Türkischer Fußball

Tifosi-Traum wird wahr: Italien zum zweiten Mal Fußball-Europameister


Tränen auf der Insel, Freude am Mittelmeer. Italien bezwang in einem dramatischen Endspiel vor 67.173 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion England nach Elfmeterschießen (1:1, 3:2 n.E.) und krönte sich so zum zweiten Mal nach 1968 zum Fußball-Europameister. Dabei begann die Partie denkbar schlecht für die „Squadra Azzurra“. Luke Shaw brachte die „Three Lions“ mit einem Blitztor per Dropkick nach 117 Sekunden mit 1:0 in Führung. Es war der schnellste Treffer, der je in einem EM-Finale erzielt wurde. Es war zugleich Shaws erstes Länderspieltor für England.

Mancini-Truppe läuft frühem Rückstand hinterher

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verwalteten die Engländer den Spielstand gut und antworteten auf das Pressing der Italiener mit solidem Gegenpressing und weiteren Offensivaktionen. Die erste Spielhälfte ging mit diesem Resultat zu Ende. Im zweiten Durchgang zogen sich die „Hausherren“ deutlich zurück, so dass Italien unter der Leitung von Ex-Galatasaray-Trainer Roberto Mancini den Druck erhöhte und zunächst zwei gefährliche Aktionen durch Lorenzo Insigne (51. per Freistoß, 53.) hatte. Anschließend zwang Federico Chiesa (62.) Jordan Pickford zu einer Glanztat. Auf der Gegenseite wehrte Gianluigi Donnarumma einen gefährlichen Kopfball von John Stones (64.) ab und lenkte den Ball über die Latte.

Bonucci bringt Italien zurück ins Spiel

Ein Eckstoß führte dann aber doch den mittlerweile verdienten Ausgleich herbei. Marco Verrattis Kopfball konnte Pickford noch mit einem klasse Reflex parieren und an den Pfosten lenken. Doch beim Abstauber von Leonardo Bonucci (67.) war der Schlussmann der Engländer schließlich machtlos. Der italienische Routinier wurde damit mit 34 Jahren und 71 Tagen zum ältesten EM-Finaltorschützen. Nach dem 1:1 entwickelte sich weiterhin eine offene Partie, die kurzfristig von einem Flitzer (87.) unterbrochen wurde. Was am Ergebnis nach der regulären Spielzeit nichts mehr änderte. Es ging in die Verlängerung und dort wurde es zu einer Zitterpartie, da beide Teams auf den entscheidenden Fehler des Gegners lauerten. Es gab noch einige Torraumszenen, doch keine zwingenden Chancen mehr für beide Kontrahenten.

Späte Einwechslungen versagen vom Punkt

Das Elfmeterschießen musste für die Entscheidung sorgen. Domenico Berardi eröffnete erfolgreich für Italien. Englands Kapitän Harry Kane glich vom Punkt aus. Andrea Belotti scheiterte schließlich und Harry Maguire brachte England die zwischenzeitliche 2:1-Führung. Doch es sollte der letzte erfolgreiche Elfer für das Team von Gareth Southgate sein. Die spät eingewechselten Marcus Rashford, Jadon Sancho und Bukayo Saka verschossen der Reihe nach ihre Elfmeter. Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass Jorginho nach den Treffern von Leonardo Bonucci und Federico Bernadeschi seinen Strafstoß vergab. Mit dem 3:2-Erfolg nach Elfmeterschießen feiert Italien mithin seinen zweiten EM-Triumph nach 53 Jahren.




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3 Kommentare

  1. 12. Juli 2021 um 11:05

    Ich war mir eigentlich mehr als sicher, dass Italien das Ding gewinnen wird, es wäre auch sehr bitter und traurig gewesen, nach 33 Spielen ohne eine einzige Niederlage ausgerechnet das EM Finale zu verlieren.

    Ich möchte Manchini und die italienische NM zu diesem EM Triumph gratulieren, für mich waren sie die beste Mannschaft des Turniers, auch wenn sie am Schluss gegen Österreich und insbesondere Spanien etwas ins straucheln geraten sind und auch ein klein wenig Glück hatten.

    Ein Elfmeterschießen ist immer Glückssache, dass beide Einwechslungen von Southgate und diese angeblichen sicheren Elfmeterschützen Sancho und Rashford vom Punkt versagen war für ihn sicherlich ziemlich bitter, die beiden hätte er vielleicht etwas früher als 3 Minuten nach Ende der Verlängerung ins Spiel einwechseln müssen um das Spiel vorher zu entscheiden.

    Hier hat Southgate m.M.n. einen großen taktischen Fehler begangen und auf der Trainerbank viel zu spät reagiert und ist zu passiv geblieben, da das Spiel mit Anfang der zweiten Halbzeit immer mehr zu Gunsten der Italiener gekippt ist.

    Ein 1:0 über 80 Minuten lang über die Zeit zu bringen und zu verwalten und das gegen eine spielstarke italienische Mannschaft ist kein besonders kluges Spielkonzept, dass das am Ende schiefgeht hat jeder ahnen können.

    Ich habe natürlich Italien die Daumen gedrückt und bin deshalb auch froh, dass sie am Ende das Finale gewonnen haben. Nur möchte ich in den nächsten Tagen und Wochen von türkischer Seite nicht so einen Scheiß wie „wir sind gegen den späteren EM Sieger ausgeschieden“ von Günes und Co. als Ausrede hören, da ich hier sonst total ausraste.

    Achso Manchini, mit dem gestrigen Sieg im EM Finale könnte man als Süperlig Anhänger so langsam auf den Gedanken kommen, dass seine damalige Erfolgslosigkeit bei GS nicht sein Verschulden war wie es seinerzeit in der türkischen Presse dargestellt wurde, sondern doch am viel zu schwachen GS Kader gelegen haben könnte dogrumu söylüyorum Arkadaslar?

  2. 12. Juli 2021 um 10:38

    Mancini , ein großartiger Mensch und Trainer. Glückwunsch

  3. 12. Juli 2021 um 9:32

    Glückwunsch nach Italien. Mich hat Italien in jedem Spiel überzeugt. Gerade wenn die Nationalhymne zu hören war, hat man die Emotion bei den Spielern und auch die Spieler auf der Bank so richtig gesehen. Kein Land sind die Hymne so wie die Italiener.
    Ich habe Mancini die Daumen gedrückt und war total gegen die Engländer. Wer 6 von 7 Spielen nur in London vor 60,000 eigenen Fans spielt, der hat einen enormen Vorteil.