Fenerbahce

Fenerbahces Traum von der Königsklasse geplatzt

Fenerbahce verpasst erneut die Gruppenphase der UEFA Champions League und muss die Durststrecke um ein weiteres Jahr verlängern. Mit dem 1:1 gegen den portugiesischen Vertreter Benfica Lissabon wartet der Klub aus Kadiköy nun schon seit zehn Jahren auf die Teilnahme an der Königsklasse. Im Gegensatz zu den eigentlichen Leistungsträgern wussten immerhin die Youngsters um Eljif Elmas und Baris Alici zu überzeugen und lassen die Anhängerschaft zumindest hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Während es für Fenerbahce nun mit der direkten Teilnahme an der Gruppenphase der UEFA Europa League weitergeht, muss Benfica Lissabon in den Playoffs der Champions League gegen den griechischen Vertreter PAOK Thessaloniki ran, der Spartak Moskau aus Russland ausgeschaltet hat.

Alper Potuk sorgt für Hoffnungsschimmer

Der niederländische Trainer Phillip Cocu von Fenerbahce hatte in der Pressekonferenz kundgegeben, dass seine Schützlinge dem Spiel ihre eigene Handschrift aufdrücken werden. In den ersten Minuten war jedoch langsames Herantasten von beiden Mannschaften angesagt. Gefährlich wurden die Hausherren zum ersten Mal dann in der achten Minute nach einem Eckball von Mathieu Valbuena. Neu-Transfer Andre Ayew sprang am höchsten und köpfte den Ball weiter in den Lauf des mitaufgerückten Roman Neustädter, an dem der Ball nur ganz knapp vorbeiflog. Die Gäste probierten ihr Glück erst in der 19. Minute mit einem Distanzschuss von Eduardo Salvio, welcher am Tor vorbeiging. Direkt im Gegenzug kam Fenerbahce gleich zweimal vor das Tor der Portugiesen. Youngster Elmas spielte einen hohen Ball in den Strafraum, wo Mauricio Isla leider nicht direkt abzuschließen wusste. Der zweite Versuch war ein Schuss aus 16 Metern von Alper Potuk, den der Keeper der Lissabonner zur Ecke klären konnte. Und als alle im Stadion so langsam aber sicher auf einen Treffer der Istanbuler warteten, fiel der Treffer für Benfica Lissabon wie aus dem Nichts in der 26. Minute. Nach einem feinen Doppelpass mit Nicolas Castillo im Strafraum brachte Gedson Fernandes den portugiesischen Vizemeister in Führung und schockte ganz Kadiköy. Die Gelb-Marineblauen versuchten zwar noch den Ausgleich vor der Halbzeit zu erzielen, doch mehr als ein Distanzschuss von Elmas sprang dabei nicht heraus. Fast hätten die Schützlinge von Coach Rui Vitoria noch vor dem Seitenwechsel den Sack zugemacht, als der eingewechselte Facundo Ferreyra Fener-Kapitän Volkan Demirel umkurvt hatte, jedoch der Winkel zu steil wurde und er das Leder ans Außennetz platzierte. Während die meisten Zuschauer auf den Rängen nicht mehr daran glaubten, packte Linksaußenverteidiger Hasan Ali Kaldirim in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit eine solide Flanke aus, die Alper Potuk gekonnt ins gegnerische Tor köpfte. Somit endeten die ersten 45 Minuten mit einem 1:1.

Nullnummer in der zweiten Halbzeit

Zwar schraubte die Heimmannschaft nach dem Wiederanpfiff ihren prozentualen Ballbesitz hoch, allerdings fehlte ihnen vor dem Tor die Kreativität. Benfica Lissabon schnappte sich hin und wieder mal den Ball und probierte es mit Schüssen aus der zweiten Reihe. Coach Cocu konnte nicht länger zusehen und reagierte in der 65. Minute mit einem Doppelwechsel. Baris Alici und Roberto Soldado kamen für Valbuena und Mehmet Topal in die Partie. Zwei Minuten später schon die erste Gelegenheit für die Gelb-Marineblauen durch Alici, dessen platzierten Schuss Keeper Vlachodimos nur mit Mühe zur Seite parieren konnte. Doch das Spiel war in der zweiten Halbzeit, auch dank des portugiesichen Rekordmeisters, von mehr Härte geprägt. Sowohl die „Aguias“ als auch die „Kanarienvögel“ präsentierten sich nicht gerade kombinationsstark, was das Spiel dementsprechend verlangsamte. In den verbleibenden Minuten entwickelten sich keine weiteren Torraumszenen mehr, so dass die Partie mit einem 1:1-Remis endete.

Aufstellungen

Fenerbahce: Volkan, Isla (79. Özbayrakli), Neustädter, Skrtel, Hasan Ali, Mehmet Topal (65. Alici), Eljif Elmas, Giuliano, Valbuena (65. Soldado), Ayew, Potuk

Benfica: Vlachodimos, Almeida, Jardel, Dias, Grimaldo, Fejsa, Fernandes, Pizzi, Cervi, Salvio (72. Semedo), Castillo (34. Ferreyra)

Tore: 0:1 Fernandes (26.), 1:1 Potuk (45.)

Gelbe Karten: Elmas, Özbayrakli (Fenerbahce) – Vlachodimos, Salvio, Dias, Pizzi (Benfica Lissabon)


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