Fenerbahce

Fenerbahce gelingt Trabzonspor-Generalprobe – Kasimpasa fühlt sich benachteiligt


Mit einem Last-Minute-Treffer konnte Fenerbahce am gestrigen Montagabend zum Abschluss des 27. Süper Lig-Spieltages einen 2:1-Auswärtssieg bei Kasimpasa einfahren. Damit gewannen die Gelb-Marineblauen erstmals seit Oktober vergangenen Jahres wieder drei Siege in Folge. Auch damals hatte man der Reihe nach gegen Atakas Hatayspor, GZT Giresunspor und Kasimpasa gesiegt, ehe man anschließend gegen Trabzonspor den Kürzeren zog. Das Tor von Attila Szalai in der letzten Minute war zugleich der 44. Treffer des 27. Spieltages, welcher somit als das torreichste Wochenende seit der Saison 1987/88 in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Maßgeblich am Sieg beteiligt war Keeper Altay Bayindir, der mit sieben Paraden seinen Saisonbestwert wiederholte. Demnach konnte der türkische Nationaltorhüter nach seiner Verletzungsrückkehr von 18 Schüssen auf seinen Kasten ganze 16 abwehren.

„War wichtig vor dem Trabzonspor-Spiel zu gewinnen“

Chefcoach Ismail Kartal war nach dem dritten Sieg in Serie und der Wiedergutmachung nach dem Ausscheiden in der UEFA Conference League zufrieden: „Wir waren gekommen, um zu siegen. Unser Ziel ist es am Ende der Saison auf einem ordentlichen Platz zu landen, was dem Ansehen von Fenerbahce nicht schadet. In der ersten Halbzeit hätten wir zwei, drei Chancen reinmachen können. Im Anschluss hat der Gegner besser ins Spiel gefunden. Kasimpasa hat in den letzten zehn Begegnungen nur gegen uns und Trabzonspor verloren. Beide Teams hatten die drei Punkte bitter nötig, was sie auch durch ihre Laufleistungen mit jeweils 125 Kilometern gezeigt haben. Sie haben uns im weiteren Verlauf in ihrer Spielhälfte viele Freiräume gelassen, weshalb wir Mert Hakan Yandas, Serdar Dursun, Dimitrios Pelkas und Enner Valencia ins Spiel genommen haben. Bereits vor dem Siegtreffer hatten wir schon drei bis vier klare Torchancen. Hätten wir nur die finalen Pässe besser hinbekommen, wäre es nicht so eng geworden. Es war wichtig vor dem Trabzonspor-Match zu gewinnen.“

Kasimpasa fühlt sich benachteiligt

Auf der anderen Seite fühlte sich Stadtrivale Kasimpasa nach der Heimpleite benachteiligt, was Chefcoach Sami Ugurlu auch im Post Match-Interview zu erkennen gab: „Ich gratuliere Fenerbahce, aber wir waren ganz klar die spielbestimmende Mannschaft. Wir haben über 70 Minuten lang dominiert und uns ständig Torchancen erarbeitet. Hier muss man glaube ich Altay Bayinidir ebenfalls gratulieren, da er durch seine Paraden den Sieg für sein Team erst ermöglicht hat. Leider muss ich aber auf eine Situation hindeuten, die es seit dem Trabzonspor-Spiel zu bemängeln gibt. Wenn wir Spiele sehen, deren Ergebnisse durch die Schiedsrichter bestimmt werden, dann haben wir keine Funktion mehr. Es muss hinterfragt werden, wieso er nicht zum VAR gegangen ist. Außerdem hat der Referee den gegnerischen Spielern ihr Zeitspiel ermöglicht.“ Ugurlu fügte mit deutlichen Worten zuletzt noch hinzu: „Es wird ihnen nicht gelingen, Kasimpasa in die Zweitklassigkeit zu versetzen, denn wir spielen keinen Fußball, der es verdient abzusteigen. Wir werden uns aus dieser Situation befreien. Wenn man uns machen lässt, werden wir nicht absteigen.“


