Türkischer Fußball

Klubchef Kivrans Rolle rückwärts rettet Türkgücü München


Die wirtschaftliche und sportliche Zukunft des Drittligisten Türkgücü München scheint nun doch gesichert. Wie der bayrische Verein am Samstag überraschend mitteilte, habe Vereinspräsident Hasan Kivran seine Abschiedsgedanken verworfen und werde dem Klub erhalten bleiben. Der 54-Jährige besitzt 89 Prozent der Anteile an der Türkgücü Fußball GmbH und ist der größte Investor des Klubs. Durch sein Engagement und seine Unterstützung schaffte es Türkgücü in den vergangenen drei Jahren aus der sechstklassigen Landesliga bis in die 3. Liga und damit in den Profibereich aufzusteigen.

Kivran glaubt weiter an Projekt Türkgücü München

„Die Vereinsführung, die große Unterstützung der Fans sowie infrastrukturelle Fortschritte haben mich meine Entscheidung noch einmal überdenken lassen. Meine nach wie vor hohe Begeisterung und Leidenschaft für diesen Verein steht außer Frage“, so Kivrans Pressemitteilung.




Geschäftsführer atmet erleichtert auf

Der erleichterte Geschäftsführer Max Kothny kommentierte die willkommene Kehrtwende wie folgt: “Die letzten Wochen waren nach der Meldung am 23. Dezember extrem intensiv. Während wir Gespräche mit Interessenten an den Anteilen der GmbH geführt haben, war es unsere und auch meine oberste Priorität, die Zusammenarbeit mit Hasan Kivran weiterhin aufrecht zu erhalten. Er hat dem Verein den Weg in den Profifußball bereitet und ich bin froh, dass er sich durch positive Signale aus dem gesamten Vereinsumfeld dazu entschieden hat, den Verein weiterhin zu unterstützen.”

Klubchef revidierte Entscheidung nach intensiven Gesprächen

Im gegenseitigen Austausch habe sich herauskristallisiert, wie sehr Kivan sich dem Verein weiterhin verbunden fühle: “In den Gesprächen wurde klar, wie sehr ihm der Verein am Herzen liegt. Trotzdem liegt viel Arbeit vor uns, dass wir diese schwierige Corona-Zeit meistern können. Lobend möchte ich den Support der Fans erwähnen, die in den letzten Wochen stets einen Lichtblick gegeben haben. Diese ist unabdingbar und muss in dieser Form aufrechterhalten bleiben. Auch die Aussichten der Stadt nach einer geeigneten Trainingsanlage stimmen mich zuversichtlich, dass das Projekt Türkgücü München auch in den nächsten Jahren Erfolg haben wird”, wurde Kothny auf der Vereinshomepage des Klubs zitiert.

Der Klub aus Bayern hat zuhause noch ein Nachholspiel gegen die SpVgg Unterhaching. Nach 16 Spielen weisen die Münchner 24 Zähler auf und rangieren, während der 18. Spieltag läuft, aktuell auf Platz neun. Am 11. Januar empfängt Türkgücü Tabellenführer Dynamo Dresden.

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