Trabzonspor

Cakir-Ersatz Kardesler hütet gegen Gaziantep das Tor: „Scheinbar spiele ich immer in diesen Spielen“


Am 13. Spieltag der Süper Lig empfängt Spitzenreiter Trabzonspor den Ligakonkurrenten Gaziantep FK. Die Bordeauxrot-Blauen wollen ihre ungeschlagene Serie in dieser Saison fortsetzen und ihre Tabellenführung zementieren. Allerdings muss das Team von Trainer Abdullah Avci dabei auf seinen gesperrten Stammkeeper Ugurcan Cakir verzichten. Der türkische Nationaltorhüter hatte beim 2:1-Erfolg gegen Meister Besiktas die Gelb-Rote Karte gesehen. Für den 25-Jährigen wird der zwei Jahre ältere Ersatztorwart Erce Kardesler im Tor stehen.

Kardesler freut sich auf Heim-Premiere

Dass er ausgerechnet gegen Antep seinen ersten Saisoneinsatz bestreitet, brachte den aus Canakkale stammenden Schlussmann zum schmunzeln: „Zuletzt hatte ich vergangene Saison gegen Gaziantep gespielt. Wenn das so weitergeht, spiele ich wohl immer nur gegen Gaziantep. Natürlich habe ich lange nicht gespielt, was wie ein Nachteil aussehen kann. Doch ich habe es sehr vermisst zu spielen. Ich werde zum ersten Mal in einem Heimspiel in der Startelf stehen, sollte unser Trainer mir die Chance geben. Man sollte sich niemals zu sicher sein. Meine Teamkollegen unterstützen mich sehr, dafür danke ich ihnen. Hoffentlich enttäusche ich die Menschen nicht, die an mich glauben und wir gewinnen erneut, um unsere Siegesserie fortzusetzen“, so der Goalie auf dem Mehmet Ali Yilmaz-Trainingsgelände gegenüber der türkischen Presse.

Kameradschaft im Team sehr gut

Seit 2,5 Jahren ist Kardesler nun beim Schwarzmeer-Klub und die Stimmung im Verein sei stets sehr gut gewesen, betonte der frühere Altinordu-Spieler: „Seitdem ich im Klub bin, herrscht hier wirklich eine tolle Atmosphäre. Ich habe bis heute keinen böswilligen oder hinterlistigen Spieler in der Mannschaft gesehen. Da sich alle im Team sehr mögen, freut man sich gemeinsam über die Erfolge des anderen. Ob nun Ugurcan den Ball hält oder ich, ob Cornelius trifft oder jemand anders. So denke ich darüber. Das liegt in der Tat an der Stimmung unter den Spielern. Wir kommen morgens aufs Trainingsgelände und verbringen hier vier bis fünf Stunden. Wir trainieren zusammen, dann setzen wir uns hin, trinken Tee und unterhalten uns. Es herrscht so eine warmherzige Stimmung im Team, dass wir Abdülkadir, Ugurcan, Berat und unsere ausländischen Profis, die bei der Nationalmannschaft sind, vermissen. Ich denke, im Unterbewusstsein muss ich als Kind schon eine Sympathie für Trabzonspor gehegt haben, so sehr liebe ich den Verein und die Stadt. Hoffentlich kann ich hier noch viele Jahre spielen.“

Besiktas-Partie nur ein normales Spiel – Nationalteam etwas Besonderes

Was das Meisterschaftsrennen angeht, machte Kardesler klar, dass es noch ein langer Weg zum Titel ist und auch das Besiktas-Spiel nur eine gewöhnliche Partie auf eben diesem Weg gewesen sei. Überdies unterstrich Kardesler die Bedeutung der Nationalmannschaft: „Das Nationalteam vertritt 80 Millionen Menschen. Es spielen nur elf Spieler und einige Auswechselspieler. Wenn natürlich die eigenen Teamkollegen spielen, ist es nochmal besonders aufregend. Ob Ugurcan, Abdülkadir, der nach langer Zeit wieder dabei ist, oder Berat, der neu angefangen hat für die Türkei zu spielen. Sie repräsentieren Trabzonspor. Doch am Ende ist es egal, wer spielt. Es geht um unser Land. Bei der Milli Takim bin ich sehr emotional und das sollte jeder sein, denn es ist ein besonderes Thema. Das vergangene Besiktas-Spiel war für mich nur ein normales Match. Aber natürlich war ein so spätes Tor zum Sieg ein besonderer Grund zur Freude. Wir wollten den Vorsprung zu unserer Konkurrenz wahren und das ist uns geglückt. Außerdem war es wichtig wegen dem direkten Vergleich. In der vergangenen Saison haben wir gesehen, dass ein einziger Treffer in der Meisterschaft die Entscheidung gebracht hat.“




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