Trabzonspor

Stefano Denswil: „Der Hass gegenüber Trabzonspor hat uns noch mehr motiviert“

Im Interview mit der niederländischen Presseanstalt „NOS“ berichtet Trabzonspor-Abwehrspieler Stefano Denswil unter anderem über die Geschehnisse nach dem Abpfiff gegen Fraport-TAV Antalyaspor (2:2).

Fans stürmen den Platz, Denswil spricht von „Wahnsinn“

Der Niederländer, der kurz vor Spielende aufgrund einer Verletzung ausgewechselt wurde, beschrieb die Situation nach seiner Auswechslung wie folgt: „Es war der reinste Wahnsinn. Unsere Fans haben kurz vor dem Abpfiff den Rasen gestürmt. Ich konnte nicht nachvollziehen was sie sich dabei gedacht hatten. Der Schiedsrichter und die gegnerische Mannschaft haben glücklicherweise keine negative Reaktion gezeigt, nachdem die Fans wieder auf der Tribüne Platz genommen hatten. Anschließend wurden die letzten Minuten weitergespielt.“ Denswil dann zum endgültigen Schlusspfiff: „Ein Fan zerriss mir mein Trikot, während ein anderer Fan ’netterweise‘ nach meiner kurzen Fußballhose fragte. Es war ein wildes Hin und Her. Auf der einen Seite kann ich die Fans verstehen, da sie 38 Jahre auf diese Meisterschaft gewartet haben. Auf der anderen Seite geriet die Situation jedoch stark außer Kontrolle. Ich habe erfahren, dass einige Fans einen Herzinfarkt erlitten haben. Sowas zu hören ist nicht gut und ich hoffe, dass sie sich so schnell wie möglich davon erholen. Dementsprechend wollte der Verein nicht, dass wir gemeinsam mit den Fans in der Stadt feiern. Ich feierte den Abend daher im engsten Kreis mit meiner Familie.“

„Hass gegenüber Trabzonspor hat uns motiviert“

Zudem erklärte Denswil, dass er zahlreiche Glückwunsch-Nachrichten zur gewonnenen Meisterschaft erhalten habe:“ Ich habe viele tolle Nachrichten aus Frankreich und den Niederlanden erhalten. Überraschenderweise sogar aus Amerika. Außerdem habe ich die Feierlichkeiten aus Lahey und Rotterdam in den Niederlanden verfolgt. Das Besondere, wenn man für Trabzonspor aufläuft, ist, dass man von allen gehasst wird, egal wo man ist oder hinkommt. Daher identifizieren wir uns etwas mit dem italienischen Traditionsklub SSC Neapel. Dieser Hass gegenüber Trabzonspor hat uns nur noch mehr angestachelt und motiviert, Meister zu werden.“ Angesprochen auf Mittelfeld-Taktgeber Marek Hamsik erklärte der 28-Jährige abschließend: „Marek Hamsik ist ein weltbekannter Spieler, der Spiele entscheiden kann. Wenn er auf dem Platz ist, begeistert er die Fans und das Stadion spielt verrückt.“ In Bezug auf seine sportliche Zukunft erklärte der Niederländer, dass er noch ein Jahr bei Bologna unter Vertrag stehe und aktuell noch nicht wisse, wie es weitergeht.





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