Remis in Bukarest: Fenerbahce sichert Weiterkommen
Fenerbahce hat in seinem letzten Spiel der Ligaphase der UEFA Europa League bei Steaua Bukarest ein 1:1 erreicht und damit die nächste Etappe gesichert. Die Mannschaft aus Klub aus Kadiköy steht trotz eines insgesamt durchwachsenen Abends in der Playoff-Runde, in der nun die K.-o.-Spiele um den Einzug ins Achtelfinale warten (mehr erfahren).
Den Treffer für Fenerbahce erzielte Ismail Yüksek. Nach dem Abpfiff fiel der Ton in den Aussagen jedoch deutlich kritischer aus: Trainer Domenico Tedesco und mehrere Spieler bemängelten vor allem die Leistung und den Umgang mit dem Ball.
Tedesco: „Wir haben wirklich schlecht gespielt“
Domenico Tedesco sparte in seiner Analyse nicht mit Klartext. Der Coach erklärte bei Fenerbahce, dass die Mannschaft „wirklich schlecht“ gespielt habe und verwies auf zahlreiche Ballverluste, die den Gegner überhaupt erst ins Spiel gebracht hätten. „Eigentlich wollte der Gegner nicht mehr als wir, aber wir haben ihn eingeladen“, sagte Tedesco und stellte klar, dass der Auftritt nicht dem Anspruch entsprochen habe.
Gleichzeitig betonte der Trainer, dass die acht Spiele der Ligaphase für sein Team „nicht einfach“ gewesen seien. Besonders die Personalsituation habe in mehreren Begegnungen Spuren hinterlassen. Tedesco erklärte, man habe teilweise mit einer begrenzten Liste spielen müssen und in einzelnen Spielen zentrale Positionen nicht vollständig besetzen können. Die kommende Phase biete nun die Chance, die Liste zu erneuern und wieder mehr Optionen zu haben.
Blick auf mögliche Gegner: „Wichtig ist, in die nächste Runde zu kommen“
Mit Blick auf die nächsten Aufgaben stellte Tedesco klar, dass in K.-o.-Spielen weniger der Name des Gegners zählt, sondern der eigene Zustand. „Wenn wir voll besetzt sind, können wir jeden schlagen. Wir können jeden zu Hause schlagen“, sagte der Trainer. Er erinnerte dabei auch an die Erfahrung gegen Viktoria Pilsen, die bereits gezeigt habe, wie anspruchsvoll solche Duelle werden können.
In Bezug auf mögliche Duelle mit englischen Teams verwies Tedesco auf die physische Komponente. Gerade gegen einen Gegner wie Nottingham Forest könne es „zu körperlichen Belastungen kommen“. Sein Kernpunkt blieb jedoch eindeutig: „Wichtig ist, in die nächste Runde zu kommen.“
Unruhe im Stadiongang: Tedesco schildert seine Sicht
Auch zu den Spannungen, die nach dem Spiel im Stadionbereich thematisiert wurden, nahm Tedesco Stellung. Er erklärte, er habe nicht gesehen, was genau passiert sei, weil er zu diesem Zeitpunkt noch im Raum gewesen sei und mehrere Szenen mit den Analysten überprüft habe. „Ich hörte Stimmen und ging dorthin und setzte mein Team ein. Danach gab es keine Probleme mehr“, sagte der Coach und ergänzte: „Ich weiß nicht genau, was passiert ist, vor Ort ist nichts passiert.“
Ismail Yüksek enttäuscht: „Das stand uns nicht gut zu Gesicht“
Auch Torschütze Ismail Yüksek zeigte sich nach dem Remis unzufrieden. Der Mittelfeldspieler sagte, dass man zwar im Playoff sei, das Spiel aber „nicht geeignet“ gewesen sei und man mit Spiel und Kampf nicht zufrieden sein könne. „Heute war es kein Spiel, das der Unterstützung der Fans hier würdig wäre“, erklärte Yüksek und sprach damit auch die Erwartungshaltung im Umfeld an.
Zudem erwähnte Yüksek, dass er im Spiel Schmerzen gehabt habe und kein Risiko eingehen wollte. Er fühle sich jedoch gut und blickte nach vorne: Für Fenerbahce müsse nun ein deutlich besserer Auftritt folgen, um in der K.-o.-Phase bestehen zu können.
Oosterwolde: Fokus auf das nächste Pflichtspiel
Jayden Oosterwolde unterstrich, dass das Team sich über das Weiterkommen freue, gleichzeitig aber mehr erwartet habe. „Wir sind hierhergekommen, um zu gewinnen, aber die Leistung war nicht genug“, sagte er. Chancen habe man sich zwar erarbeitet, doch der gewünschte Ausgang sei ausgeblieben.
Der Blick ging bei Oosterwolde bereits auf das kommende Ligaspiel: Am Sonntag wartet für Fenerbahce die nächste Aufgabe gegen Aufsteiger Kocaelispor. Außerdem reagierte er auf Diskussionen um seine Position und stellte klar, dass er mit dem Trainer im Austausch stehe und dort spiele, „wo immer er mich braucht“.



Ein Kommentar
Na herzlichen Glückwunsch, wir haben Nottingham bekommen, das wird alles andere als einfach amk