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Miha Zajc (MF, Fenerbahce): „Mir ist ein schöner Treffer geglückt, über den ich sehr glücklich bin. Viel wichtiger sind aber die drei Punkte. Uns sind als Mannschaft sehr gute Dinge gelungen. Während wir in der ersten Hälfte gut spielten, kann man das gleiche nicht bezüglich der zweiten Halbzeit behaupten. Es war ein schwieriges Match. Wir haben bis zum bitteren Ende gekämpft und stets an den zweiten Treffer geglaubt. Nun haben wir drei Siege in Folge errungen und hoffen, dass wir das fortführen können.“

Miguel Crespo (MF, Fenerbahce): „Wir haben in einem schwierigen Auswärtsmatch gegen einen gut spielenden Gegner drei wertvolle Punkte gewonnen. Wir haben bis zum Schluss gekämpft und uns diesen Sieg verdient. Kasimpasa ist eine Mannschaft, die auf dem Platz viel läuft. Dementsprechend durften wir ihnen nicht allzu viel Freiraum geben, was uns so weit gelungen ist. Mit den eroberten Bällen haben wir unsere Angriffe gestartet. Ich denke, dass wir gut gespielt haben. Egal wer im Mittelfeld gesetzt ist, jeder versucht sein Bestes zu geben. Wir haben wirklich talentierte Spieler in unseren Reihen. Natürlich macht es mir mehr Spaß, mit ihnen auf dem Platz zu stehen.“

Attila Szalai (IV, Fenerbahce): „Es war ein schwieriges Match. Kasimpasa hat gut gespielt und uns das Leben schwer gemacht. Wir sind heute viel gelaufen, haben hart gekämpft und haben am Ende die drei Punkte, die wir unbedingt wollten, ergattert. Wir müssen nun genauso weitermachen und sind stolz auf den Dreier. An meinen Treffer kann ich mich gar nicht mehr so recht erinnern. Die Dinge haben sich schnell ergeben. Ich glaube, dass Dimitrios Pelkas den Ball noch berührt hat und dann lag er vor mir. Gott sei Dank ist er dann auch reingegangen. Ich bin glücklich über meinen Treffer, aber viel wichtiger war der Sieg.“

Eren Elmali (LV, Kasimpasa): „Der Fußball ist ein Mannschaftssport. Wir haben heute viel geackert, aber ein sehr unglückliches Gegentor hinnehmen müssen. Bei dem letzten Gegentreffer hatten wir alle ein Foulspiel erwartet. Selbst die Fenerbahce-Spieler rechneten mit einem Foul. Der Schiedsrichter sagte zu uns, dass er es sich anschauen werde, aber gab daraufhin auf eine sehr merkwürdige Art und Weise den Treffer. Wir sind immer noch schockiert. Aber leider gibt es auch solche Sachen im Fußball.“


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5 Kommentare

  1. 1. März 2022 um 19:00

    Ich behaupte ganz unverhohlen, dass wir bei FB die inkompetenteste und schlechteste Vereinsführung im gesamten türkischen Clubfussball haben, da kanns für mich nicht die geringsten Zweifel geben.

    Um diese Behauptung zu untermauern, vergleichen wir doch mal diesen Ali Koc mit einigen seiner Amtskollegen in der türkischen Süperlig wie Ahmet Nur Cebi, Göksel Gümüsdag oder Ahmet Agaoglu, Burak Elmas lasse ich hier mal außen vor, da er erst vor einigen Monaten sein Amt bei GS angetreten hat.

    Göksel Gümüsdag ist zwar seit nunmehr 2014 Präsident von Akbil, sprich seit nunmehr 8 Jahren, hat aber wenigstens eine türkische Fussballmeisterschaft vorzuweisen.

    Ahmet Nur Cebi ist seit dem 20.10.2019 bei BJK im Amt und hat mit einer türkischen Meisterschaft, einem Pokalsieg und dem türkischen Supercup in der kurzen Amtszeit gleich 3 Pokale vorzuweisen.

