Trabzonspor

Djaniny Semedo: „Meine ruhige Spielweise kann den einen oder anderen verärgern“

Im Interview mit der vereinseigenen Zeitschrift sprach Djaniny Semedo über seine Spielweise, seinen Werdegang zum Fußballprofi und seine Zeit in Trabzon. Dabei betonte der Angreifer, dass er die türkische Liga vor seinem Wechsel nicht detailliert kannte. Bei Trabzonspor fiel ihm in der ersten Trainingseinheit die enorme Qualität der Spieler auf. Für das Erreichen des Meistertitels appellierte der Spieler aus Kap Verde an den Zusammenhalt der Fans.

„Die Ansprüche bei Trabzonspor sind mir bewusst“

Djaniny gab an, vor seinem Wechsel nicht viel über die Süper Lig gewusst zu haben, doch das Vertrauen in seinen Berater sei sehr groß gewesen. „Als mein Berater mir vom Angebot berichtet hat, erwähnte er, dass es sich um einen Verein handelt, der stets um die Meisterschaft spielen will. Zwar kannte ich einige Mannschaften aus der Süper Lig, über detaillierte Infos verfügte ich allerdings nicht. Bei meiner Ankunft waren mir die Ansprüche von Trabzonspor jedoch bewusst. In den ersten Einheiten fiel mir die beeindruckende Qualität der Mannschaft sofort auf. Ich war positiv überrascht, denn um Erfolge zu feiern, muss zunächst dieser Konkurrenzkampf geschaffen werden. In der Süper Lig gibt es fünf bis sechs Teams, die über die nötigen Qualitäten verfügen, um den Titel zu gewinnen. Daher ist es sehr schwierig in der Türkei die Liga langfristig zu dominieren. Die meisten haben ihre eigene Meinung dazu, aber ich sehe die Süper Lig als international konkurrenzfähige Liga an. In unserem Team bringen sowohl die türkischen als auch die ausländischen Spieler die notwendige Qualität mit.“

„Meine Spielweise kann den einen oder anderen verärgern“

Seine ruhige Spielweise sieht der 30-Jährige als nicht für jeden geeignet an. „Ich kann mir vorstellen, dass meine Spielweise viele Zuschauer verärgert oder die Menschen sich fragen, ob ich keine Lust habe zu spielen. Denn ich kann in den meisten gefährlichen Szenen, in denen die Spieler oder Zuschauer vor Nervosität zittern, ziemlich ruhig bleiben. Diese Ruhe sollte jedoch nicht als Verantwortungslosigkeit interpretiert werden, ganz im Gegenteil. Ich versuche meinen Job stets richtig zu machen und bin nicht hierher gekommen, um umherzureisen. Mir ist klar, welche Ziele Trabzonspor verfolgt und ich möchte die Fans glücklich machen. Ich habe in der portugiesischen und mexikanischen Liga viele Erfahrungen gesammelt. Besonders der portugiesischen Liga schulde ich sehr viel, da ich dort die Basics gelernt und meine ersten Schritte in meiner Karriere gemacht habe. Im Anschluss war ich in Mexiko und habe dort alles gewonnen, was ein Spieler nur gewinnen kann. Außerdem ist mein Sohn dort geboren, daher kann ich sagen: Er ist Mexikaner. Auch aus diesem Grund hat dieses Land einen besonderen Stellenwert für mich.“

„Abdullah Avci ist ein guter Mensch“

In seinem Trainer Abdullah Avci sieht der kap-verdische Nationalspieler vor allem einen guten Menschen. „Avci ist nicht nur ein sehr guter und intelligenter Trainer, sondern vor allem ein sehr netter Mensch. Er weiß, wie er mit Menschen kommunizieren muss und wie er den Draht zu seinen Spielern hält. Die Gespräche mit ihm verlaufen immer produktiv, da er seine Erwartungen klar anspricht. Abseits des Platzes ist unser Trainer vielleicht ein ruhiger Mensch, doch wenn es auf dem Platz mal nicht so läuft wie geplant, kann er ganz schön laut werden. Allerdings ist das völlig normal, da er nur das Beste für die Mannschaft will und weiß, wozu das Team in der Lage ist. Dem Trainer oder auch uns Spielern ist die Bedeutung dieses Vereins bewusst. Wir arbeiten jeden Tag hart, um unsere Fans glücklich machen zu können. Ich möchte sie bitten, uns zu unterstützen. Wenn wir die Meisterschaft gewinnen wollen, müssen wir zusammenhalten. Wir sind mehr denn je auf ihre Unterstützung angewiesen.“





Vorheriger Beitrag

Türkischer Pokal: Drittligist Ankaraspor schmeißt Rize raus, auch Altinordu ausgeschieden

Nächster Beitrag

"Angriff auf Gegenspieler": Irfan Can Kahveci droht lange Sperre

Keine Kommentare

Schreibe ein Kommentar