Trabzonspor

Erst kassieren, dann gewinnen: Gegentore können Trabzonspor nichts anhaben

Was war das am Freitagabend für eine Aufholjagd? Zum ersten Mal seit dem 24. Februar 2007, als man gegen Besiktas zur Halbzeit auch mit 0:2 zurücklag, ist es Trabzonspor gelungen einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg zu drehen. Allerdings bewiesen die Bordeauxrot-Blauen in dieser Spielzeit des Öfteren, dass sie auch nach den ersten Gegentoren gewinnen können. Mit fünf Siegen und vier Remis sind sie in dieser Saison DIE Mannschaft, der es nach Gegentoren gelingt, die meisten Punkte zu holen. Auch gegen Yukatel Kayserispor legte wieder einmal Anthony Nwakaeme seine Show hin. Zunächst fungierte der Nigerianer als Assistgeber ehe er in der neunten Minute der Nachspielzeit den fälligen Strafstoß im Netz zappeln und die Fans im Medical Park-Stadion jubeln ließ. Somit war Nwakaeme in der bisherigen Saison an satten 20 Punktgewinnen beteiligt. Des Weiteren konnte der Schwarzmeer-Vertreter auch seinen Status als heimstärkster Klub aufrechterhalten. Mittlerweile haben sie seit 20 Spielen (14 Siege und sechs Remis) nicht mehr verloren. Zuletzt war man nur zwischen Oktober 1994 und April 1996 noch besser (28 Spiele). GazeteFutbol mit den Reaktionen aus dem Senol Günes-Sportkomplex!


Anthony Nwakaeme (Trabzonspor): „Heute kamen wir nicht gut in die Partie. Wir hatten im Vorfeld schon des Öfteren betont, dass wir nicht aufhören werden zu kämpfen bis wir den Pokal in der Hand halten. Heute haben wir das eindrucksvoll bewiesen. Im Vergleich startete Kayserispor besser in die Begegnung. Aber viel wichtiger als der Anfang ist das Ende.“

Djaniny Tavares (Trabzonspor): „Wir versuchen jedem zu zeigen, dass wir uns die Meisterschaft verdienen. Heute haben wir das wieder gezeigt. Ich möchte immer auf dem Platz stehen und meinen Teamkameraden helfen. Heute bin ich sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Jeder einzelne im Team, der am Ende auf dem Feld steht, versucht die Vorgaben unseres Trainers in bester Manier umzusetzen. Er wollte von mir, dass ich näher zu Andreas Cornelius spiele und mehr nach hinten mit arbeite. Ich habe lediglich versucht, dass auch so umzusetzen. Zu meinem Vorteil ist natürlich, dass ich variabel einsetzbar bin.“

Edin Visca (Trabzonspor): „Ich kenne nicht den Grund, aber wir haben sehr nervös begonnen. Wir wollten unbedingt gewinnen, aber waren ungeduldig. So haben wir in der ersten Viertelstunde viele Ballverluste gehabt. Dementsprechend kassierten wir zwei unnötige Gegentreffer. Eigentlich hatte uns unser Coach in der Analyse gewarnt, dass sie nur durch Flanken gefährlich sind. In der Kabine haben wir uns darauf geeinigt, dass wir eine starke Mannschaft sind, aber der Fußball nun mal geduldig und einfach gespielt werden muss. Uns ist daraufhin eine unglaubliche Aufholjagd gelungen. Wir haben die drei Punkte geholt und blicken weiter nach vorne. Bereits in drei Tagen steht das Pokalspiel an. Auch da wollen wir erfolgreich weitermachen.“

Joseph Attamah (Kayserispor): „Fußball ist eben so ein Spiel. Wir haben die Tore erzielt, aber sie im Anschluss nicht mehr verteidigen können. Ich bin der Meinung, dass wir nicht gut gespielt haben. Unser Gegner hat im Anschluss die Tore erzielt. Es gibt nicht viel zu sagen, außer, dass wir enttäuscht sind. Gerne hätte ich meine gute Torchance nutzen wollen, aber bei meiner Annahme ist der Ball bereits aufgehüpft und danach ging der Ball bei meinem Schuss ins Aus. Das Spiel ist nun zu Ende und es gibt nichts mehr zu sagen.“

Mario Gavranovic (Kayserispor): „Wir haben so begonnen, wie wir es uns vor der Partie vorgenommen hatten. Trabzonspor hatte so einen Start von uns nicht erwartet, aber wir hatten uns genau darauf vorbereitet. Den ersten Durchgang haben wir gut zu Ende gespielt und zwei Treffer erzielt. Nach dem Seitenwechsel hat aber Trabzonspor sein ganzes Können aufgezeigt und gut gespielt. Uns ist es im Mittelfeld nicht gelungen kompakt zu bleiben.“





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