    Ahmet Agaoglu ist seit 08.04.2018 Präsident von TS und hat bisher einen türkischen Pokalsieg und einen türkischen Superpokalsieg vorzuweisen, wenns in dieser Saison nicht mit dem Teufel zugeht, dann wird noch eine türkische Fussballmeisterschaft dazukommen und wenn die Saison perfekt verläuft kommt ein weiterer Pokalsieg im Ziraat dazu oder?

    Und jetzt kommen wir mal auf diesen Ali Koc zu sprechen, der seit dem 03.06.2018 das Amt des FB Präsidenten bei uns bekleidet und seit dieser Zeit keinen einzigen Pokal vorzuweisen hat.

    Wenn ich hier jetzt wie gesagt reinschreiben würde, dass Ali Koc der mit Abstand inkompetenteste und schlechteste Vereinspräsident im gesamten türkischen Clubfussball ist, ist dann diese Behauptung Richtig oder Falsch?

    Dies zu beurteilen überlasse ich eurer Expertise, ich habe dazu jedenfalls eine glasklare Meinung.

  2. 1. März 2022 um 17:43

    Stellt sich dieser I. Kartal hin und behauptet sowas wie, vor 3 Wochen kannte noch niemand Arda Güler

    Da platzt einem echt der Kragen. Junge junge , halt doch einfach den Ball flach. Du bist ein verdammter Niemand als Trainer, ein Fenerli ok aber kein Trainer. Kommst da her und haust hier solche Sprüche raus. VP. hat den jungen Arda sogar gegen Helsinki eingesetzt, wo warst du da ? Jetzt hier als Entdecker sich aufspielen, und ausserdem , da haben wir einmal ein Talent, und jetzt kommen alle dummen Fans von der Seite und üben Druck auf den Jungen aus. Kommt verheizt den mal. Er sei der neue Alex behauptet man bla bla. Man der geht noch zur Schule, lasst ihn einfach mal machen ..

    • 3. März 2022 um 0:46

      Kartal ist als Trainer eine totale Niete. Seine Fener Vergangenheit hat ihn in diese Position gebracht, sonst würde er niemals bei uns landen. Würde mich auch nicht wundern, wenn wir nach ihm einen Volkan oder Selcuk bei uns sehen.

  3. 1. März 2022 um 16:06

    Ich weiss nicht wie es euch geht, aber meine Moral ist seit einigen Tagen völlig dahin, wenn ich sehe was für eine humantäre Katastrophe seit einigen Tagen Mitten in Europa passiert.

    Um meinen Schlaf und persönlichen Gemütszustand war es schon zuvor nicht sonderlich gut bestimmt, hauptsächlich lag das an diesen ganzen gelbblauen Wichsern die da seit nunmehr 8 Jahren auf dem Platz nur ihre Eier spatzieren tragen und nach dem 1:1 habe ich mich dann aus dem Spiel völlig ausgeklinkt, da ich mir wie jeder andere FB Anhänger auf der Welt auch gedacht habe, dass unsere Vollpfosten und Schwachmaten auf dem Platz wieder keine 3 Punkte holen können.

    Das man jetzt in der Nachspielzeit doch irgendwie den Siegtreffer erzielt hat hat meine Moral auch nicht sonderlich gehoben, da ich das als absoluten Glückstreffer und Duselsieg bezeichnen würde.

    Außerdem möchte ich der Aussage energisch widersprechen, dass wir nun 3 Siege am „Stück“ zu verzeichnen haben, ich meine die beiden Spiele dazwischen gegen Slavia Prag haben wir doch meines Wissens mit 6 Gegentreffer kläglich verloren, wie kann man dann hier von 3 FB Siegen in Folge sprechen, so eine falsche Aussage entbehrt doch jeglicher Logik oder?

    • 3. März 2022 um 0:42

      Mach dir einfach nicht soviel Kopf. Gibt sehr viel wichtigeres als Fener. Die Nationalmannschaft interessiert mich momentan mehr.