühl gehört und bin nun bei Fenerbahce“, sagte der ehemalige Nationalspieler des DFB. Leistungstechnisch befindet sich Kruse mit 31 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Profilaufbahn. Das ist ein ausschlaggebender Grund, weshalb die Fenerbahce-Anhänger viel Hoffnung auf ihn hegen. Er soll den 19-maligen türkischen Meister  nämlich zurück auf die Erfolgsspur bringen. Seit fünf Jahren gewinnt Fenerbahce keine Titel mehr. Dem “Kicker” erklärte der Ex-Bremer, warum er sich nun dem neuen Abenteuer in Istanbul verschreibt.

„Wenn es mir um das Geld gehen würde, wäre ich jetzt in China“

Dabei setzte der Linksfuß primär ein Augenmerk auf die hämischen Kommentare in den sozialen Medien. Dort wurde sein Transfer zu Fenerbahce mit Geldgier in Verbindung gebracht: „Mich interessiert es nicht, was andere denken. Ich habe mich für einen Klub entschieden, bei welchem ich langfristig die Chance habe, international zu spielen. Wenn es mir nur um das Geld gehen würde, wäre ich jetzt mit Sicherheit in China.“ Mit dem Wechsel zu Fenerbahce wolle er sich nach 13 Jahren Bundesliga in einem fremden Land unter Beweis stellen und die Erfolge in Deutschland wiederholen.

„Poker spielen ist kein Verbrechen“

Auf die Frage, ob ihn seine Fotos vom Pokerspielen in den Medien stören, antwortete Kruse ziemlich gelassen: „Ich könnte mir auch Orte aussuchen, an denen keine Journalisten sind. Das möchte ich aber nicht, Poker spielen ist nicht verboten. Grundsätzlich möchte ich in meinem Privatleben das machen, worauf ich Lust habe. Daran wird sich nichts ändern.“

Über die Vergleiche mit Zlatan Ibrahimovic

Mit seinem nicht immer einfachen Charakter wird Kruse des Öfteren mit Zlatan Ibrahimovic gleichgestellt. Den Gegenüberstellungen stimmte der erfahrene Goalgetter in Summe zu. „Wenn mich die Presse nach irgendeiner Sache fragt, scheue ich keine Antwort und sage das, was ich denke. Ich habe bis heute noch nie jemanden öffentlich angegriffen, gar diskriminiert. Ich sehe deshalb in gewisser Art und Weise Parallelen zu Zlatan Ibrahimovic, wobei er meistens sogar einen Schritt weitergeht“, so Kruse.           

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Hüseyin Yilmaz

Hüseyin Yilmaz

Wirtschaftswissenschaftler, Freier Sportjournalist, Kosmopolit, Hürriyet Gücer-Fan und Spor Toto Süper Lig-Liebhaber

1 Kommentar

  1. Avatar
    10. Juli 2019 um 11:37 —

    Mich nervt, dass FB bzw. die Türkei so klein gesehen wird!

    Wer ist denn Kruse? Ist es eine Sensation, dass er bei FB ist? Hat er je in einem größeren Klub gespielt als FB? Er hat noch nie in einer Spitzenmannschaft gespielt, geschweige denn im Europapokal. Er ist ein mittelmäßiger Bundesligaspieler gewesen.

    Kruse sollte froh sein bei FB zu sein, nicht andersherum. FB ist doch seine Möglichkeit, um endlich mal einen Titel zu gewinnen!

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