Fenerbahce

Diego Perotti: “Ich hatte keine weiteren Angebote vorliegen”


Fenerbahce-Neuzugang Diego Perotti äußerte sich im Rahmen einer Pressekonferenz über die Hintergründe seines Transfers nach Istanbul und welche Ziele er bei seinem neuen Arbeitgeber verfolgt. Der Argentinier klärte über seine Situation auf und gab an, dass er keine schwerwiegende Verletzung hat und innerhalb einer Woche zum Team stoßen wird. Vor seinem Wechsel zu den Gelb-Marineblauen holte der 32-Jährige unter anderem die Meinung seines Ex-Teamkollegen Cengiz Ünder ein.

“Ich werde mit meiner Erfahrung helfen”

Perotti erklärte, dass er derzeit an einer Muskelverletzung laboriert, doch diese nicht schwerwiegend sei. Außerdem findet der Argentinier das Team von Trainer Erol Bulut qualitativ ausreichend besetzt und möchte der Mannschaft mit seiner Erfahrung helfen. “Ich bin glücklich, hier zu sein. Der Kader ist breit aufgestellt und hat ein enormes Potential. Ich möchte dem Team mit meiner Erfahrung helfen und bin mir sicher, dass diese Qualität ausreicht, um Titel zu gewinnen. Wir Spieler sind ständig dem Verletzungsrisiko ausgesetzt. Mit fortschreitendem Alter nimmt es etwas mehr Zeit in Anspruch bis eine Verletzung auskuriert ist. Derzeit habe ich zwar eine Muskelverletzung, doch ich werde in einer Woche in der Lage sein, alles auf dem Platz zu geben.”

“Cengiz Ünder war mir bei der Entscheidung behilflich”

Im Vorfeld des Transfers hatte der 32-Jährige offene Fragen, über die er sich mit seinem ehemaligen Teamkollegen Ünder austauschte. Der Mittelfeldspieler holte sich außerdem die Meinung anderer südamerikanischer Fußballer ein, die Entscheidung sei ihm dennoch schwer gefallen. “Ich habe mich mit Ünder ausgetauscht. Er war ein guter Spieler in Rom und hat mir viel über die Stadt und den Verein berichtet. Außerdem habe ich mit südamerikanischen Spielern gesprochen, die zuvor hier gespielt haben. Anschließend hatte ich keine Zweifel mehr. Derzeit kenne ich die Stadt und die Menschen noch nicht sehr gut. Das, was ich bisher gesehen habe, gefällt mir allerdings. Es war dennoch eine schwierige Entscheidung aus Rom hierher zu kommen. Ich bin froh, hier einen Landsmann im Team zu haben. Mit Ariel Ortega habe ich zuvor nicht gesprochen, doch mit Jose Sosa.”

“Ich hatte keine weiteren Angebote vorliegen”

Von der berühmten Atmosphäre in der Türkei ist Perotti sehr angetan und vergleicht das Ambiente mit dem vom argentinischen Top-Klub Boca Juniors. Außerdem erklärte der Mittelfeldspieler, dass ihm keine anderen Angebote vorgelegen hätten. “Ich lebe den Fußball förmlich seit meiner Kindheit. Die spanische und englische Liga habe ich stets verfolgt. Auch die Spiele in der Süper Lig habe ich mir angeschaut. Die Atmosphäre ähnelt der bei den Boca Juniors sehr. Das gefällt mir ganz besonders. Ich hatte die Gelegenheit zu Fenerbahce zu wechseln, das wollte ich wahrnehmen. Fenerbahce hat eine große Vereinshistorie. Das Team hat mir im Spiel gegen Fatih Karagümrük sehr gefallen. Die Mannschaft wollte nach vorne spielen. Der Gegner hat die Taktik während des Spiels geändert, wir haben jedoch das Ergebnis halten können. Am Ende zählt nur der Sieg. Vor meinem Transfer lagen mir keine anderen Angebote vor. Zwar gab es immer wieder Gerüchte, doch konkrete Angebote von anderen Vereinen lagen mir nicht vor.”

“Ich fühle mich auf Linksaußen wohl”

Perotti gab an, er würde die Position auf den Linksaußen bevorzugen. Seine Lieblingsnummer sei die Nummer 10, die allerdings vergeben ist. Mit den Vereinsfarben seines neuen Arbeitgebers könne sich der 32-Jährige aus einem ganz besonderen Grund identifizieren. “Bis dato habe ich immer auf der linken Außenposition meine besten Leistungen gezeigt. Dort fühle ich mich sehr wohl. Ein Fußballer auf diesem Niveau sollte allerdings auf jeder Position seine beste Leistung abrufen können. Es gab Spiele, in denen ich auf Rechts oder im Sturm gespielt habe. Die Entscheidung des Trainers würde ich natürlich respektieren, doch auf der linken Seite fühle ich mich am wohlsten. Fußball ist ein toller Sport, der schöne Zufälle mit sich bringt. Die gelb-marineblauen Farben sind für mich von Vorteil. Mein Vater hat zuvor für die Boca Juniors gespielt, die dieselben Farben tragen. Ich habe diese Farben ebenfalls getragen und fühle mich geehrt, erneut im gelb-marineblauen Trikot spielen zu dürfen. Meine Lieblingsnummer ist die Zehn. Ich präferiere Zahlenkombinationen, in denen sich eine eins oder eine null befinden. Daher habe ich aus den mir offenstehenden Trikotnummern die 21 gewählt.”

“Derbys sind etwas ganz Besonderes”

Der 32-Jährige gab an, zuvor von der Rivalität zwischen Galatasaray und Fenerbahce gehört zu haben. Ferner äußerte sich der Argentinier über die Gespräche mit Sportdirektor Emre Belözoglu im Vorfeld seines Wechsels. “Ich liebe den Fußball seit meiner Kindheit. Von den Derbys zwischen Fenerbahce und Galatasaray hatte ich bereits gehört. In den Duellen zwischen Roma und Lazio habe ich ebenfalls gespielt. Als Zuschauer habe ich das Derby zwischen den Boca Juniors und River Plate beobachtet. Diese Spiele sind gut für den Fußball. Ich werde weiterhin alles geben und hoffe, dass wir in diesem Jahr die Spiele gewinnen und Titel holen. Ich habe mit Belözoglu zwei Mal gesprochen. Das erste Gespräch fand online per Videokonferenz statt, in dem ich ihm einige allgemeine Fragen gestellt habe. Beim zweiten Treffen wurde alles konkreter. Er wollte unbedingt, dass ich zu Fenerbahce komme. Beim AS Rom war meine Situation seit Januar kompliziert. Ich habe mich zwei bis drei Tage vor dem Deadline Day zu einem Wechsel entschieden.”


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Mikail Uzun

Mikail Uzun

1 Kommentar

  1. Avatar
    9. Oktober 2020 um 12:12 —

    Ich hoffe, das Diego Perotti einige Saisonspiele für FB bestreiten kann und nicht ständig mit irgendwelchen Verletzungen zu kämpfen hat, aufgrund seiner langen Verletzungshistorie würde ich ihn hier eindeutig unter der Rubrik “Risikotransfer” einordnen.

    An der Qualität von Perotti hege ich keinerlei Zweifel, jedoch ist er nicht ansatzweise der schnelle Flügelspieler den uns Ali Koc damals in der TRT Spor Sendung versprochen hat, hier hat uns doch unser Präsident glatt angelogen oder, wie würdet ihr denn so ein Verhalten bezeichnen?

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