Besiktas

Burak Yilmaz: „Ich wollte unbedingt zu Besiktas!“

Trotz der Kritik seitens der Fans holte der Besiktas-Vorstand um Präsident Fikret Orman den ehemaligen Schützling Burak Yilmaz im Winter zurück an den Bosporus. Für den Transfer überwiesen die Verantwortlichen der Schwarz-Weißen über eine Million Euro an Trabzonspor. Nach einem schwierigen Start mit zwei Spielen ohne Treffer startete der Goalgetter aber so richtig durch und eroberte durch sechs Tore in acht Spielen die Herzen der Fans zurück. In der Aprilausgabe der vereinseigenen Zeitschrift berichtete der Nationalspieler unter anderem über seinen Wechselwunsch zurück zu den „Schwarzen Adlern“ und lobte Coach Senol Günes in den höchsten Tönen.

„Ich wollte unbedingt zu Besiktas!“

Zu Anfang gestand der erfahrene Stürmer ein, dass der Wechsel zurück zu alter Wirkungsstätte nicht unbedingt leicht war, aber er unbedingt wieder bei Besiktas spielen wollte: „Es war weder für mich noch für diejenigen, die an mich geglaubt haben, leicht. Ich will hier nicht auf die Gründe eingehen, denn jeder weiß was Sache ist. Das einzige was ich wollte war unbedingt wieder hier bei Besiktas zu spielen. Ich wollte unbedingt zurück und habe dementsprechend alles dafür getan. Zum Glück haben alle die richtigen Entscheidungen getroffen.”

Das erste Mal im Vodafone-Park

Danach verriet der 54-malige Nationalspieler seine Aufregung bei seinem ersten Auftritt im Vodafone-Park: „Vor meinem ersten Match im Vodafone-Park war ich unglaublich aufgeregt, so dass ich die Nacht davor nicht schlafen konnte. Es war eines der schönsten Gefühle, die ein Fußballer in seinem Leben erfahren darf. Man kann es nicht wirklich beschreiben. Auch hatte ich bezüglich einer möglichen Kritik an meiner Person etwas Angst. Aber jeder weiß, dass ich unter Druck viel besser spiele. So war die Angst schnell weg. Aber die positive Aufregung vor den Fans im Vodafone-Park spielen zu können, spüre ich bis heute noch.”

Vergleich zwischen damals und heute

Des Weiteren verglich der aus Antalya stammende Mittelstürmer die damalige und die heutige Situation von Besiktas: „Ich für meinen Teil bin erfahrener geworden. Ich weiß, wo ich wie handeln muss und mich zu verhalten habe. Meine Emotionen habe ich mittlerweile besser im Griff. Besiktas hat nach meiner Zeit drei Meisterschaften erlebt und wird immer größer. Die Fans sind auch erfahrener geworden, unterstützen das Team aber immer noch zu jeder Zeit. Wenn sie mich fragen ob der Vodafone-Park oder das alte Inönü-Stadion besser war kann ich nur sagen, dass wir das schönste Stadion der Türkei haben. Aber das Inönü war etwas ganz Besonderes. Das wird ihnen jeder sagen.“

Yilmaz: “Günes wie ein Vater für mich!”

„Ich habe alles Senol Günes zu verdanken!“

Yilmaz lobte seinen Mentor Senol Günes in den höchsten Tönen: „Der Coach hat einen unbezahlbaren Stellenwert in meinem Leben. Nach meinen schwierigen Anfängen bei Besiktas, Fenerbahce und Eskisehirspor rief er mich eines Tages an und sagte mir, dass er mich haben möchte. Bevor ich überhaupt entgegnen konnte, ob er denn weiß in was für einem Zustand ich mich befindem sagte er, dass er über alles Bescheid weiß. Für mich ist er wie ein Vater. Gott soll ihn segnen. Zum Glück ist er jetzt an einem Ort, an dem er einer ganzen Nation ohne Trennung jeglicher Farben dienen kann. Seine größte Besonderheit ist, dass er bereits abgeschriebene Spieler zu alter Stärke zurückführen und das Maximum aus ihnen herausholen kann. Eigentlich müsste man ihn fragen, wie er das anstellt. Ich bin mir sicher, dass noch weitere Buraks folgen werden.“

Die Teilnahmechancen an der EURO 2020

Die Teilnahmechancen an der EURO 2020 mit der wahrscheinlich jüngsten türkischen Nationalmannschaft aller Zeiten bewertete der Goalgetter folgendermaßen: „Wir verfügen über sehr talentierte Spieler, die einen tollen Charakter haben. Innerhalb der Mannschaft herrscht eine optimale Stimmung, aber qualifizieren tut man sich über Siege. Deswegen war es umso bedeutender aus den ersten beiden Spielen zwei Siege geholt zu haben. Auch wenn wir, wie viele denken, gegen Frankreich verlieren sollten, werden wir gegen Island gewinnen. Dann wären wir bereits zu 50 Prozent qualifiziert.”

Abschließende Worte an die Fans

„Zuletzt möchte ich mich noch bei den Fans für ihre unglaubliche Unterstützung bedanken. Wenn ich vor ihnen stehe, dann erlebe ich ein Wechselbad der Gefühle. Ich bin jedes mal stolz, glücklich und aufgeregt zugleich. Wenn meine Leistungen besser werden, dann sind auch sie dafür verantwortlich. Alles ist dank ihnen so wie es ist. Aus diesen Gründen gebe ich auf dem Platz mein Bestes, damit sie am Ende des Tages glücklich und zufrieden nach Hause gehen können”, so Yilmaz abschließend.

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